13. September 2020 / 10:30 Uhr

Derby zwischen Godshorn und Krähenwinkel wird ein "heißes Tänzchen"

Derby zwischen Godshorn und Krähenwinkel wird ein "heißes Tänzchen"

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Krähenwinkeler Halil Aydemir (links) wird von Godshorns Rene Buschmann vom Ball getrennt.
Der Krähenwinkeler Halil Aydemir (links) wird von Godshorns Rene Buschmann vom Ball getrennt. © Michael Plümer
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Es ist Derby-Zeit in Hannovers Norden. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der TSV Godshorn den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Beim Nachbarschaftsduell in der Landesliga dürfen ganze 400 Zuschauer vor Ort mitfiebern.

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Die Anhänger des TSV Godshorn und des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide mussten in den vergangenen Tagen schnell sein. Einfach aus dem Haus und auf zum Derby – so unkompliziert läuft es nicht in Zeiten von Corona. Beim Landesliga-Hit am Sonntag (15 Uhr) wird es eine begrenzte Zuschauerzahl geben, lediglich 400 Eintrittskarten werden verkauft – für ein Spiel, das in der Vergangenheit nicht selten doppelt so viele Fans und mehr anzog.

„Eigentlich schade, aber wir müssen uns an Vorgaben halten“, erklärt Godshorns Spartenleiter Wolfang Krause und verweist auf den Vorverkauf. Tickets sind im Büro von TSV-Sponsor VPV-Versicherungen an der Hauptstraße erhältlich.

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Gute Zusammenarbeit ermöglich viele Zuschauer

Wer das Nachbarschaftsduell nicht verpassen will, sollte also vorbereitet sein. Auch eine eigene Sitzgelegenheit, eine Mund-Nasen-Schutzmaske sowie ein ausgefülltes Registrierungsformular sind mitzubringen. Bei Krause, Telefon (0177) 2496112, kann man sich informieren, ob am Tag des Derbys noch Restkarten an der Tageskasse zu bekommen sind.

Radfahrer werden gebeten, den Eingang an der Seite des alten Schwimmbades zu nutzen; die Räder werden auf dem B-Platz abgestellt. „Wir hatten im Vorfeld mit KK eine gute Zusammenarbeit, um alles zu regeln“, sagt Krause.

Besondere Maßnahmen vor einer besonderen Fußballpartie, die eine Woche nach dem 1. Spieltag mit jeweils einer Niederlage für die Lokalrivalen auch sportlich an Reiz gewonnen hat. „Beide Mannschaften haben schon ordentlich Druck auf dem Kessel“, sagt Godshorns Trainer Niklas Mohs, „das macht das Derby nur noch interessanter.“ Das 1:2 seiner Elf in Stelingen war laut Mohs „total überflüssig. Es ist uns nicht gelungen, fußballerisch Lösungen zu finden. Das wollen wir jetzt ändern. Wir werden uns nicht nur hinten rein stellen und kontern.“

"Viel Wut im Bauch"

Mit dieser Taktik hatten die Godshorner beim bislang letzten Duell vor knapp einem Jahr am Waldsee drei Punkte entführt. „Auch wenn es schon etwas länger her ist – bei uns ist das Ergebnis allen noch in Erinnerung“, sagt KK-Coach Pascal Preuß – und erwartet übermorgen ein „heißes Tänzchen“, bei dem die Krähen auch das 2:3 gegen den OSV Hannover ausbügeln wollen. „Von Zugzwang würde ich noch nicht sprechen“, sagt Preuß. „Aber nach den Niederlagen zum Saisonauftakt werden beide Teams sicherlich viel Wut im Bauch haben.“

Die Krähenwinkeler, bei denen der Einsatz von Eric Naroska aufgrund einer Innenbanddehnung noch fraglich ist, haben von ihrem Nachbarn 80 Eintrittskarten für den freien Verkauf erhalten. Bislang noch nicht vergriffene Tickets bietet der Verein am heutigen Freitag zwischen 17.30 und 19 Uhr im Klubheim an. Auf Godshorner Seite hat Mohs im Vergleich zum Auftritt im Stelinger Wald mit Gian Luca Kasumovic, Kirill Weber und Maximilian Wittber drei Alternativen mehr.