15. August 2020 / 17:46 Uhr

Schweriner Finaltraum geplatzt: Juszczak lässt Torgelower FC mit spätem Lucky Punch jubeln

Schweriner Finaltraum geplatzt: Juszczak lässt Torgelower FC mit spätem Lucky Punch jubeln

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Was gibt es da grimmig zu gucken? Marcin Juszczak und der Torgelower FC hatten das Geschehen voll im Griff.
Marcin Juszczak schoss den Torgelower FC Greif ins Landespokalfinale. © Johannes Weber
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Der FC Mecklenburg Schwerin hat das Endspiel verpasst. Die Landeshauptstädter müssen bei 1:2-Niederlage im Landespokal-Halbfinale gegen den Torgelower FC Greif lange in Unterzahl agieren. Marcin Juszczak schockt den Verbandsligisten in der Nachspielzeit.

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Später Knock-Out für den FC Mecklenburg Schwerin im Landespokal-Halbfinale: Durch ein Gegentor in der zweiten Minute der Nachspielzeit verpasste der Verbandsligist das Endspiel. Die Schweriner unterlagen am Sonnabend im heimischen Sportpark dem Oberliga-Team des Torgelower FC Greif mit 1:2 (1:1). Trotz einer frühen Roten Karte gestalteten die Landeshauptstädter die Partie mit einem Mann weniger über lange Zeit offen. Doch dann kam Marcin Juszczak, der mit dem Torgelower Siegtreffer die Finalhoffnungen des FCM platzen ließ.

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"Nach so einem späten Tor bist du erst ein Mal baff. Ich habe schnell danach versucht, das Team nach vorne zu pushen, doch es hat leider nicht mehr gereicht", konstatierte Schwerins Stefan Lau. Den Platzverweis gegen seinen Innenverteidiger Jan Deters nach nur vier Spielminuten bewertete der Coach als vertretbar. TFC-Kicker Maciej Ropiejko war dem Abwehrmann entwischt, Deters brachte den Angreifer beim Kreuzen zu Fall. "Das hat der Torgelower schon klasse gemacht", kommentierte Lau. Wenig später musste sein Team das 0:1 nach einer Ecke durch Pawel Bielecki hinnehmen.

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Auf die Hinausstellung und das Gegentor reagierte Lau prompt, nahm mit Thorben Wurr (11.) einen seiner zwei Angreifer raus und brachte dafür Mittelfeldakteur Justin Werder. Mit einem Mann weniger stemmten sich die Gastgeber gegen den Favoriten. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause kamen die Schweriner zum Ausgleich. Tino Witkowski (45. +2) verwandelte einen Foulelfmeter.

Gegner Torgelower FC hatte zwar mehr von der Begegnung, machte daraus aber zu wenig. Somit blieb es bis zum Ende spannend. Während Nico Zapel (82.) für den FCM eine Großchance vergab, setzte Juszczak kurz vor Ultimo den Lucky Punch. Kurz darauf war Schluss. "Wir hatten zwar die besseren Möglichkeiten, doch zum Ende hin gingen uns etwas die Kräfte aus", meinte Lau. Während einige seiner Spieler nach Abpfiff mit der Leistung von Schiri Niclas Rose haderten, bescheinigte der Übungsleiter dem Unparteiischen und seinen Assistenten eine "vernünftige Leistung".

So sieht die Torjägerliste im Landespokal nach dem Finale 2019/20 aus:

Hier zieht Jan Rudlaff ab und trifft zum 1:0. Zur Galerie
Hier zieht Jan Rudlaff ab und trifft zum 1:0. ©

Während die Schweriner sich nun auf die neue Verbandsliga-Saison fokussieren können, lebt für den Torgelower FC Greif der Traum vom Landespokalsieg. Schon im Vorjahr standen die Vorpommern im Endspiel, verloren die Partie aber mit 1:4 gegen den Drittligisten FC Hansa Rostock. Die Kogge könnte erneuter Finalgegner des TFC werden. Dafür muss der FCH am Sonntag (14 Uhr/Liveticker im SPORTBUZZER) das zweite Halbfinale beim Verbandsliga-Aufsteiger FC Schönberg gewinnen. Das Endspiel wird am 22. August (16.45 Uhr) im Rostocker Ostseestadion ausgetragen.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher - Lachnitt, Deters, Pekgür - Studier, Witkowski, Cunrady, Janelt (46. Gstettner), Zapel - Da Silva Cruz (75. Barbosa Dos Santos), Wurr (11. Werder).
Torgelower FC Greif: Barz - Sobolczyk, Mista, Bielecki, Tiede - Skorb, Hilicki (46. Zielinski) - Galoch (75. Korczynski), Juszczak, Klimko (90. +3 Jandt) - Ropiejko.
Tore: 0:1 Belecki (9.), 1:1 Witkowski (45. +2/Foulelfmeter), 1:2 Juszcak (90. +2).
Rote Karte: Deters (4./Notbremse/FCM).
Schiedsrichter: Niclas Rose.
Zuschauer: 376.