11. Juni 2021 / 15:37 Uhr

Da ist der Trainer zufrieden: Sarstedter haben "richtig viel Qualität dazubekommen" 

Da ist der Trainer zufrieden: Sarstedter haben "richtig viel Qualität dazubekommen" 

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gilles-Asri Kwadsoyie bekommt beim 1. FC Sarstedt ein halbes Dutzend neuer Mitspieler.
Gilles-Asri Kwadsoyie bekommt beim 1. FC Sarstedt ein halbes Dutzend neuer Mitspieler. © deisterpics/Stefan Zwing
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Beim 1. FC Sarstedt sind sie in der Zwangspause fleißig gewesen, gleich sechs Neuzugänge hat sich der Landesligist geangelt. Marc Vucinovic ist zufrieden mit seinem Kader: "Wir haben richtig viel Qualität dazubekommen", sagt der Trainer, dessen Spieler jetzt schon mächtig Gas geben beim Kicken.

Bei der Bewertung seines Personals wirkt Marc Vucinovic zuversichtlich. „Wir hatten schon einen guten Kader und haben noch richtig viel Qualität dazubekommen“, sagt der Coach des Landesligisten 1. FC Sarstedt. „Ich bin sehr zufrieden mit den Transfers. Wir haben alles bekommen, was wir uns gewünscht haben.“

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Wenn nicht sogar mehr. „Es war eine glückliche Fügung, dass sich der eine oder andere verändern wollte und sich dadurch plötzlich weitere Spieler bewogen fühlten, es bei uns zu versuchen.“ Mit Yannick Oelmann (Abwehr), Daniel Reuter und Bastian Hattendorf (beide Mittelfeld) gab es einen Dreierpack vom SV Bavenstedt, dazu kamen Filmon Negasi (Abwehr) vom Koldinger SV sowie Niklas Schröder (Mittelfeld) und Connor-Tyron O’Donnell (Außenbahn) vom SC Harsum. „Wir haben 22 Feldspieler und zwei Torhüter – jede Position ist doppelt besetzt“, sagt der Coach.

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Mit Akin Kilicaslan, Gianluca Grupe und Justin Grete (zieht nach Hamburg) gibt es drei Abgänge, im Frühjahr hatten sich berufsbedingt bereits Ritchie Eres und Frederic Bokelmann verabschiedet. „Wir haben vor allem für Mittelfeld und Abwehr Verstärkungen geholt, nur im Sturm haben wir keine Notwendigkeit gesehen“, sagt Vucinovic.

Vucinovic will Spiel auf fremden Positionen testen

Mit Jonas Jürgens, Hannes Thomas und Dominik Rössig stünden drei Angreifer im Kader, „außerdem schwebt uns vor, den einen oder anderen mal in vorderster Front auszuprobieren“, so der Trainer. Überhaupt plane er, Spieler auf Positionen zu testen, mit denen sie sich bislang eher nicht auskennen würden.

Das Niveau und die Leistungen, die regelmäßig während der Übungseinheiten zu erkennen seien, wolle er künftig auch konstant im Wettkampf abgerufen sehen. „Dazu werden wir versuchen, ein bisschen flexibler in der Grundordnung zu werden – auch mal mit einer Dreierkette oder mit zwei Spitzen agieren.“ Daran werde in der Vorbereitung akribisch gearbeitet.

Apropos Arbeit: Die Mannschaft trainiert bereits. „Seitdem wir auf die Anlage durften, sind wir wieder voll dabei.“ Zunächst unter den vorgeschriebenen Corona-Auflagen, seit dem 3. Juni wieder unter (fast) normalen Bedingungen. Zwei- bis dreimal die Woche bittet das Trainerteam die Spieler auf den Platz. „Man merkt, dass die Jungs richtig Bock haben, teilweise sind sie sogar übermotiviert“, beschreibt der Coach den Status quo.


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Der eine oder andere wolle schon zu viel. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie das Ganze nicht so verbissen sehen, sondern es vielmehr genießen sollen, wieder auf dem Platz zu stehen.“ Dass nach sieben Monaten Pause nicht auf Anhieb alles so laufe wie normal, sei doch klar. „Es ist noch ordentlich Sand im Getriebe, weil wir alle erst mal unsere Füße wieder einstellen müssen.“ Aber das sei zum jetzigen Zeitpunkt unerheblich: Zurzeit zählten nur der Spaß am Fußball und die Freude daran, wieder zusammen kicken zu können.

Mader unterstützt als Teammanager

Nebenbei wurde auch der Staff weiter optimiert: Außer den Trainern Vucinovic und Eugen Klein sowie Torwarttrainer Christian Gremmels wird künftig auch Teammanager Sebastian Mader während der Übungseinheiten als Co-Trainer mit unterstützen. So könne man noch besser in Kleingruppen arbeiten, betont Vucinovic. „Außerdem haben wir einen Physiotherapeuten dazubekommen, der den Jungs regelmäßig zur Verfügung steht.“

Da man inzwischen weiß, dass die Saison Mitte August starten soll, gibt es jetzt auch den konkreten Starttermin für die Vorbereitung: „Los geht es offiziell am 3. Juli“, informiert der Trainer. Derzeit ist die Mannschaft allerdings kaum vom Platz runterzukriegen, denn es gibt schließlich einen großen Nachholbedarf. „Im Grunde haben wir jetzt schon angefangen, machen dann noch einmal eine siebentägige Pause – und dann geht’s richtig los“, so der Trainer.

Sechseinhalb Wochen schwitzen, kicken und Spaß haben, sechs Testspiele – dann soll es losgehen. Mit Punktspielen in der Landesliga. Endlich!