11. September 2021 / 20:23 Uhr

Landesliga: Henstedt-Ulzburg und Eichholz grüßen von der Spitze

Landesliga: Henstedt-Ulzburg und Eichholz grüßen von der Spitze

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Denis Klassen zeigte gegen Eichholz eine starke Partie und konnte die Pleite seiner Mannschaft dennoch nicht verhindern. 
Denis Klassen zeigte gegen Eichholz eine starke Partie und konnte die Pleite seiner Mannschaft dennoch nicht verhindern.  © 54°/Garve
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Kantersieg für den 'de-facto-Aufsteiger' aus Segeberg - Eichholz ringt Sereetz mit starkem Denis Klassen nieder - Kisdorf ärgert den nächsten Kandidaten mit Titelambitionen

SV Henstedt-Ulzburg - Breitenfelder SV 7:1. Der SV Henstedt-Ulzburg springt nach einem Torspektakel vor heimischer Kulisse für mindestens eine Nacht an die Spitze der Landesligatabelle. "Wir mussten uns selbst kurz die Augen reiben", befand Trainer Dominik Fseisi, um gleich zu ergänzen: "Natürlich drehen wir jetzt nicht durch. Das Ziel bleibt nach wie vor, am Ende der Saison über dem Strich zu stehen." Jan Zimmermann hatte die Hausherren nach einem Eckball in Führung gebracht (9.), bevor BSV-Torjäger Marvin Oden zunächst zum Ausgleich traf (22.). Ein durch Fabian Jacobs verwandelter Foulelfmeter (28.) sowie der vierte Saisontreffer von Ole Schneemann (36.) sorgten zur Pause für eine komfortable Lage der Hausherren. Ein weiterer der Foulelfmeter, diesmal von Schneemann verwertet (55.), sowie der ebenfalls zweite Treffer von Zimmermann (58.) besiegelten das Breitenfelder Schicksal nach nicht einmal einer Stunde. Nach einer Wechselarie kam der Gastgeber durch die frischen Kräfte Pasquale Longo (84.) und Finn Hübert (86.) zu den Treffern sechs und sieben. "Das war heute eine eins mit Sternchen" freute sich Fseisi, der am Auftritt seiner Mannschaft nichts zu kritisieren fand. "Wir haben nach der Niederlage gegen Eichholz vor zwei Wochen das Training in den letzten Tagen angezogen und ernten nun den Lohn dafür. Dass wir die beiden Sechspunktespiel von letzter und dieser Woche so gestalten konnten, stimmt uns natürlich super happy. Wir haben heute gesehen, was wir zu leisten im Stande sind, wenn wir in Bestbesetzung antreten."

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Eichholzer SV - Sereetzer SV 2:1. Der ESV teilt sich das Prädikat 'ungeschlagen' nur noch mit dem TSV Lägerdorf und dem Büchen-Siebeneichener SV. Gegen eine gestandene Landesligamannschaft aus Sereetz behielt die Elf von Sebastian Wenchel und Hanifi Demir die Punkte an der heimischen Guerickestraße und biss sich dabei zwischendurch am Sereetzer Schlussmann Denis Klassen fast die Zähne aus. "Was der hier heute gehalten ist, ist einfach überragend", bekannte ESV-Trainer Wenchel nach der Partie anerkennend. Die Hausherren hatten sich in der ersten Hälfte leichte Feldvorteile erspielt, diese jedoch nicht in Tore ummünzen können, was vor allem auf das Konto der Ex-Stranders Klassen ging. Auf Seiten der Gäste verzeichnen Alessandro Gottschalk und Can Moray die besten Möglichkeiten, die ebenfalls ungenutzt blieben. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hielt Klassen einen Fallrückzieher von Jannik Gerlach aus zwei Metern und vereitelte somit die bisher größte Chance des Spiels. Im Verlauf der zweiten Hälfte gelang Jonas Jacobsen nach einer Ecke dann doch der Führungstreffer (62.), zu Beginn der Schlussphase setzte Marcel Stellbrinck mit einem Abstauber das 2:0 nach (75.). Zuvor hatte Klassen einen Schuss des stark aufgelegten Neu-Eichholzers Burhan Tetik abgewehrt. Der Sereetzer Ray-Colin Ebeling nahm sich in der 82. Minute ein Herz und zog aus 30 Metern ab, Torben Schuckar im Tor der Eichholzer war bei diesem Geschoss machtlos, ein Tor, das die Gäste zurück in die Partie holte, die Eichholzer Hintermannschaft aber nicht mehr aus dem Konzept bringen konnte. "Wir sind hochzufrieden mit der heutigen Partie", befand Wenchel. "Wir haben nach dem 2:0 endlich auch hinten die nötige Stabilität gezeigt." "Aufgrund eines leichten Chancenplus' für Eichholz ist die Niederlage verdient und aber nur deswegen. Wenn man die Spielanteile betrachtet, ist es eigentlich bitter, dass wir heute keine Punkt holen. Beim 0:1 haben wir hinten gepennt, ansonsten kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, weil sie nach dem Anschluss nochmal alles versucht haben", resümierte Andreas Beyer im Namen des Sereetzer Trainer-Trios Beyer Buchholz, Klingbiel.

Hat seine Mannschaft auf den richtigen Kurs gebracht: ESV-Trainer Sebastian Wenchel. 
Hat seine Mannschaft auf den richtigen Kurs gebracht: ESV-Trainer Sebastian Wenchel.  © 54°/König

TSV Travemünde - SSC Phoenix Kisdorf 0:2. "Was wir in der ersten Hälfte gezeigt haben, war grausam schlecht", bekannte TSV-Trainer Axel Junker frei heraus. "Uns hat die nötige Einstellung gefehlt, der Rückstand zur Pause ist deswegen auch verdient und folgerichtig. Im zweiten Durchgang machen wir dann vieles besser und kommen durch Beckmann, Schillmann, Witt oder Böttcher auch zu Chancen, die leider liegenbleiben." Einen von SSC-Torwart Danny Schramm mit Übersicht gespielten Ball in die Tiefe nutzte derweil der Kisdorfer Sechser Marcel-Patrick Boldt zur frühen Führung für die Segeberger (6.). Auch das 2:0 für die Völker-Elf fiel nach einer erfolgreich vorgetragenen Kombination über mehrere Stationen, die Yannick Marvin Urbanski veredelte (28.). "Im zweiten Durchgang hat Travemünde dann sein wahres Gesicht gezeigt und wir mussten nach einer ersten Hälfte, die wir dominieren und in der wir mehr als zwei Tore machen können, stärker dagegenhalten", berichtete Kisdorf-Coach Boris Völker, der zum zweiten Sieg gegen ein Team mit Titelambitionen sagt: "Wir konzentrieren uns natürlich weiter auf uns und versuchen gegen Teams, die wir als direkte Konkurrenten sehen, zu punkten. Der Sieg heute ist aufgrund der ersten Hälfte verdient und freut uns natürlich sehr." Weniger erfreut war Völker über die Rote Karte, die sich Thore Kreuzaler einfing (72.). "Ein Aussetzer nach einer Nicklichkeit fernab vom Ball. Sicherlich ein verdienter Platzverweis, der vor allem im Hinblick auf die Spielsitutaion absolut zu vermeiden gewesen wäre.