24. Oktober 2020 / 17:48 Uhr

Landesliga: TSV Travemünde wahrt weiße Weste

Landesliga: TSV Travemünde wahrt weiße Weste

Bend Strebel
Lübecker Nachrichten
Der TSV Travemünde feiert den dritten Sieg im dritten Spiel. 
Der TSV Travemünde feiert den dritten Sieg im dritten Spiel.  © 54°/Garve
Anzeige

Der Büchen-Siebeneichener SV zeigt in Kisdorf bei einer der längsten Auswärtsfahrten der Saison eine starke Leistung - Henstedt-Ulzburg und Eichholz trennen sich torlos. 

Anzeige

TSV Travemünde - TuS Hartenholm 3:2. In einem hart umkämpften Spiel behielt der TSV die drei Punkte letztlich am heimischen Rugwisch und holt damit den dritten Sieg im dritten Spiel. Dass TuS-Abteilungsleiter Martin Ghafury die Niederlage der Gäste später als "unglücklich" bezeichnete, ist der Tatsache geschuldet, dass Hartenholm die Chance, mindestens einen Punkt aus Travemünde mitzunehmen, zeitweise durchaus auf dem Fuß hatte. Maximilian Kokot hatte den TuS trotz anfänglicher Überlegenheit des TSV nach einem Torwartfehler von Julian Grotzky in Führung gebracht (16.), welche durch ein Eigentor von Routinier Jan-André Sievers egalisiert wurde (35.). "Wenn er den nicht macht, macht ihn halt der Travemünder direkt hinter ihm", nahm Ghafury Sievers in Schutz.

Anzeige

Nach der Pause entwickelte sich das von TSV-Trainer Axel Junker im Nachhinein analysierte "Hin-und-Her" mit dem besseren Ende für die Hausherren, die in der 53. Minute durch Eik Schewe erstmals in Führung gingen. Kokot glich keine zehn Minuten darauf aus (61.) und hatte in der dann in der 76. Minute nach einem Foul von Grotzky per Foulelfmeter die große Chance auf die abermalige Führung. Doch der Schlussmann bügelte seinen Fehler vom 1:0 aus, indem er gegen Kokot parierte (76.). Nachdem Bastian Henning für Monte zunächst den Pfosten traf, markierte mit Bastian Zeh der andere Goalgetter in Reihen der Junker-Elf schließlich das spielentscheidende 3:2 (82.).

"Das war heute ein spannendes Spiel. In meinen Augen waren wir in der ersten Hälfte besser und haben dann zwischendurch aber etwas den Faden verloren, aber zum Glück auch wiedergefunden", befand Axel Junker. "Wir haben gegen ein erfahrene Truppe wirklich gut dagegengehalten", sagte Ghafury. "Bei Großchancen stellen wir uns leider nicht clever an. Der Saisonstart ist für uns schwierig, doch wir haben eine junge Truppe und sind nach wie vor im Aufbau begriffen, an dem wir weiter arbeiten."

SSC Phoenix Kisdorf - Büchen-Siebeneichener SV 2:5. Dass BSSV-Trainer Gerd Dreller nach dem ungefährdeten 5:2-Erfolg seiner Elf als allererstes befand, dass ihn die zwei Gegentore ärgerten, zeigt wohl die Ambitionen an, die der aktuelle Ligazweite derzeit mitbringt. Mick Lendel Saupes Distanzschuss in den Giebel aus über zwanzig Metern hatte die weit angereiste Gäste auf Siegerstraße gebracht (9.), Timo Havemann (39.) und Philipp Haupt (45.) legten noch vor der Pause nach. Nach dem Wiederanpfiff kam Kisdorf besser aus der Kabine, verkürzte schnell durch Leon Schult (47.) und fing sich postwendend das 1:4 durch 'Doppelpacker' Saupe nach einer Einwurfflanke (48.). In der 53. Minute verschoss Demirtag einen Kisdorder Elfmeter, auf der anderen Seite war Jasper Keuneke effizienter, legte das fünfte Büchner Tor nach, bevor Maximilian Olegovic Sevastianov letztlich den Endstand markierte (82.)

"Wir waren im zweiten Durchgang zu lieb und haben es verpasst, Kisdorf, die in meinen Augen zu zwei glücklichen Toren kommen, den Gnadenstoß zu geben", kommentiere Dreller. "Vor dem ersten Büchner Tor waren wir deutlich besser im Spiel. Auch wenn das Ergebnis es nicht widerspiegelt, waren in der ersten Halbzeit besser, als in der zweiten. Von fünf Büchner Toren sind vier individuelle Fehler. 'Täglich grüßt das Murmeltier'", haderte SSC-Trainer Boris Völker mit der Pleite seiner Jungs.

SV Henstedt-Ulzburg - Eichholzer SV 0:0. Henstedt-Coach Dominik Fseisi wollte nach der Partie nichts beschönigen: "Hier war heute sehr wenig konstruktiver Fußball von beiden Seiten zu sehen. Ich weiß gar nicht, ob ich das Remis leistungsgerecht nennen würde, denn das würde ja voraussetzt, dass überhaupt Leistung gezeigt wurde", kommentierte der Trainer das Aufsteigerduell nicht ohne Galgenhumor. Während die Eichholzer durch Björn Weidemann kurz nach der Anfangsviertelstunde zu ihrer größten Chance kamen (17.), ließ die erste Möglichkeit der Hausherren geschlagene achtzig Minuten auf sich warten, als HU nach einem Standard per Kopf zum Abschluss kam und beinahe aus dem Nichts das 1:0 gemacht hätte. "Wir haben durch diverse Ausfälle seit Wochen immer eine andere Mannschaft auf dem Feld, das Resultat hat sich heute gezeigt", bedauerte Fseisi resümierend.