21. Mai 2019 / 17:00 Uhr

Landespokal Bayern: Angriffslustige Aschaffenburger wollen die Würzburger Kickers ärgern 

Landespokal Bayern: Angriffslustige Aschaffenburger wollen die Würzburger Kickers ärgern 

Chantal Ranke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Viktoria Aschaffenburg (Pasqual Verkamp, links) gegen Würzburger Kickers (Peter Kurzweg, rechts) lautet des Finale im Landespokal Bayern. © imago Images/ foto2press
Viktoria Aschaffenburg (Pasqual Verkamp, links) gegen Würzburger Kickers (Peter Kurzweg, rechts) lautet des Finale im Landespokal Bayern. © imago Images/ foto2press
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Die #GABFAF-Vorschau zum Finaltag der Amateure: Der Regionalligist Aschaffenburg fordert den Drittligisten Würzburger Kickers. Dank eines Fehlers des Gegners, stehen diese überhaupt erst im Finale.

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Am 25. Mai 2019 ist der 4. Finaltag der Amateure. Die Sieger der Landespokal-Finals qualifizieren sich für den DFB-Pokal. Die ARD überträgt die meisten Spiele live, das #GABFAF-Team tickert den ganzen Tag für Euch. Schon jetzt blicken wir jeden Tag auf eines der Spiele voraus. Heute für Bayern: Viktoria Aschaffenburg gegen Würzburger Kickers.

Sensation: Aschaffenburg setzt sich gegen 1860 München durch

6.000 Zuschauer feiern! Das Stadion am Schönbusch in Aschaffenburg bebt. Der Grund? Viktoria Aschaffenburg hat das Unmögliche möglich gemacht und den Favoriten TSV 1860 München im Halbfinale des Toto-Pokals Bayern niedergerungen. „Meine Mannschaft hat einen sehr guten Charakter und sie können auch mal in einem Spiel über sich hinauswachsen. Daher hatte ich schon daran geglaubt, dass wir eine kleine Chance haben werden und so sind wir dann auch aufgetreten“, sagte Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz über das Spiel gegen die Münchner. Seinem Team gelang ein regelrechter Blitzstart. Nach 19 Minuten schossen Daniel Cheron und Simon Schmidt das Team in Führung und ließen die 1860er alt aussehen. Eine Anfangsphase dieser Art gelang Aschaffenburg noch nicht mal in der Regionalliga Bayern. Doch bei diesem Ergebnis sollte es nicht lange bleiben. Noch vor der Halbzeit kam 1860 zurück, untermauerte seine Favoritenrolle und glich in der 41. Minute aus.

Finaltag der Amateure

Das Spiel blieb lange eng und Aschaffenburg lieferte einen bravourösen Kampf, der belohnt werden sollte. In der 81. Minute pfiff Schiedsrichter Steffen Brütting einen strittigen Elfmeter zu Gunsten der Aschaffenburger. Björn Schnitzer trat an. „Ich sage meinen Spielern immer, dass sie an sich selbst glauben müssen und vor dem Elfer müssen sie einfach hingehen und sich selbst sagen, dass dieser jetzt verwandelt wird“, so Trainer Seitz. Schnitzer glaubte an sich, traf und ließ Aschaffenburg jubeln. „Es war ein schönes Gefühl, aber der Schlusspfiff war noch schöner“, bilanzierte Seitz.

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Erster Pokalsieg für Aschaffenburg?

Viktoria Aschaffenburg hat mit diesem Erfolg die erstmalige Chance den Landespokal zu gewinnen. Jochen Seitz, der selber in der Bundesliga für u.a. den VfB Stuttgart und Schalke 04 spielte, betont wie wichtig das Finale für den Verein ist: „Der Finaleinzug ist für uns schon ein Riesenerfolg. Ich freue mich einfach für den Verein und meine Spieler, da sie so einen Erfolg wahrscheinlich in ihrer Karriere noch nicht so oft hatten.“ Die Stimmung dürfte im heimischen Stadion, wie schon gegen 1860, grandios sein. Eine Woche vor dem Spiel verkaufte der Verein bereits über 5.000 Tickets für das Finalspiel. Insgesamt passen 6.620 Zuschauer in das Stadion.

