20. August 2021 / 15:00 Uhr

"Wissen, was auf uns zukommt": FC Eldagsen empfängt TSV Pattensen zum Derby

"Wissen, was auf uns zukommt": FC Eldagsen empfängt TSV Pattensen zum Derby

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
In der Vorbereitung gab es ein 1:1-Remis zwischen dem FC Eldagsen und dem TSV Pattensen.
In der Vorbereitung gab es ein 1:1-Remis zwischen dem FC Eldagsen und dem TSV Pattensen. © Dennis Michelmann
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Emotionen, Kampf und jede Menge Spannung: Das bekommt man im Landesliga-Derby zwischen dem FC Eldagsen und dem TSV Pattensen traditionell geboten. Beide Teams haben sich viel vorgenommen - in der Vorbereitung endete das Duell noch 1:1.

Die Wundertüten, Überraschungseier und unbeschriebenen Blätter können im Schrank bleiben, es wird auch kein fußballerisches Neuland betreten: Wenn der FC Eldagsen am Samstag (16 Uhr) den TSV Pattensen empfängt, stehen sich zwei Mannschaften aus näherer Umgebung gegenüber, die bestens über die Gegenseite informiert sind.

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„Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt FCE-Trainer Holger Gehrmann vor dem Landesligaduell. „Ich habe das Gefühl, dass die Pattenser mit dem neuen Trainer noch einmal einen Sprung gemacht haben.“ Es sei ein anderer Zug drin, die individuell starken Spieler des Gegners würden in einer guten Struktur antreten.

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1:1-Remis in der Vorbereitung

Dreieinhalb Wochen ist es erst her, dass die Teams beim Baumgarten-Cup der Eldagser aufeinandertrafen, die Vorbereitungspartie ging 1:1 aus. „Damals sind wir mehr über den Kampf gekommen, nun wollen wir das spielerische Element reinbringen“, sagt Gehrmann. Bei dem Test fehlten ihm noch zahlreiche Spieler, auf die er beim Punktspiel wieder zurückgreifen kann, und die für einen Qualitätsschub in Reihen der Schwarz-Gelben sorgen. Rune Flohr und José Rubén Pérez sind wieder im Kader, Luca Köneke ist aus dem Urlaub zurückgekehrt.

Die Mannschaft aus Eldagsen wird ein anderes Gesicht haben als jene, die beim Baumgarten-Cup auflief. Doch generell könne man einen Vorbereitungskick mit einem Landesligapunktspiel nicht vergleichen. „Wir haben ein Heimspiel, und da wollen wir das Maximum erreichen“, sagt Gehrmann. Beim 0:0 zum Auftakt gegen den 1. FC Sarstedt sei es noch „ein bisschen kruckelig“ gelaufen, wie bei so vielen anderen Teams auch nach der langen Pause vom Wettkampfmodus. „Aber das wissen die Jungs auch. Wir müssen uns nicht kleinmachen“, appelliert der FCE-Coach an das Selbstvertrauen.

Franz rechnet mit mehr Spielanteilen seiner Mannschaft

Der von Gehrmann so gelobte neue Trainer der Pattenser, Sebastian Franz, weiß ebenfalls, was seine Mannschaft morgen erwartet. „Gegen Eldagsen sind das immer enge Spiele, viel Emotion ist dabei“, sagt er. Eine Kostprobe hätte er bei besagtem Duell beim Baumgarten-Cup erhalten. „Meine Jungs sind auf jeden Fall gewarnt.“

Seine Charakterisierung des Kontrahenten fällt wie folgt aus: gute defensive Grundordnung, taktisch sehr diszipliniert und mit einer sehr guten Aggressivität gegen den Ball. „Sie überlassen dem Gegner gerne das Feld“, sagt Franz, der daher nicht davon ausgeht, dass seine Elf den abwartenden Part spielen wird. Mit gemischten Gefühlen war er aus seiner Premiere mit der Erstvertretung gegangen, der Ausgleich im Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen gelang den Pattensern erst fünf Minuten vor dem Abpfiff durch Maximilian Schulz. „Nach dem Spielverlauf bin ich zufrieden mit dem Punkt, man hat den Jungs die Nervosität durchaus angesehen“, sagt er rückblickend.


Bilder vom Spiel beim Baumgarten-Cup zwischen dem FC Eldagsen und TSV Pattensen

Pattensens Trainer Sebastian Franz und Kapitän Nico Liedtke besprechen sich. Zur Galerie
Pattensens Trainer Sebastian Franz und Kapitän Nico Liedtke besprechen sich. ©

TSV-Kapitän Liedtke wackelt

Bei Kapitän Nico Liedtke, der gegen die Barsinghäuser bereits nach zehn Minuten mit Rückenproblemen ausgewechselt werden musste, besteht Hoffnung, dass er seine Mannschaft morgen wieder anführen kann. „Da müssen wir das Abschlusstraining abwarten“, sagt Franz. Am 1. Spieltag sei es nicht optimal gelaufen für die Blau-Weißen, erst recht nach der starken Vorbereitungsphase. Wenn seine Spieler aber an ihr Leistungsmaximum herankommen, dann ist dem neuen Coach des TSV auch beim kampfstarken Derbygegner nicht bange.