15. Oktober 2020 / 17:15 Uhr

Landesliga Nord: Enge Staffel, ausgeglichene Gegner

Landesliga Nord: Enge Staffel, ausgeglichene Gegner

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
In der Landesliga wird sich nichts geschenkt. Hier duellieren sich Grimmens Benjamin Peter und Bergens André Dahlke (rot).
In der Landesliga wird sich nichts geschenkt. Hier duellieren sich Grimmens Benjamin Peter und Bergens André Dahlke (rot). © Fiete Ehrhardt
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Die meisten Teams der Landesliga Nord haben ein Viertel der Spielzeit absolviert. Viele Beteiligten haben den FSV Bentwisch an der Spitze enteilend erwartet. Der Rest der Liga ist eng beisammen, und wird es wohl noch lange bleiben.

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Der VfL Bergen hat am Wochenende sicher das schwerste Programm aller Landesligisten der Region vor der Brust. Die Elf von Trainer Martin Handschug ist beim unangefochtenen Ligaprimus der Nordstaffel, FSV Bentwisch, gefordert. „Wir haben nichts zu verlieren, fahren dorthin, um sie zu ärgern“, meint Handschug.

Für Robert Lembke, Übungsleiter der SG Empor Richtenberg, ist es nicht verwunderlich, dass die Rand-Rostocker nach einem Viertel der Spielzeit bereits ein Fünf-Punkte-Polster auf Verfolger Grimmener SV (spielfrei) haben. „Damit haben die meisten gerechnet, das Bentwisch weit vorn sein wird. Aber allen anderen können sich gegenseitig schlagen.“

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Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. Zur Galerie
Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. ©

So hofft Lembke darauf, mit seiner Elf beim TSV Bützow zu bestehen. „Ziel ist, bloß nicht verlieren, um nicht unten reinzurutschen“, betont Lembke.

Nach oben aufschließen wollen TSV 1860 Stralsund und Blau-Weiß Baabe. Die Stralsunder empfangen den Tabellendritten TSV Graal-Müritz und könnten mit einem Sieg punktemäßig gleichziehen. Die Elf von Robin Baarhs hat nach verpatztem Saisonstart in die Spur gefunden und zuletzt dank couragiertem Landespokal-Auftritt Mut für kommende Aufgaben getankt.

Die Rüganer müssen Freitagabend beim Doberaner FC bestehen, um die ersten Ligazähler beim Viertletzten einzuheimsen.

„Die Liga wird eng beisammen bleiben“, ist sich Lembke sicher. Mit Blick auf die Tabelle, in der der Dritte nur fünf Punkte vom möglichen Abstiegsplatz entfernt ist, pustet Bergens Handschug kräftig durch: „Wir können froh sein, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt sechs Punkte geholt haben. Das wird insgesamt eine haarige Geschichte.“ Auf jeden Fall ist Nordstaffel eine spannende Angelegenheit, auch an diesem Spieltagswochenende wieder.