08. Oktober 2018 / 10:41 Uhr

Landesliga Schleswig: "Sehr glücklicher Sieg" für TuS Jevestedt – Husumer SV souverän

Landesliga Schleswig: "Sehr glücklicher Sieg" für TuS Jevestedt – Husumer SV souverän

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Eckernförder Jan-Ole Jürgensen (re.) drängt den Flensburger Jonathan Siebenschuh erfolgreich ab.
Der Eckernförder Jan-Ole Jürgensen (re.) drängt den Flensburger Jonathan Siebenschuh erfolgreich ab. © Reinhard Gusner
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Ligaspieltagszusammenfassung: Der ersatzgeschwächte TuS Jevenstedt setzte sich bei Mitaufsteiger MTSV Hohenwestedt glücklich mit 3:2 durch, während Spitzenreiter Husumer SV den Osterrönfelder TSV mit 7:1 auf die Heimreise schickte.

Eckernförder SV – IF Stjernen Flensborg 2:0

„Wir haben da weitergemacht, wo wir am letzten Mittwoch gegen den FC Reher/Puls aufgehört haben“, war ESV-Coach Maik Haberlag zufrieden. Er meinte mit dem Vergleich aber auch eine Schwachstelle: „Wir haben viele Torchancen kreiert, leider aber auch viele vergeben.“ Schon in der Anfangsphase wurde eine Dreifach-Chance vergeben gegen den reaktionsschnellen IF-Keeper Rico Nommensen. Pech für die Heimelf, dass sie früh (8.) den verletzten Leon Engelbrecht auswechseln musste, was dem Spiel allerdings keinen Abbruch tat, da sich Franz-Philip Tuchen nahtlos einfügte. Glück für die Gastgeber, dass nach ihrem 1:0 durch Nicolas Lietz (23.) der Flensburger Jonathan Siebenschuh nur den Pfosten traf (27.). Viele Nickeligkeiten und Unterbrechungen bremsten den Spielverlauf. Auch nach dem 2:0 von Leon Knittel (59.) versiebte der ESV gute Chancen.

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Die Fotos zur Partie zwischen dem Eckernförder SV und IF Stjernen Flensborg:

Eine Bauchlandung für die Eckernförder gab es nur bei Leon Apitz (re.), der vom Flensburger Gian Luca Bracht (li.) unsanft zu Fall gebracht worden war. Zur Galerie
Eine Bauchlandung für die Eckernförder gab es nur bei Leon Apitz (re.), der vom Flensburger Gian Luca Bracht (li.) unsanft zu Fall gebracht worden war. ©

TSV Friedrichsberg-Busdorf – Gettorfer SC 3:2

Die unerwartete Pleite brachte GSC-Coach Christian Schössler auf einen kurzen Nenner: „Was von uns zuletzt gut gemacht wurde, ging diesmal daneben. Unsere Fehler wurden brutal bestraft.“ Einen ersten Patzer nutzten die Gastgeber durch Rasmus Pagel zum 1:0 (24.), während die Gettorfer durch Daniel Hansen, Torben Dahsel und Yannick Wolf bis zur Pause klare Torchancen nicht versenken konnten. Kevin Link ließ mit dem Ausgleich (67./FE) die Gettorfer auf die Wende hoffen, doch nur wenig später brachte ein weiterer Fehler das 2:1 (Tim Schubert/72.) für die Platzherren. Zwar egalisierte Manuel Lorenzen wieder (78.), doch es reichte nicht zum Punktgewinn. „Mit dem 2:2 wäre ich schon zufrieden gewesen, auch wenn wir wegen unserer zahlreichen Chancen hätten gewinnen müssen“, wurde Schössler erneut geschockt, als Patrick Nielsen den Gettorfern das 3:2 (84.) eingeschenkt hatte.

Büdelsdorfer TSV – TSV Rantrum 0:2

„Wir haben heute absolut verdient verloren“, erklärte BTSV-Trainer Henning Hardt. Dabei hätte seine Elf direkt nach Anpfiff in Führung gehen können. „Wenn wir den machen, läuft das Spiel anders“, ärgerte sich Hardt. Stattdessen stellte Danny Jenßen für Rantrum nach einem langen Ball und BTSV- Abwehrpatzer auf 1:0. Den Gastgebern fiel außer langen Bällen kein Mittel ein, um die tief und kompakt stehenden Rantrumer zu überwinden. So markierte der eingewechselte Sebastian Meier per Konter den 2:0-Endstand für TSVR. „Die Bereitschaft hat gefehlt, am Ende haben wir uns schlecht präsentiert und müssen sicherlich darüber sprechen, wie wir als Team auftreten, bevor es am Freitag nach Gettorf geht“, so Hardt.

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Hususmer SV – Osterrönfelder TSV 7:1

Bei einem Halbzeitstand von 1:4 ging es dem OTSV bereits zu Beginn der zweiten Hälfte nur noch um Schadensbegrenzung. „So ein Ergebnis kommt nur zustande, wenn eine gute Truppe auch einen richtig guten Tag erwischt und wir eben nicht“, versuchte OTSV-Co-Trainer Tim Fuhrmann die Niederlage zu erklären und gibt zu: „Die Husumer SV steht absolut zurecht an der Tabellenspitze.“ Pech für OTSV: Visvaldis Ignatans, der in zum 1:1 (15.) für die Gäste traf, musste mit einer Zerrung ausgewechselt werden (25.). „Natürlich spielt das eine Rolle“, so Fuhrmann. „Aber weder die Husumer noch wir sollten dieses Ergebnis überbewerten“.

MTSV Hohenwestedt – TuS Jevenstedt 2:3

Massiv ersatzgeschwächt – fünf Spieler fehlten TuS-Trainer Michael Rohwedder – gingen die Jevenstedter in das Aufsteigerduell. „Die bisher schlechteste Saisonleistung von uns“, war der TuS-Coach gnadenlos ehrlich. Torjäger Lucas Seefeldt (25.) und Mirko Mrosek (40.) sorgten für die TuS-Halbzeit-Führung. Nach einem Foul an Lucas Seefeldt sah der MTSV-er Clas Sievers Rot. „Zu hart“, befand selbst Rohwedder. Marten Schlüter verwandelte zum 3:1 (50.). Doch die Gäste gaben sich nicht auf und trafen in Person von Hassan Fatah zum 2:3 (64.).Danach stimmte die Zuordnung beim TuS nicht mehr, das Team vergab Konter und verlor Zweikämpfe. „Ein sehr glücklicher Sieg, Hohenwestedt hätte einen Punkt verdient gehabt“, bilanzierte Rohwedder.


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BSC Brunsbüttel – TSV Altenholz 3:1

Die fünfte Niederlage des TSVA in Folge schmerzte, sie war mehr als unnötig. Nach fünf Minute touchierte ein Freistoß von Lars Bellmann die Latte. Jonas Schäfer schloss überhastet ab (35.). Als Thies Witthöft in der eigenen Box zu unbedarft zu Werke ging, gab es Elfmeter für den BSC. Gillians Jebens verwandelte sicher (43.). Doch ersatzgeschwächte Altenholzer kamen zurück. Lasse Jensen glich per Freistoß (77.) aus. „Das Momentum war auf unserer Seite, wir haben es nicht genutzt“, haderte TSVA-Coach Kristian Hamm. Altenholz-Keeper Jan Detlefsen bot dem BSC Steigbügelhalterdienste. Erst vertändelte er gegen Drzimkowski, der zum 2:1 (79.), dann leistete er sich eine Unsportlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter – Rot (79.). Drzimkowskis 3:1 (88.) war das Sahnehäubchen auf die Altenholzer Talfahrt.