16. März 2021 / 20:54 Uhr

"... dass wir auch im April nicht spielen können": Das ist der Fahrplan für die Landesliga

"... dass wir auch im April nicht spielen können": Das ist der Fahrplan für die Landesliga

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Thorsten Schuschel stand am Dienstagabend einmal wieder den Landesliga-Vereinen Rede und Antwort.
Thorsten Schuschel stand am Dienstagabend einmal wieder den Landesliga-Vereinen Rede und Antwort.
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Was sollen sie auch groß sagen, außer dass die Möglichkeiten für die Fortsetzung des Spielbetriebs mit jedem Tag, der ohne Fußball ins Land geht, immer weniger werden? Die Verantwortlichen des Fußball-Bezirks haben es am Dienstagabend in einer Videokonferenz mit den Vereinen trotzdem versucht.

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45 Minuten lang dauerte die Videokonferenz des Fußball-Bezirks Hannover mit den 19 Vereinen aus der Landesliga der Männer. Viele Fragen und Unklarheiten sind beantwortet, Missstände ausgeräumt, Alternativen aufgezeigt worden. Aber die Frage aller Fragen, wann es denn nun weitergeht, konnten natürlich auch Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschusses, und Bezirksvorsitzender August-Wilhelm Winsmann nicht beantworten.

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Doch, und das ist das, was hängen geblieben ist, sie geben die Hoffnung nicht auf. "Wir verlieren nicht den Glauben", sagte Wolfgang Krause vom TSV Godshorn. "Wir wollen die Saison sportlich beenden", sagte Marko Orsolic vom TSV Stelingen. Während sich Dirk Bierkamp um ein Jahr in der Zeit zurückversetzt sah: "Und täglich grüßt das Murmeltier."

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"Den Fehler will ich nicht machen"

Anders als es die Verbände aus Hamburg oder Schleswig-Holstein gemacht haben, will sich der Niedersächsische Fußballverband (NFV) bis zuletzt alle Möglichkeiten offen halten. "Ich will nicht den Fehler machen", sagt Schuschel, "dass wir hinterher feststellen, wir hätten doch noch spielen können." Klar, das erscheint angesichts steigender Inzidenzen unrealistisch, aber noch ist die Tür eben nicht zu.

Klar ist aber auch, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs vor dem 24. April "kaum realistisch ist", sagte Schuschel. "Ich gehe davon aus, dass wir auch im April nicht werden spielen können." Weswegen die nächste Videokonferenz mit den Landesliga-Vereinen erst für den 20. April einberufen wird.

"Das ist das letzte Mittel"

Dann könnte unter Umständen über den Abbruch oder die Annullierung der Saison 2020/2021 gesprochen werden müssen. Aber auch erst dann. "Das ist das letzte Mittel, das brauchen wir nicht zu planen, das ergibt sich von ganz allein", sagte Schuschel. Und Wolfgang Ulrich vom TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ergänzte: "Wir wollen wieder zurück auf dem Platz, aber langsam wird es auch schwierig, das zu vermitteln." Denn mit jedem Tag im Lockdown werden die Möglichkeiten weniger.

Eine "sinnvolle und hilfreiche" Entscheidung ist für Schuschel zumindest die auf den Weg gebrachte Verlängerung der Saison bis zum Beginn der Sommerferien am 22. Juli. Was den Ligen von der Oberliga bis hinunter in die Kreisklasse in der Theorie knapp drei Monate geben würde, um zumindest Teile der angefangenen Saison zu beenden. Was in der Landesliga aller Voraussicht nach nur noch die Vorrunde sowie eventuelle Play-offs wären.