07. Oktober 2021 / 21:34 Uhr

Landespokal MV: Ab jetzt geht’s auch ums Geld

Landespokal MV: Ab jetzt geht’s auch ums Geld

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Szene aus dem letzten Duell wischen Grimmen und Güstrow zu Verbandsligazeiten könnte sich am Samstag wiederholen: Christoph Vit trifft vom Punkt.
Die Szene aus dem letzten Duell wischen Grimmen und Güstrow zu Verbandsligazeiten könnte sich am Samstag wiederholen: Christoph Vit trifft vom Punkt. © Horst Schreiber
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30 Fußballteams kämpfen um Einzug ins Achtelfinale. Der FSV Kühlungsborn hat sein Ticket dafür so gut wie sicher - und das damit verbundene Preisgeld.

30 Fußballteams streiten am Wochenende um den Einzug ins Achtelfinale des Landespokals. Für die Favoriten geht es vorrangig darum, sich gegen Außenseiter schadlos zu präsentieren. Die unterklassigen Mannschaften hingegen träumen vom Sturz eines standesgemäßen Siegesanwärters. Für alle geht es aber auch um den ersten Batzen Geld. Denn seit 2018 verdienen die Achtelfinalisten des Landespokals am DFB-Pokal-Auftritt des Vertreters aus MV mit. 25 Prozent der Erlöse aus dem nationalen Wettbewerb fließen vom Landespokalsieger in den MV-Pokaltopf.

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Wie viel Geld die kommenden Achtelfinalisten genau bekommen, ist abhängig von den Ausschüttungen des DFB für die Saison 2022/23. Auf Grundlage der aktuell ausgeschütteten knapp 128 000 Euro würden die Sieger vom Wochenende etwa 640 Euro erhalten. „Für einige Vereine ist der Landespokal durch diesen Verteilungsschlüssel mit Sicherheit interessanter geworden“, behauptet Spielleiter Peter Dluzewski. Als 2017 die Änderung beschlossen wurde kommentierte der Funktionär: „Wir wollen einen größeren Anreiz für kleinere Vereine setzen, die nur geringe Chancen haben, ins Halbfinale oder Finale einzuziehen. Es sollten mehr Klubs profitieren.“

In diesem Jahr könnte der FSV Kühlungsborn schon davon profitieren, da der Verbandsligist die dritte Runde kampflos überstehen wird. Gegner Sievershäger SV bekommt zum angesetzten Termin keine Mannschaft zusammen.

Anders der Grimmener SV. Der Landesligist will sich gegen den klassenhöheren Güstrower SC nicht im Vorfeld ergeben. „Wir haben nichts zu verschenken“, betont Trainer Marcel Max, der auf einen breiteren Kader als zuletzt in der Liga zurückgreifen kann. „An der Rollenverteilung ändert das aber nichts“, sagt Max. Der GSV bitte am Sonnabend um 13.30 Uhr auf Kunstrasen zum Pokaltanz.

Gleiche Voraussetzungen herrschen beim Aufeinandertreffen zwischen dem VfL Bergen und Einheit Ueckermünde. Die Rüganer sind aktuell zwar in blendender Ligaverfassung. Die Südvorpommern aber auch – nur eine Klasse höher. In der Verbandsliga stehen die Ueckermünder nach sieben Spieltagen überraschend auf Platz 3. Für den VfL Bergen ist es die Chance, erstmals seit 14 Jahren ins Achtelfinale vorzudringen. Los geht es am Sonntag um 14 Uhr.

Eine enge Partie trotz der Favoritenrolle erwartet vermutlich den SV Pastow. Die Verbandsliga-Kicker gastieren am Sonnabend beim SFV Nossentiner Hütte (15 Uhr).


„Das ist eine schwere Aufgabe für uns. Der Gegner wird uns alles abverlangen“, ist SVP-Coach Heiner Bittorf von der Motivation des unterklassigen Gegners überzeugt.

Die Nossentiner sind ungeschlagener Tabellenführer in der Landesliga West. Mit 21 Zählern aus sieben Partien ist der SFV noch ohne Punktverlust in der Liga. Nach einem 2:1-Sieg in der Verlängerung setzten sich die Seenplatten-Kicker in der zweiten Runde mit 4:1 beim Faulenroster SV durch. „Wir müssen eine gute Leistung abliefern“, verlangt Bittorf.

