05. August 2019 / 11:30 Uhr

Landesliga Holstein: Tarik Alioua steuert drei Tore zum Auftakterfolg des VfR Neumünster bei

Landesliga Holstein: Tarik Alioua steuert drei Tore zum Auftakterfolg des VfR Neumünster bei

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Rustikaler Einsatz: Eichedes Leon Thane (rechts) rutscht von hinten in die Beine des Neumünsteraners Sabri Nasri .
Rustikaler Einsatz: Eichedes Leon Thane (rechts) rutscht von hinten in die Beine des Neumünsteraners Sabri Nasri . © Wottge
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Am ersten Spieltag der Fußball-Landesliga Holstein durften sich etliche Teams präsentieren, die in der Vorsaison noch in anderen Spielklassen aktiv waren. Oberliga-Absteiger VfR Neumünster fand sich sofort zurecht, besiegte Eichede II mit 4:0. Weniger erfolgreich verliefen hingegen die Auftritte der Aufsteiger. Der SVE Comet verlor sein Heimspiel gegen Hartenholm 0:4, während Tungendorf in Pansdorf mit 1:5 unterlag. Ebenso eine deutliche 0:4-Niederlage einstecken musste der TSV Klausdorf bei Grün-Weiß Siebenbäumen.

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VfR Neumünster – SV Eichede II 4:0

VfR-Angreifer Tarik Alioua war mit seinem Dreierpack der gefeierte Mann beim 4:0-Heimsieg gegen die Oberligareserve des SVE. In der 39. Minute tauchte der 25-jährige Deutsch-Algerier das erste Mal vor dem SVE-Gehäuse auf und vollstreckte eiskalt. Die Stormarner kamen ebenfalls zu zwei guten Chancen im Lila-Weißen Strafraum, jedoch verzog Torge Maltzahn (21., 25.) knapp. Mit seinen Treffern zwei (69.) und drei (88.) ebnete Alioua den Weg für die Rasensportler. Issam Khemiri setzte in der Nachspielzeit (90.+3.) mit dem 4:0 den Deckel drauf. „Das Ergebnis entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Wir hatten schon etwas Glück, dass die Eicheder ihre Chancen leichtfertig vergeben haben. Wir hatten hingegen das nötige Glück und mit Tarik einen eiskalten Vollstrecker. Das hat den Unterschied gemacht. Wir haben noch etwas Arbeit vor uns“, sagte VfR-Coach Jörg Zenker.

(Andrè Haase)

SVE Comet Kiel – TuS Hartenholm 0:4

Das Endergebnis könnte vermuten lassen, dass der erste Auftritt des SVE Comet in der Fußball-Landesliga Holstein einem Desaster gleichkam und man chancenlos unterlegen war. Doch davon kann trotz des letztlich deutlichen Resultates keineswegs die Rede sein. Spielentscheidend war vielmehr der Hartenholmer Doppelschlag zwischen der 52. und der 57. Spielminute, der aus dem 0:1 plötzlich einen 0:3-Rückstand machte. „Bei uns gingen dann die Köpfe nach unten, und Hartenholm hat das dann ganz locker runter gespielt“, erkannte SVE-Coach Mark Hungerecker. Zuvor war seine Mannschaft jedoch gut in der Partie, denn sowohl beim Stand von 0:0, als auch nach dem 0:1 durch Maximilian Kokot (22.) hatte seine Elf eine Reihe von Torgelegenheiten, die einen Treffer zur Folge hätte haben können. Doch sowohl Janneck Rassmanns als auch Niklas Schmidt, Felix Wagner, Tjark Gutzeit und Kevin Pank konnten ihre Chancen nicht verwerten. „Wir hatten aber nicht nur Pech, sondern auch eindeutig zu viele Ballverluste“, so Hungerecker.

Klickt euch durch die Fotos zur Landesliga-Begegnung zwischen Aufsteiger SVE Comet Kiel und dem TuS Hartenholm:

Nur selten entwickelte Comet so viel Dampf, wie hier Robin Ziesecke (Mitte) gegen die Hartenholmer Marc Oldenburg (li.) und Rene Westphal (re.). Zur Galerie
Nur selten entwickelte Comet so viel Dampf, wie hier Robin Ziesecke (Mitte) gegen die Hartenholmer Marc Oldenburg (li.) und Rene Westphal (re.). ©

TSV Pansdorf – SV Tungendorf 5:1

Einen miserablen Einstand in der Landesliga mit der 1:5-Packung in Pansdorf feierte der personell arg dezimierte Aufsteiger aus Tungendorf. Das Gegentor durch Joel Denker (7.) durchkreuzte die Pläne von SVT-Co-Trainer Thilo Becker, der einen frühen Rückstand vermeiden wollte. „Danach waren wir eigentlich gut im Spiel, fangen dann aber wieder durch einen Konter das 0:2“, konstatierte Becker. Felix Piaskowski gelang in der 21. Spielminute der Anschlusstreffer. „In der zweiten Halbzeit wurden unsere individuellen Fehler gnadenlos bestraft, so dass wir noch dreimal den Ball aus dem Tor holen mussten. Trotzdem muss ich sagen, dass die Jungs es grundsolide gemacht haben, denn schließlich haben 13 Spieler gefehlt“, relativierte Becker. Marwin Milijic (49.), Kai Hahn (77.) und Felix Krüger (78.) machten den Sieg der Gastgeber vor 220 Zuschauern perfekt.

(Andrè Haase)

SV GW Siebenbäumen – TSV Klausdorf 4:0

Im ersten Spielabschnitt besaßen die Gastgeber zwar leichte Feldvorteile, doch nach 45 Minuten ging es für beide Teams zunächst ohne Torerfolge in die Kabine. Den besseren Start in Hälfte zwei erwischten dann die Klausdorfer, die das Spielgerät jedoch nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten. Erst verfehlte Marc Kirchner mit einem Kopfball nur knapp (48.), dann vergab Nils Drauschke nach Vorarbeit von Joris Kaukel (51.). Dies rächte sich prompt, denn nur vier Minuten später nagelte Siebenbäumens Maurice Fiedler einen Freistoß flach unten ins lange Eck. Kurze Zeit später legte Nikita Bojarinov nach einer Ecke das 2:0 per Kopf nach. Nun spielten sich die Hausherren in einen Rausch. „Hätten wir unsere Chancen genutzt oder wären wir in Führung gegangen, dann wäre das Spiel völlig anders gelaufen“, meinte Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz.

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Breitenfelder SV – Heikendorfer SV 2:2

Zwei Standardsituationen waren es letztlich, die dem HSV den Dreier zunichte machten. Dabei waren die Schützlinge von Coach David Lehwald auf einem guten Weg, die drei Punkte einzusacken, schließlich führte seine Elf nach der ersten Hälfte bereits mit 2:0 nach den Treffern von Sören Richard Schnoor (12.) und Yannick Meenken (36.). Doch in Hälfte zwei bugsierte Leon Prüßmann einen Freistoß ins eigene Gehäuse. Ähnlich unglücklich war auch der zweite Gegentreffer in der Nachspielzeit, der nach einer vermeidbaren Ecke fiel. „Wir haben uns zweimal richtig dumm angestellt. Insgesamt muss man aber sagen, dass das Remis schon in Ordnung geht, auch wenn der Spielverlauf aus unser Sicht natürlich sehr unglücklich ist. Das Spiel war ziemlich offen, wir waren im Gegensatz zu Breitenfelde einfach nur effektiver“, räumte Lehwald ein.

Hier abstimmen: Was sind eure Tipps für die Landesliga Holstein in der Saison 2019/20?

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