08. Januar 2019 / 18:38 Uhr

Landesligateams aus Potsdamer Raum: Viel Licht, wenig Schatten

Landesligateams aus Potsdamer Raum: Viel Licht, wenig Schatten

Stephan Henke
Der SV Babelsberg 03 II (rote Trikots) unterlag dem FSV Babelsberg 74 in der Landesliga Nord im Derby mit 0:2.
Der SV Babelsberg 03 II (rote Trikots) unterlag dem FSV Babelsberg 74 in der Landesliga Nord im Derby mit 0:2. © Benjamin Feller
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Landesliga Nord: RSV Eintracht 1949 dominiert die Liga, FSV Babelsberg 74 überrascht, Fortuna Babelsberg mit ausgeglichener Bilanz und SV Babelsberg 03 verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr.

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Am kommenden Sonnabend startet der RSV Eintracht 1949 als erste Landesliga-Mannschaft aus dem Potsdamer Raum in die Vorbereitung zur Rückrunde. Zeit für eine Zwischenbilanz:

RSV Eintracht 1949

Souveräner geht es kaum: 14 Siege aus 15 Ligaspielen, unangefochtener Tabellenführer, bester Angriff und beste Abwehr. Der RSV Eintracht 1949 ist nach dem knapp verpassten Aufstieg im vergangenen Jahr der klare Dominator der Landesliga Nord und auf Kurs Meisterschaft. „Das ist natürlich eine sehr ordentliche Hinrunde“, bilanziert Patrick Hinze. Nur zwei kleine Kritikpunkte hat der RSV-Trainer: Die einzige Liganiederlage gegen Babelsberg 74 („Wenn da keine komischen Bedingungen gewesen wären, hätten wir auch gewonnen“) und das Aus im Landespokal gegen Brandenburgligist Brieselang.

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Platz 16: SV Babelsberg 03 II - 48 Zuschauer pro Spiel (387 gesamt). Zur Galerie
Platz 16: SV Babelsberg 03 II - 48 Zuschauer pro Spiel (387 gesamt). ©
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Dass sich seine Mannschaft auf dem beruhigenden Zwölf-Punkte-Polster ausruhen könnte, befürchtet Hinze aber nicht. „Die Jungs haben auch selber die Gier zu gewinnen. Und ich glaube schon, dass mein Trainerteam und ich die Fähigkeiten haben, sie auf dem Boden zu halten“, sagt Hinze. Dafür hat er zudem drei Testspiele gegen Oberligisten (Ludwigsfelder FC, Hertha 03 Zehlendorf, TeBe Berlin) organisiert. „Die Jungs haben es sich verdient, gegen höherklassige Gegner zu spielen. Und dann sehen sie auch, wo der Hammer hängt“, erklärt der Coach.

FSV Babelsberg 74

Nach dem überraschenden Platz fünf im Vorjahr – dem besten Abschneiden der Vereinsgeschichte – haben die 74er ihre Platzierung in der Hinrunde der aktuellen Saison bestätigt. „Wir sind super zufrieden. Wir stehen besser da, als wir vor der Saison erwartet hätten“, freut sich der Sportliche Leiter Sebastian Hintze über die gute Vorrunde seiner Mannschaft. „Wichtig ist, dass es eine coole Mannschaft ist, die Jungs sich verstehen und wir die jungen Spieler integrieren. Das ist uns sogar fast noch wichtiger als der Tabellenplatz“, sagt Hintze.

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Dabei hätte die Bilanz noch besser ausfallen können, wären die 74er zu Hause noch stärker. In der Heimtabelle belegen sie nur Platz zehn (12 Punkte), auswärts holte die Mannschaft nur einen Punkt weniger. Allerdings schlug man zu Hause als einzige Mannschaft Tabellenführer RSV. „Sehr geärgert haben wir uns, dass wir gegen Fortuna verloren haben, das machen wir in der Rückrunde wieder wett. Und ich hoffe, dass unser neuer Platz zur Rückrunde fertig wird, dann wollen wir zu Hause alle Spiele gewinnen.“

Fortuna Babelsberg

Der Aufsteiger aus der Landesklasse startete mit einer ausgeglichenen Bilanz in die erste Halbserie (6 Siege, 3 Remis, 6 Niederlagen). „Wir sind als Neuling zufrieden, wohlwissend, dass wir noch lange nicht gerettet sind“, sagt Fortuna-Präsident Hartmut Domagala. Mit 21 Punkten stehen die Fortunen auf Platz acht, haben allerdings nur sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellen-15. Angermünder FC. Dazu kommt die fast schon eklatante Offensivschwäche, nur Angermünde (12) hat weniger Treffer erzielt als Babelsberg (17). „Was uns Sorge macht ist, dass wir unser spielerisches Übergewicht nicht in Tore umsetzen können“, sagt Domagala.

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Trainer David Karaschewitz, der aus gesundheitlichen Gründen die letzten drei Spiele der Hinrunde von Heiko Bengs ersetzt wurde und zum Trainingsstart am 17. Januar wieder an der Seitenlinie steht, wünscht sich für die Rückrunde einen Toreschnitt von 1,5 pro Spiel. „Wir hatten super viel Ballbesitz, viele Torchancen, in mindestens zwei Drittel der Spiele waren wir fußballerisch überlegen“, bilanziert Karaschwitz. „Wir müssen mindestens mit einem Auge nach unten schauen. Abgesehen vom RSV ist jede Mannschaft schlagbar, aber dafür musst du immer bei 95 Prozent sein“, sagt der Coach.

SV Babelsberg 03 II

Nulldrei-Reserve-Trainer Thomas Schulz tut sich mit einer Bewertung der Hinrunde schwer. „Zufrieden oder unzufrieden, das ist schwer zu sagen, denn der Grat ist relativ schmal und wir wissen noch nicht, wo es hingeht. Wenn man drei Spiele in Folge gewinnt, ist man oben dabei, wenn man drei verliert, steht man unten“, sagt Schulz. „Wir sind jetzt aber nicht so unzufrieden wie vergangenes Jahr. Wir haben uns gefangen, gesteigert und viele neue, junge Spieler integriert“, sagt Schulz. „Aber wir können uns nicht ausruhen, die Mannschaften hinter uns schlafen nicht. Und schließlich weiß man auch nicht, wer runterkommt, wer zurückzieht, deshalb kann man sich nie sicher sein“, warnt der Trainer der Nulldrei-Reserve, der gerne 20 Punkte nach der Hinrunde gehabt hätte.

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