Nach einem souveränen 3:0-Erfolg des SV Pastow in der ersten Pokalrunde in Graal-Müritz, setzten die Randrostocker danach mit ihrem 5:3-Sieg im Elfmeterschießen gegen den Oberligisten MSV Pampow ein Ausrufezeichen. Nun will Die Bittorf-Elf will auch in der dritten Hauptrunde bestehen.

Qutaiba Alsharabi (M.) vom SV Warnemünde setzt sich hier gegen die Malchower Hannes Rath und Philipp Mellmann durch.
Qutaiba Alsharabi (M.) vom SV Warnemünde setzt sich hier gegen die Malchower Hannes Rath und Philipp Mellmann durch. © Foto: Horst Schreiber

Ein Duell zweier Verbandsligisten steht beim SV Warnemünde an. Die Küsten-Kicker empfangen den Malchower SV auf dem Jahnsportplatz (14 Uhr). „Die Jungs sind heiß. Wir wollen weiterkommen“, stellt SVW-Coach Eckerhard Pasch klar.

Die Ligakontrahenten standen sich in dieser Saison bereits einmal in einem Punktspiel gegenüber. Ebenfalls vor heimischer Kulisse siegten die Warnemünder damals mit 4:1. „Wir gehen dennoch mit viel Respekt in die bevorstehende Begegnung“, betont Pasch.

Die Ausschüttung des Preisgeldes ab dem Achtelfinale sieht der Coach als „netten Zusatz“. Viel wichtiger sei ihm und seiner Mannschaft allerdings der sportliche Erfolg. „Das Geld ist uns nicht so wichtig“, stellt Pasch klar.

Zu einem ungleichen Duell kommt es im Westen des Landes, wo Einheit Grevesmühlen als Vertreter der Landesklasse den Oberligisten FC Mecklenburg Schwerin empfängt. Die Gastgeber gehen selbstbewusst in die Partie: „Wir wollen möglichst für eine Überraschung sorgen und dafür fighten. Kampflos werden wir auf keinen Fall aus dem Pokalwettkampf ausscheiden“, gibt sich Einheits Kapitän Moritz Faasch kämpferisch.

Eine mögliche Siegprämie haben die Grevesmühlener auch schon verplant. „Sicherlich geht ein Teil in die Mannschaftskasse, aber in erster Linie würden wir damit dem Nachwuchs helfen“, so Faasch.

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Auch bei der SG Warnow Papendorf würde der Nachwuchs im Falle des Einzugs der Herren ins Achtelfinale profitieren. Als aktueller Tabellenführer der Landesklasse Staffel I treffen die Papendorfer am Sonntag (Anstoß 12 Uhr) auf den Tabellendritten der Landesklasse II, die HSG Uni Greifswald.

Papendorfs Trainer Tom Wilhelm freut sich auf ein Spektakel. „Ich wünsche mir eine torreiche und packende Partie gegen einen für uns unbekannten Gegner. Wir wissen jedoch um die Schwere der Aufgabe, denn in den vorigen Pokalpartien der Greifswalder sind immer einige Treffer gefallen“, weiß der Übungsleiter.

Alle Partien der 3. Runde im Überblick

Grimmener SV - Güstrower SV (Sa., 13.30 Uhr)

VFC Anklam - SV Hanse Neubrandenburg, SpVgg Cambs-Leezen Traktor - FC Förderkader, SV Blau-Weiß Jarmen - Penzliner SV, Pasewalker FV - Rostocker FC, SV Traktor Pentz - FSV Kritzmow, SV Warnemünde - Malchower SV (alle Sa., 14 Uhr)

SFV Nossentiner Hütte - SV Pastow, Einheit Grevesmühlen - FC Mecklenburg Schwerin, Hagenower SV - Greifswalder FC (alle Sa., 15 Uhr)

SG Warnow Papendorf - HSG Uni Greifswald (So., 12 Uhr)

TSG Neustrelitz - Torgelower FC Greif (So., 13.30 Uhr)

SG Groß Stieten - FSV Malchin, VfL Bergen - FSV Einheit Ueckermünde, Grevesmühlener FC - FSV Bentwisch (alle So., 15 Uhr)