25. März 2019 / 12:36 Uhr

Landesliga Holstein: Heikendorfer SV wird Favoritenrolle gerecht

Landesliga Holstein: Heikendorfer SV wird Favoritenrolle gerecht

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Mahsun Dogan (li.) entscheidet sich für den Rückpass, statt selbst den Torschuss zu wagen.
Mahsun Dogan (li.) entscheidet sich für den Rückpass, statt selbst den Torschuss zu wagen. © Uwe Paesler
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Heikendorfer SV besiegt TSV Wankendorf nach Rückstand. SpVg Eidertal Molfsee schrammt gegen SV Schackendorf an einer Blamage vorbei.

Durchaus ansprechende Leistungen zeigten der TSV Klausdorf und die TSG Concordia Schönkirchen am 22. Spieltag der Fußball-Landeliga Holstein, doch lediglich den Klausdorfern war es vergönnt, sich auch in Form von Punkten zu belohnen. Einen erfolgreichen Start erwischte der Heikendorfer SV in seinem ersten Pflichtspiel des Jahres und bezwang den TSV Wankendorf mit 3:1.

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Heikendorfer SV – TSV Wankendorf 3:1

Die Gastgeber wurden von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht, doch das Leder wollte lange nicht ins gegnerische Gehäuse. Im ersten Spielabschnitt wurde die Chance von Mahsun Dogan (19.) gerade noch so von einem Wankendorfer von der Linie gekratzt. Auch Yannick Meenkens Kopfball (20.) und Oliver Schmelings Schuss (32.) fanden nicht den Weg ins Tor. Nach Wiederanpfiff ging das Tabellenschlusslicht überraschend in Führung. Doch der HSV zeigte eine prompte Reaktion und drehte das Spiel durch einen Doppelpack von Meenken. Für ein absolutes Highlight sorgte Timo Martens, der in der 84. Minute mit einem sensationellen Seitfallzieher aus 20 Metern den 3:1-Endstand markierte. „Wankendorf hat sich hier tapfer präsentiert, doch spätestens mit dem 2:1 war die Partie entscheiden. Schön zu sehen war, dass meine Manschaft auch nach dem Rückstand nicht kopflos agiert hat und konzentriert blieb“, meinte HSV-Coach David Lehwald.

(Jan Claas Harder)

Klickt euch durch die Fotos zum Spiel zwischen dem Heikendorfer SV und dem TSV Wankendorf:

Mahsun Dogan (li.) entscheidet sich für den Rückpass, statt selbst den Torschuss zu wagen. Zur Galerie
Mahsun Dogan (li.) entscheidet sich für den Rückpass, statt selbst den Torschuss zu wagen. ©

SpVg Eidertal Molfsee – SV Schackendorf 2:2

Viel hätte nicht gefehlt und die Eidertaler hätten sich gegen ein Kellerkind der Tabelle wieder eine Blamage eingefangen. Zwar führte die Heimelf früh 1:0 (4.) durch Moshoo Adesanya, dann aber wurden die Gäste für ihren Kampfgeist belohnt und gingen durch einen Doppelschlag von Kevin Bünting (11., 24.) mit 2:1 nach vorne. Danach hatten die Gastgeber wiederholt das Glück auf ihrer Seite. Adesanya erzielte noch vor der Pause das 2:2 (32.). Aufatmen bei den Eidertalern, als nach einem Foul von Michael Schmitt der Schackendorfer Sören Blunk mit dem fälligen Elfmeter am Innenpfosten scheiterte (69.). Die nächste Schrecksekunde gab es, als Maik Groß nach einem Alleingang an Eidertals Keeper Tobias Dittmann scheierte. Zu guter Letzt konnten die Platzherren froh sein, dass sie nach Gelb-Rot gegen Luca Aouci (81./wiederholtes Foulspiel) in Unterzahl den Punktgewinn bis zum Schlusspfiff retteten.

(Reinhard Gusner)

TSG Concordia Schönkirchen – 1. FC Phönix Lübeck 0:2

Concordia ließ sich durch den frühen Rückstand durch Marco Pajonk, der aus fünf Meter einköpfte (7.), nicht aus der Fassung bringen. „Wir haben das Spiel danach dank einer guten Organisation offen gestaltet“, lobte TSG-Trainer Stefan Köpke, dessen Team auch spielerisch zu überzeugen wusste. Trotz guter Chancen (23., 34., 44) wollten Tore allerdings nicht gelingen. „Solche Tore darf man dann auch gerne Mal machen. Es zeigt sich aber, dass unsere taktische Arbeit Früchte trägt“, meinte Köpke, dessen Team aber auch Glück hatte, als Torwart Lukas Losch einen Schuss aus fünf Meter parierte (68.). Gegen den Treffer von Michael Saar zum 2:0 für den Gast (73.) war Losch allerdings machtlos. „Es war mehr drin“, so Köpke, der noch zwei weiteren Torchancen (65., 66.) nachtrauerte.


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In einem intensiven Spiel mit vielen verbissenen Zweikämpfen übernahm Klausdorf nach dem Wechsel das Kommando. „Es war eine sehr reife Leistung. Das hat mir gefallen. Wir machen sichtbar Fortschritte und verbinden unsere gute Physis nun mit guten Fußball“, war Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz hoch zufrieden. Zunächst musste jedoch Torwart Tobias Paulat retten (47.). Danach schossen sich die Klausdorfer ein. Marc Zeller (48., 54.) und Mirco Znaniewicz (59.) vergaben noch, ehe Zeller aus 16 Metern (64.) und Marvin Schäfer, der sich einen zu kurzen Rückpass erlief (69.), Klausdorf auf die Siegerstraße brachten. Auch der Anschlusstreffer per zweifelhaften Strafstoß (85./FE), gab dem Spiel keine Wendung mehr. Yannik Imm stellte den alten Abstand wieder her (90.+2).