30. September 2020 / 15:41 Uhr

Gericht: BFV muss erneut über DFB-Pokal-Teilnehmer entscheiden - Türkgücü oder Schweinfurt?

Gericht: BFV muss erneut über DFB-Pokal-Teilnehmer entscheiden - Türkgücü oder Schweinfurt?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Um das Pokalspiel auf Schalke gibt es einen Rechtsstreit.
Um das Pokalspiel auf Schalke gibt es einen Rechtsstreit. © Karsten Rabas/Rabas/ Pool
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Vorerst keine Entscheidung im Streit um die Teilnahme am DFB-Pokal! Das Landgericht München I hob zwar am Mittwoch die Entscheidung des BFV auf, wonach der 1. FC Schweinfurt als Teilnehmer des bayrischen Verbandes gemeldet wurde. Das bedeutet aber nicht, das Türkgücü München antreten darf. Der BFV muss erneut entscheiden.

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Im Rechtsstreit um die Teilnahme am DFB-Pokal hat das Landgericht München I am Mittwoch sein Urteil bekanntgegeben. Demnach muss der Bayerische Fußball-Verband (BFV) erneut über den Teilnehmer entscheiden. Noch ist also offen, ob Türkgücü München oder der 1. FC Schweinfurt gegen Bundesligist FC Schalke 04 spielen darf. Ein Termin für das Erstrundenmatch ist noch nicht bekannt. Die Partie soll bis 15. Oktober gespielt werden. Bereits am 18. Oktober findet die Auslosung zur zweiten Runde des DFB-Pokals statt. Deren Austragung ist für den 22. und 23. Dezember geplant.

In einer Mitteilung des Landgerichts heißt es: Der BFV hat nun zwei Möglichkeiten: Entweder er benennt Türkgücü auf der Grundlage der Spielordnung vom 5. Mai 2020 oder er ändert kurzfristig die Spielordnung erneut. Dabei sind laut Gericht die Interessen aller Betroffenen zu würdigen und der gefundene Ausgleich ist zu begründen. Auf dieser Basis könnte sodann die Meldung erfolgen. Der DFB wurde durch die Kammer verpflichtet, den Widerruf und die Neumeldung durch den BFV zuzulassen."

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"Die Entscheidung des Landgerichts zeigt uns, dass es richtig war, gegen die Satzungsänderung des Bayrischen Fußball-Verbandes vorzugehen. Jetzt wurde dem BFV wieder der Ball zugespielt. Und mich würde es wundern, wenn sich der Verband jetzt parteiisch verhält, erneut die Spielordnung ändert und Schweinfurth starten lässt. Wir gehen davon aus, dass wir am DFB-Pokal teilnehmen dürfen und sehen das Urteil als ersten Teilerfolg an", sagte Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. Wann eine Entscheidung vom BFV über den Erstrundenteilnehmer getroffen wird, ist Kothny nicht bekannt.

Am Montag gab es bereits eine mündliche Verhandlung, in der vor allem Rainer Koch als Präsident des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) die Beweggründe des Verbandes erklärte. Wegen dieser für das Gericht neuen Informationen vertagte die Kammer das eigentlich noch für denselben Tag vorgesehene Urteil auf Mittwoch. Drittligist Türkgücü hatte den Bayrischen Fußball-Verband wegen der Nicht-Nominierung für die erste Cup-Runde verklagt.

Rückblick: Der BFV hatte während der Corona-Zwangspause den Regionalliga-Spitzenreiter Türkgücü als Aufsteiger in die 3. Liga gemeldet und als Kompromiss den zweitplatzierten 1. FC Schweinfurt 05 zum DFB-Pokal zugelassen. Türkgücü erwirkte dagegen kurz vor der Partie der Schweinfurter gegen Schalke 04 eine Einstweilige Verfügung - das Spiel wurde verschoben.