23. Mai 2019 / 16:58 Uhr

Landespokal Westfalen: Stoppt Wiedenbrück den Höhenflug des SV Rödinghausen?  

Landespokal Westfalen: Stoppt Wiedenbrück den Höhenflug des SV Rödinghausen?  

Chantal Ranke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der SV Rödinghausen (Julian Wolff, links) ist der Favorit auf den Sieg. Doch der SC Wiedenbrück (David Hüsing und Marcel Leenemann, rechts) wird nicht unterschätzt. © Getty, imago Images/ Dünhölter 
Der SV Rödinghausen (Julian Wolff, links) ist der Favorit auf den Sieg. Doch der SC Wiedenbrück (David Hüsing und Marcel Leenemann, rechts) wird nicht unterschätzt. © Getty, imago Images/ Dünhölter 
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Die #GABFAF-Vorschau zum Finaltag der Amateure: Der SV Rödinghausen will die überragende Saison krönen. Allerdings steht der SC Wiedenbrück im Weg. Trotz Abstieg aus der Regionalliga West ist die Mannschaft nicht zu unterschätzen. 

Am 25. Mai 2019 ist der 4. Finaltag der Amateure. Die Sieger der Landespokal-Finals qualifizieren sich für den DFB-Pokal. Die ARD überträgt die meisten Spiele live, das #GABFAF-Team tickert den ganzen Tag für Euch. Schon jetzt blicken wir jeden Tag auf eines der Spiele voraus. Heute für Westfalen: SV Rödinghausen gegen SC Wiedenbrück

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Es ist die Saison des SV Rödinghausen. Die Mannschaft wird Dritter in der Regionalliga West, stellt mit Simon Engelmann den Torschützenkönig der Liga und zieht erstmalig in das Finale des Westfalenpokals ein. Obendrauf zeigt das Team von Enrico Maaßen, dass es in der Lage für die ganz großen Sensationen ist. In der 1. Runde des DFB-Pokals schlug die Mannschaft den Zweitligisten Dynamo Dresden mit 3:2. In der 2. Runde folgte dann das Hammer-Los: Der FC Bayern München. Nach früher 2:0-Führung der Bayern, sorgte Linus Meyer in der 49. Minute zwar für den Anschlusstreffer, zum Sieg reichte es aber bekanntermaßen nicht mehr. Dennoch: Eine Wahnsinns-Erfahrung für Rödinghausen. Die Weichen für die Wiederholung der Geschichte sind gelegt. Im #GABFAF-Interview spricht Trainer Maaßen über die Entwicklung der Mannschaft und das anstehende Pokalfinale.

Finaltag der Amateure

Es ist die sportlich beste Saison in der Geschichte des SV Rödinghausen. Auch bei Ihrem vorherigen Verein SV Drochtersen/ Assel haben Sie einiges entwickelt. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Die ganze Entwicklung war ein langer Prozess. Zu Beginn der Saison wollten wir die Mannschaft erstmal defensiv stabilisieren. Generell gab es einen großen Umbruch in der Mannschaft. Der Start mit dem Sieg gegen Dresden und auch in der Liga war super. Der nächste Schritt war, dass wir uns fußballerisch verbessert haben. Leider hatten wir in der Winterzeit etwas Pech, da sich mehrere Stammspieler verletzt haben. Aber die Spieler aus der zweiten Reihe haben sich super weiterentwickelt. Das Team ist in der Lage mehrere Systeme zu spielen. Dadurch sind wir extrem variabel und unberechenbar. Insgesamt haben wir uns ganzheitlich als Mannschaft entwickelt, sowohl die jungen, als auch die älteren Spieler.

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Man kann also davon sprechen, dass der Kader in sich gewachsen ist?

Ja auf jeden Fall, der Kader ist im Leistungsniveau näher zusammengerückt. Das wirkt sich auch auf die Atmosphäre aus. Wir wollten von Beginn an, dass alle Jungs an einem Strang ziehen und es auch einem Kollegen gönnen, wenn er in der Startelf steht. Auch das hat sich im Laufe der Saison mehr und mehr entwickelt.

Der offizielle Trailer: Das ist #GABFAF

Im Liga-Spiel haben Sie zuhause gegen den SC Wiedenbrück mit 5:0 gewonnen. Das Pokalfinale findet wieder zuhause statt. Wiederholen Sie den Sieg?

Ja, das wäre schön (lacht). Allerdings muss man beachten, dass wir das Rückspiel in Wiedenbrück mit 0:1 verloren haben. Obwohl sie nun abgestiegen sind, haben sie gerade in den letzten Spielen nochmal enorm viel Herz gezeigt und unter anderem mit 5:0 gegen den SV Lippstadt gewonnen. Um zu gewinnen, müssen wir selbstbewusst auftreten und unsere Leistung abrufen. In einem K.-o.-Spiel kommt es meiner Meinung nach nicht auf das Heimrecht an. Da sind die Chancen immer 50:50.

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Aber nächstes Jahr gewinnen Sie dann gegen die Bayern?

Darüber wollen wir jetzt nicht sprechen, da müssen wir bescheiden bleiben. Auch aus Respekt vor dem Gegner. Wir spielen nicht gegen einen Bezirks- oder Landesligisten, sondern gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Jeder guckt auf die Tabelle und sagt, das wird eine klare Nummer sowie, dass Wiedenbrück etwas zu verlieren hat. Aber auf der anderen Seite haben sie eben auch nichts zu verlieren, weil niemand etwas von ihnen erwartet.

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Hintertür für Rödinghausen bei Niederlage

Der SC Wiedenbrück geht definitiv mit größerem Druck in das Finale. Die Manschaft von Björn Mehnert kann sich im Gegensatz zu Rödinghausen nur über das Finale für den DFB-Pokal qualifizieren. Da der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen neben Niedersachsen und Bayern zwei Teilnehmer für den DFB-Pokal stellt, gibt es ein Qualifikationsspiel zwischen dem Meister der Oberliga Westfalen und der besten westfälischen Mannschaft aus der Regionalliga West, in diesem Jahr der SV Rödinghausen. Sollte das Team verlieren, gäbe es im Spiel gegen den TuS Haltern am 30. Mai die zweite Chance. Beim Sieg Rödinghausens rutscht der SC Verl nach.

Anpfiff des Finals des Krombacher Westfalen-Pokals ist am 25. Mai um 14.15 Uhr im Häcker Wiehenstadion Rödinghausen. Die ARD überträgt das live im TV und im Stream auf sportschau.de. #GABFAF und SPORTBUZZER berichten ebenfalls.