Der offizielle Trailer: Das ist #GABFAF.

Ein Kontingent von 1.000 Tickets geht auf das Konto der Gästefans – der Drittligist Würzburger Kickers. Das Finale ist für die Würzburger von großer Bedeutung. „Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir in den DFB-Pokal einziehen wollen. Wir haben keine Lust, zuhause auf der Couch zu sitzen, wenn die anderen Profimannschaften spielen – dazu müssen wir uns in Aschaffenburg durchsetzen. Wir wissen allerdings, dass es alles andere als leicht wird, die massive Aschaffenburger Abwehr zu knacken“, so der der Trainer des FWK Michael Schiele.

Fehler beschert Würzburg Viertelfinaleinzug

Dass die Würzburger überhaupt im Finale stehen liegt an einer Unaufmerksamkeit des Achtelfinalgegners 1. FC Schweinfurt. In einem turbulenten Duell zwischen dem Titelverteidiger und dem Drittligisten gewannen die Schweinfurter mit 3:1. Mehrfach wird das Spiel unterbrochen, da beide Fanlager immer wieder Pyrotechnik zündeten. Beinahe wird das Spiel sogar abgebrochen. Nach der Partie folgte der Einspruch der Würzburger, allerdings aus einem ganz anderen Grund. Der Verein reklamierte, dass der 1. FC die Spielordnung der Regionalliga missachtete und nicht die erforderliche Anzahl von vier U23-Spielern im Kader standen. Die Kickers hatten Glück. Der Bayrische Fußballverband gibt der Anklage statt und wertete das Spiel 2:0 für die Würzburger. Die Schweinfurter geben sich berechtigter maßen enttäuscht über den schwerwiegenden Fauxpas. „Es ist natürlich unglaublich bitter, das wir nach der Freude über den sportlichen Erfolg nun am grünen Tisch ausscheiden“, beklagt Vorsitzender Markus Wolf.

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Des einen Freud, des anderen Leid – Würzburg setzte sich in den folgenden Runden erst im Elfmeterschießen gegen den FV Illtertissen durch, um im Halbfinale gegen Ligakonkurrenten Unterhaching mit einem 3:0-Sieg den Finaleinzug zu besiegeln. Der Verein ist generell zufrieden mit der Saison. Nach dem direkten Widerabstieg aus der 2. Bundesliga sortierten sich die Kickers auf dem fünften Rang der 3. Liga ein und sind damit deutlich vor den Konkurrenten aus Bayern – Unterhaching wird Zehnter und 1860 München Zwölfter. Zudem legte Würzburg im Saisonendspurt eine kleine Serie hin: Vier der letzten fünf Partien gewann die Mannschaft. Klar ist, dass die Spannung so auf jeden Fall aufrechterhalten werden konnte.

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Erster DFB-Pokalteilnehmer aus Bayern: VfB Eichstätt

Als erster DFB-Pokalteilnehmer aus Bayern steht der Regionalligist VfB Eichstätt fest. Der Landesverband Bayern gehört neben Niedersachsen und Westfalen zu den Verbänden, die auf Grund ihrer Größe zwei Teilnehmer stellen. Seit 2012 qualifiziert sich daher neben dem Pokalsieger auch der Meister der Regionalliga Bayern, bzw. der beste Amateurverein. Der VfB Eichstätt ist zwar nur Vize-Meister, da aber die zweite Mannschaft des FC Bayern München, die nicht am DFB-Pokal teilnehmen darf, Meister geworden ist, rückt Eichstätt als beste Amateurmannschaft Bayerns nach.

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„Wir werden alles dafür tun, um die Würzburger zu ärgern. Wir müssen an diesem Tag eine außergewöhnliche Leistung bringen, aber ich glaube an meine Mannschaft und sage, dass alles möglich ist“, gibt sich Jochen Seitz angriffslustig. Beide Teams sind heiß und haben einen sportlichen Lauf. Das Finale verspricht Spannung. Anpfiff der Partie ist am 25. Mai um 14.15 Uhr im Stadion am Schönbusch. Die ARD überträgt live im TV und streamt auf sportschau.de #GABFAF und SPORTBUZZER berichten ebenfalls.

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