06. September 2019 / 07:49 Uhr

Landespokal Thüringen: ZFC Meuselwitz muss bei Wacker Nordhausen ran

Landespokal Thüringen: ZFC Meuselwitz muss bei Wacker Nordhausen ran

Jörg Wolf
Leipziger Volkszeitung
Am 8. August 2016 standen im Regionalligaspiel des ZFC gegen Hertha BSC II Felix Müller (l.) und Frank Müller erstmals zusammen im Meuselwitzer Team.
Am 8. August 2016 standen im Regionalligaspiel des ZFC gegen Hertha BSC II Felix Müller (l.) und Frank Müller erstmals zusammen im Meuselwitzer Team. © Mario Jahn
Anzeige

Beim Pokalfight zwischen dem FSV Wacker Nordhausen und dem ZFC Meuselwitz ruht die innige Müller’sche Bruderliebe

Anzeige
Anzeige

Nordhausen/Meuselwitz. Gleich in der zweiten Runde des Thüringer Landespokals hat der ZFC Meuselwitz einen Knallergegner zugelost bekommen. Am Sonntag muss die Mannschaft von Heiko Weber beim von Heiko Scholz trainierten Ligakonkurrenten und Titelverteidiger FSV Wacker Nordhausen antreten (14 Uhr im Albert-Kunz-Sportpark).

Gegen den aktuell Dritten der Regionalliga, der erst am Mittwoch Spitzenreiter Hertha BSC II mit 2:0 wegputzte, gab es in den bisher ausgetragenen sieben Pflichtspielen noch keinen Sieg für die Meuselwitzer. Dreimal trennte man sich unentschieden, vier Partien gingen an Wacker.

DURCHKLICKEN: Bilder vom Lok-Sieg beim ZFC

Der 1. FC Lok Leipzig braucht in Meuselwitz bis weit in die Nachspielzeit, um das entscheidende Tor zu erzielen und den Sieg perfekt zu machen. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig braucht in Meuselwitz bis weit in die Nachspielzeit, um das entscheidende Tor zu erzielen und den Sieg perfekt zu machen. © Mario Jahn
Anzeige

Zwei Brüder fiebern der Partie besonders entgegen: Frank und Felix Müller. Beide sind sozusagen ZFC-Urgesteine. Der Ältere, der 33-jährige Frank, fungiert derzeit als Teammanager des ZFC, Felix (22) ist in seiner zweiten Saison bei Wacker unterwegs und erzielte im Spiel der Nordhäuser gegen Altglienicke beide Treffer zum 2:0-Sieg.

Verhaltener Jubel

„Klar ist so ein Spiel gegen meinen alten Verein ZFC immer etwas ganz besonderes“, sagt Felix Müller. Privat pflegen die Brüder nach wie vor engen Kontakt. „Frank hat ja eine maßgebliche Aktie daran, dass ich Fußballer geworden bin, wie auch mein dritter Bruder und mein Vater. Wir sind eben eine fußballverrückte Familie, in der eigentlich alle Fußball gespielt haben oder spielen. Aber wenn wir zusammen sind, da spielt der Fußball eher eine nur untergeordnete Rolle“, erklärt der 22-Jährige. Am Sonntag dürfte die Bruderliebe für 90 oder noch mehr Minuten erst einmal auf Eis liegen.

„Sollte mir gegen Meuselwitz ein Tor gelingen, dann fällt der Jubel eher verhalten aus. Das bin ich meinem alten Verein einfach schuldig. Aber ich denke schon, dass wir die Herausforderung meistern werden, obwohl dass Frank ein wenig anders sehen wird“, meint Felix mit einem Schmunzeln.

Mehr zum ZFC Meuselwitz

„Aber sicher“, bestätigt der ältere Bruder. „Wir treffen auf ein Spitzenteam der Liga. Aber wir haben beim ZFC eine sehr gute Mannschaft beisammen und wollen auch in Nordhausen unsere Art des Fußballs auf den Platz bringen. Damit hat das Team wie in den Partien gegen Hertha II und Lok gezeigt, dass es gegen uns jeder Gegner schwer hat“, sagt Frank Müller.

"Habe seine Entwicklung verfolgt"

Ansonsten kann er die Aussagen von Felix zum Verhältnis der beiden Brüder unterschreiben. „Ich habe ja seine ganze Entwicklung verfolgt und freue mich riesig darüber, dass er vor anderthalb Jahren zu so einem Spitzenteam wie Wacker gewechselt ist. In Nordhausen ist Felix zum Mann geworden. Wir sind nicht nur Brüder, sondern auch beste Freunde und können über alles reden. Da zählen auch die knapp elf Jahre Altersunterschied überhaupt nichts und es gibt es keinen großen und kleinen Bruder, sondern wir sind auf Augenhöhe“, bekennt Frank Müller. So telefoniere man fast täglich miteinander und wenn Felix mal in Altenburg ist, spielen die Brüder gern eine rassige Partie Basketball Eins gegen Eins.

Aber in einem Punkt gibt es brüderliche Übereinstimmung. „Am Sonntag ruht unser so gutes Verhältnis wirklich. Dann sind wir halt sportliche Gegner, was aber mit dem Abpfiff auch wieder vorbei ist“, betont der 33-Jährige. „Wenn wir uns vor dem Spiel sehen, werden wir uns aber herzlich begrüßen. Ebenso, wie wir das nach der Partie machen werden“, bekräftigt Frank Müller.

Ein Wiedersehen der Brüder in der Meuselwitzer Bluechip-Arena gibt es übrigens am 3. November, wenn Wacker im Punktspiel an der Schnauder gastiert. Aber jetzt wollen beide Müllers erst einmal die Pokalhürde nehmen.

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt