17. Oktober 2020 / 19:35 Uhr

Landesliga: TSV Travemünde siegt nach Last-Minute-Elfer in Sereetz

Landesliga: TSV Travemünde siegt nach Last-Minute-Elfer in Sereetz

Bend Strebel
Lübecker Nachrichten
Florian Kornberger wurde in Sereetz zum Matchwinner.
Florian Kornberger wurde in Sereetz zum Matchwinner. © 54° / Garve
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Der SSC Phoenix Kisdorf kommt in Eichholz nach einem Platzverweis nicht mehr zurück

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Sereetzer SV - TSV Travemünde 3:4. Nach einem Eckball von Mustafa Salih traf Bastian Henning in der zehnten Minute zum 0:1. Felix Hinkelmann stellte das Remis nur wenige Minuten später wieder her, bevor Florian Kornberger (36., FE) und Eik Schewe mit einem Flugkopfball (44.) die Pausenführung der zu diesem Zeitpunkt überlegenen Gäste herbeiführten. Noch unmittelbar vor der TSV-Führung hatte Hinkelmann ein nicht unumstrittenes Abseitstor erzielt, welches die Junker-Elf im Gegenzug mit dem 1:2 beantwortete.

Der Sereetzer SV kam anschließend besser aus der Kabine und schaffte es schließlich, nach vergebenen Chancen von Hinkelmann und Burkhardt die Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Nach einer guten Stunde schnürte Hinkelmann nach Vorlage von Riemer mit seinem Anschlusstreffer einen Doppelpack (60.), Can Moray glich in der 77. Minute aus.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich dann in der 86. Minute, als Schiedsrichter Claudius Böhnke nach einem Sereetzer Handspiel von Hinkelmann im Sechzehner abermals zugunsten der Monte-Kicker auf den Punkt zeigte. Wieder behielt Kornberger die Nerven, schoss seine Farben gleichzeitig zum Auswärtssieg (89.). "Zur Pause führen wir denk ich verdient, doch im zweiten Durchgang hatte Sereetz dann deutlich mehr vom Spiel und gleicht folgerichtig aus. Der Elfmeter am Ende ist korrekt", sagte TSV-Trainer Axel Junker.

Andreas Beyer, sprach im Namen des Sereetzer Trainer-Trios Beyer, Buchholz, Klingbiel angesichts des späten Gegentreffers von einem "bitteren Nachmittag" für seine Mannschaft. "Es gab hier heute zwar sehr unterschiedliche Halbzeiten. Die erste geht klar an Travemünde und deren Führung zur Pause geht sicherlich in Ordnung. Im zweiten Durchgang waren wir dann die deutlich bessere Mannschaft. Ein Unentschieden wäre heute gerecht gewesen, da sind sich hier alle einig, aber wir sind alle seit Jahrzehnten im Fußball dabei und wissen, dass es nicht immer gerecht zugeht."

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Eichholzer SV - SSC Phoenix Kisdorf 6:3. Aufsteiger Eichholzer SV holt gegen den Phoenix den ersten Saisonsieg. "Wir haben die erste Hälfte komplett verpennt", befand ein enttäuschter SSC-Trainer Boris Völker, dessen Elf ab der 40. Minute auf Marcel-Patrick Boldt verzichten musste. Boldt hatte nach einem harten Zweikampf zunächst die Gelbe Karte gesehen und seinen Unmut darüber in für Schiedsrichter Alexander Hahn nicht angemessener Weise geäußert. "Ich weiß nicht, was den Schiedsrichter da genau so aufgeregt hat", ärgerte sich Völker.

Dennoch setzte es prompt die zweite Gelbe Karte und somit den Platzverweis für Boldt (40.). Kisdorf lag zu diesem Zeitpunkt nach ESV-Treffern von Jannik Gerlach (17.), Maurice Bröker (30.) und Muhammed Özkaya (39.) und dem eigenen zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kayahan Demirtag (25. FE) mit 1:3 hinten und fing sich in Unterzahl nach dem Wiederanpfiff das 1:4 durch den gut aufgelegten Gerlach (59.) Im Folgenden kamen die Gäste zwar durch Kapitän Jürgensen (63.) und Jeremy Schalk (85.) noch einmal ran, doch ließen sich die Eichholzer die Führung in ihrer coronabedingt abermals ausverkaufen 'Festung' an Guerickestraße nicht mehr nehmen und setzten in Person von Sebastian Sutor schließlich den Schlusspunkt unter die Partie (90.+5)..