18. September 2020 / 20:05 Uhr

Landesliga Holstein: Nur in Hartenholm und Eichholz wird sicher gespielt

Landesliga Holstein: Nur in Hartenholm und Eichholz wird sicher gespielt

Bend Strebel
Lübecker Nachrichten
Der Eichholzer SV kommt als Aufsteiger mit Überraschungspotenzial in der neue Liga.
Der Eichholzer SV kommt als Aufsteiger mit Überraschungspotenzial in der neue Liga. © Walid Ghazzo
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Fragmentarischer Saisonstart in der Landesliga Holstein. Nach Monaten ohne Punktspielbetrieb finden die ersten Partien der neuen Spielzeit am Sonntag statt - ein Spiel steht noch auf der Kippe

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TuS Hartenholm - TSV Lägerdorf, So. 13 Uhr

Zwölf Neuzugänge konnte der TuS im Sommer an den Timm-Schott-Weg locken. Nach diesem Umbruch steht nun die erste Bewährungsprobe für die Mannschaft von Essmet Omid an. "Wir müssen als Team immernoch ein Stück weit zusammenwachsen", bekennt der Trainer, um seinem Kader danach ein ordentliches Potenzial zu bescheiningen: "Die Jungs haben Bock. Den einzigen Vorwurf, den ich ihnen nach der Vorbereitung vielleicht machen könnte, ist, dass sie ein Spiel auch mal souverän über die Zeit bringen müssen, ansonsten läuft Vieles bereits sehr gut. Was mich positiv stimmt ist, dass wir uns gegen starke Gegner eigentlich immer gut behauptet haben. Lägerdorf schätze ich als starken Gegner ein, mit dem wir bislang kaum Berührungspunkte hatten. Meine Jungs müssen den Kampf annehmen." Personell können die Hartenholmer am Sonntag aus dem Vollen schöpfen. Tatsächlich muss Omid noch fünf bis sechs Spieler die Nominierung für den Kader versagen.

Eichholzer SV - TSV Travemünde, So. 14 Uhr

"Es wird heiß hergehen", ist sich TSV-Trainer Axel Junker sicher. Den Gegner aus Eichholz bewertet er als "keinen normalen und auf jeden Fall ambitionierten" Aufsteiger. "Wir spielen jährlich im Skanbo-Cup gegen Eichholz, außerdem kennen sich die Jungs zum Teil gegenseitig. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht", sagte Junker, der die Vorbereitung seiner Mannschaft lobt, wobei die Ergebnisse in den Testspielen nicht immer gestimmt hätten. "Ich bin gespannt auf die neue Saison. Bei den wenigen Spielen müssen wir sofort da sein." Phillip Kamke (Urlaub), Patrick Piesker (Arbeit), Alexander Witt, Jannick Stürholdt (beide verletzt) sowie Neuzugang Cihan Kilic und Daniel Heimann (Trainingsrückstand) werden beim Saisonauftakt auf Seiten der Gäste fehlen.

Büchen-Siebeneichener SV - Sereetzer SV, So. 14.30 Uhr

Obwohl die Büchener noch am Mittwochabend bei GW Siebenbäumen spielten und damit ebenfalls zu den coronagefährdeten Teams im Lauenburger Fußball gehören, soll das Spield stattfinden. Nicht dabei ist Trainer Gerd Dreller, der sich nach Kontakt zu einer möglicherweise infinzierten Person in Quarantäne befindet. Zum Sportlichen, das Stand Freitagabend noch Bestand hat: "Das Stimmungsbild bei uns ist gut", lässt Michael Heinig, sportlicher Leiter der Lauenburger wissen. Die Partie gegen GWS unter der Woche bewertet er in vielerlei Hinsicht als unglücklich, nun geht der Blick nach vorne. "Die Jungs hatten nach dem Pokalspiel frei, wir treffen uns erst am Freitag wieder zum Abschlusstraining." Zu den langzeitverletzten gesellen sich Mick Saupe, Leon Stingl und Timo Havemann, die allesamt Verletzungen aus der intensiv geführten Partie gegen Siebenbäumen davongetragen haben. "Wir könnten eine komplette Mannschaft aus Verletzten stellen", kommentiert Dreller die personelle Lage des BSSV.

Beim Aufsteiger aus Sereetz sieht man die Favoritenrolle klar bei den Gastgebern. "Wir haben gegen den Vorjahresdritten natürlich gleich ein richtiges Brett zu bohren, doch in der Elfergruppe gibt es sowieso keine leichten Gegner" sagt Trainer Andreas Beyer im Namen des Trainer-Trios Beyer, Buchholz, Klingbiel. "Wir freuen uns riesig, dass die Saison endlich losgeht, obwohl wir uns die personelle Situation zum Saisonstart natürlich anders gewünscht hätten." Denn mit Marvin Lindau (Kapselriss), Rosario Confalone (Bänderriss) und Omeed Sindi (privat verhindert) muss der SSV gleich auf drei Leistungsträger verzichten. Zudem fehlen Ersatztorwart Riemer, Can Moray und der langzeitverletzte Homan Said. "Wir werden uns in der Offensive eine Lösung überlegen müssen", erklärt Beyer, der aber auch weiß", dass sich jeder Spieler aus dem Kader in der Landesliga behaupten möchte."