16. Mai 2019 / 17:40 Uhr

Landespokal Niederrhein: Chaotische Saison steht vor Höhepunkt im Finale 

Landespokal Niederrhein: Chaotische Saison steht vor Höhepunkt im Finale 

Chantal Ranke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Um das Finale zu gewinnen müssen sich der Wuppertaler SV (Enes Topal, links) und der KFC Uerdingen (Osayamen Osawe, rechts) noch einmal steigern. © imago Images/ Otto Krschak, Getty Images. 
Um das Finale zu gewinnen müssen sich der Wuppertaler SV (Enes Topal, links) und der KFC Uerdingen (Osayamen Osawe, rechts) noch einmal steigern. © imago Images/ Otto Krschak, Getty Images. 
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Die #GABFAF-Vorschau zum Finaltag der Amateure: Sportlich schwächelnde Teams treffen im Fußballverband Niederrhein aufeinander. Doch das bleibt nicht die einzige Baustelle. 

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Am 25. Mai 2019 ist der 4. Finaltag der Amateure. Die Sieger der Landespokal-Finals qualifizieren sich für den DFB-Pokal. Die ARD überträgt die meisten Spiele live, das #GABFAF-Team tickert den ganzen Tag für Euch. Schon jetzt blicken wir jeden Tag auf eines der Spiele voraus. Heute für Niederrhein: Wuppertaler SV gegen KFC Uerdingen 05.

Wenn man eine Personifizierung für das Wort Chaos sucht, wird man beim KFC Uerdingen schnell fündig. Kaum ein Tag vergeht, an dem keine neue Schlagzeile über den Krefelder-Verein veröffentlicht wird. Trainerentlassung, finanzielle Engpässe oder Twitter-Krieg seitens des Vorstandsvorsitzenden und Investors Mikhail Ponomarev. Sage und Schreibe vier verschiedene Trainer waren in dieser Saison im Einsatz für den KFC. Die Saison startete zunächst mit Aufstiegstrainer Stefan Krämer, der eine sehr zufriedenstellende Hinrunde absolvierte und kurz vor Weihnachten den dritten Platz sicherte.

Nach starker Hinrunde folgt der Absturz

 „Wir hatten auf jeden Fall andere Ambitionen. Die Hinrunde war super, dort waren wir im oberen Drittel, doch die Rückrunde ist doch um einiges anders verlaufen“, sagte Kapitän Mario Erb im Interview mit #GABFAF. Denn die Euphorie in Uerdingen wandelte sich schnell. Nach zwei zu-null-Niederlagen zog Ponomarev den Schlussstrich und entließ den Trainer. Direkter Nachfolger wurde der ehemalige Düsseldorf-Coach Norbert Meier. Doch die sportliche Misere ließ sich durch ihn nicht stoppen. Sieben Mal durfte der 60-jährige auf der Bank Platz nehmen. Sieben Mal konnte Meier nicht gewinnen.

Finaltag der Amateure

Meier bleibt nicht der letzte Trainer diese Saison

„KFC-Momentum Norbert Meier: Mein größter Fehler beim KFC. Der schlechteste Trainer in der KFC-Geschichte. Der KFC war seine letzte Station als Trainer in Deutschland“, so der Wortlaut des Tweets Ponomarevs nach der Entlassung Meiers. Trainer Nummer drei wurde anschließend Frank Heinemann. Aber auch nur so lange, bis in Heiko Vogel ein neuer, besserer Kandidat gefunden wurde. 21-Mal Krämer, sieben Mal Meier, sechs Mal Heinemann, drei Mal Vogel – so die Bilanz zum Ende der Saison. Ein Spiel geht zudem auf das Konto von Interimstrainer Stefan Reisinger, der vor Norbert Meier einsprang. Für die Spieler eine absolute Herausforderung: „Klar war es in der Rückrunde turbulent mit den vielen Trainern. Jeder versucht einen anderen Stil zu vermitteln, aber die Mannschaft bleibt ja dieselbe“, so Erb weiter.

Der Gewinn des Finals ist jetzt das große Saisonziel. Das findet auch Mario Erb: „Wir wollen ganz klar gewinnen. Ich hoffe sehr, dass es klappt und dass wir uns in Wuppertal durchsetzen können. Wir werden den Gegner aber auf keinen Fall unterschätzen. Vor allem den Fans wollen wir mit dem Sieg etwas zurückgeben.“ Der Weg für den KFC Uerdingen ins Finale war ebenfalls kein leichter. Gleich zwei Mal musste sie gegen unterklassige Teams in der Verlängerung ran, konnten sich aber schlussendlich erfolgreich durchsetzen.

Der offizielle Trailer: Das ist #GABFAF

DFB-Pokal als Retter für den WSV

Bei diesem Spiel kann man schon fast vom Duell der Krisen-Vereine sprechen. Auch wenn der Wuppertaler SV sich im Januar gerade so vor der Insolvenz rettete, ist der WSV auch heute noch lange nicht komplett gesichert. Der Vorstand schraubt den Etat für die kommende Saison weit herunter. Für die erste Mannschaft bleiben so gerade Mal maximal 450.000 Euro übrig. Ob das für ein Bestehen in der Regionalliga West reicht ist fraglich. Das einzige Saisonziel ist daher in jedem Fall der Klassenerhalt. Das Erreichen das Pokalfinals, das im heimischen Stadion am Zoo in Wuppertal ausgetragen wird, ist geradezu ein Segen für die Vereinsführung. Eine hypothetische Teilnahme am DFB-Pokal würde die Lage nochmals um einiges verbessern.

In derselben Konferenz

Eine Option zur finanziellen Absicherung ist die Ausgliederung der Fußballabteilung. Über diese werden die Fans am 28. Mai final abstimmen. Gegenüber der Westdeutschen Zeitung versprach Alexander Eichner der Vorstandsvorsitzende: „Der Wuppertaler SV hat vieles überstanden und wird es auch diesmal schaffen.“

Wuppertal muss die Handbremse lösen

Nachdem der Klassenerhalt in diesem Jahr erreicht wurde, fiel die Spannung bei der Mannschaft merklich ab. Zuletzt gab es zwei 0:3-Niederlagen gegen die U23 des BVB und den 1. FC Kaan-Marienborn. Auch der Einzug ins Finale war alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Gegen den Oberligisten vom 1. FC Monheim tat sich das Team Pascal Bielers lange extrem schwer. Bis kurz vor Schluss führte der WSV nur knapp mit 2:1 bis Semir Saric in der 96. Minute für das erlösende 3:1 sorgte. „Die Mannschaft hat in den schwierigen letzten Monaten sehr viel Charakter gezeigt. Es gibt aber keinen Grund, jetzt die Handbremse anzuziehen – zumal sie in solchen Fällen immer schwer zu lösen ist. Ich will nicht, dass sich am 25. Mai alle anschauen und feststellen, nicht genug getan zu haben“, so die klare Forderung des Sportdirektors Karsten Hutwelker.

#GABFAF setzt sich für den Amateurfußball ein. Was das Aktionsbündnis ist und wie Du es unterstützen kannst, siehst Du auf gabfaf.de sowie auf den #GABFAF-Kanälen bei Facebook und bei Instagram.

Sowohl der Wuppertaler SV, als auch der KFC Uerdingen müssen sich im Finale steigern, um den großen Coup zu erlangen. Am 25. Mai um 16.15 Uhr ist der Anpfiff der Partie, zu der die Wuppertaler eine fünfstellige Besuchersumme erwarten. Die ARD zeigt das Spiel live im TV und im Stream auf sportschau.de. #GABFAF und SPORTBUZZER berichten ebenfalls den ganzen Tag.

Das sind die #GABFAF-Unterstützer

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