13. Mai 2021 / 19:34 Uhr

Langberg vor viertem Profikampf: Ich lasse nichts anbrennen

Langberg vor viertem Profikampf: Ich lasse nichts anbrennen

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Er tritt am Sonnabend erneut in seinem „Wohnzimmer“ an: Felix Langberg. 
Er tritt am Sonnabend erneut in seinem „Wohnzimmer“ an: Felix Langberg.  © Stefan Ehlers
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Hasan Kurnaz vor den Fäusten, einen früheren Klitschko-Gegner im Hinterkopf: Felix Langberg bestreitet am Sonnabend in Bentwisch seinen vierten Profikampf. Der 29 Jahre alte Rostocker erwartet ab Dienstag den Amerikaner Kevin Johnson zum Training. 

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Mit gerade einmal drei Kämpfen steht Felix Langberg noch am Anfang seiner Profikarriere. Der 29 Jahre alte Rostocker ist sich schon jetzt sicher: Der Wechsel vom Kickboxen zum Profiboxen „war die beste Entscheidung für mich“.

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Ein gutes halbes Jahr nach seinem Debüt kann Langberg bereits vom Sport leben. 30 Sponsoren unterstützen den 1,95 Meter großen Kämpfer, der sich Stück für Stück in den Ranglisten nach oben arbeiten möchte und davon träumt, eines Tages um die WM zu boxen.

Langberg ist ein bodenständiger Mecklenburger. Er hat ein Maschinenbau-Studium mit dem Master of Science abgeschlossen, die Plant for Future GmbH (Pflanzen für die Zukunft – zum Schutz von Regenwäldern) gegründet und seine langjährige Partnerin Kim geheiratet.



Nicht zuletzt kommt sein Kampfstil gut an. Langberg ist ein Haudrauf. „Es ist nicht so, dass ich vor einem Kampf sage, ich muss meinen Gegner in der ersten Runde ausknocken. Aber ich lasse auch nichts anbrennen. Ich schlage gern hart, gehe nach vorn und suche den Kampf. Und wenn ich sehe, ich kann meinen Gegner umhauen, dann versuche ich es“, sagt er.

Diese Tugenden will er am Sonnabend im Sportcenter Bentwisch auch gegen Hasan Kurnaz (33) unter Beweis stellen. Das Duell ist über sechs Runden angesetzt, doch eine 18-minütige Ringschlacht erwartet niemand. Langberg hat für seine drei bisherigen Siege insgesamt nicht einmal eine Viertelstunde gebraucht. Die 17 Kämpfe des nur 1,69 Meter großen Kurnaz endeten allesamt vorzeitig. Achtmal schickte er seine Gegner auf die Bretter.

„Ich werde ihn auf alle Fälle ernst nehmen und wachsam sein“, versichert Langberg. „Man muss im Schwergewicht ohnehin aufpassen, dass man sich nicht unnötige Dinger fängt.“

Kurnaz ist die Nummer 506 der Weltrangliste und liegt damit gut 200 Plätze vor dem Newcomer aus Rostock (715).

Drei Tage nach dem Kampf bekommt es Felix Langberg mit einem Mann zu tun, der ihm in Sachen Erfahrung weit voraus ist: Kevin Johnson. Ob Vitali Klitschko, Andy Ruiz, Kubrat Pulev, Anthony Jushua oder Tyson Fury – der Amerikaner hat schon mit allen im Ring gestanden.

Der 41-Jährige bereitet sich ab Dienstag in Bentwisch auf seinen Kampf am 5. Juni gegen Agit Kabayel vor. Johnson, der 35 seiner 53 Kämpfe gewinnen konnte (davon 19 durch K.o.), hatte im August vergangenen Jahres Yoan Pablo Hernandez auf die Bretter geschickt. Langberg ist sich sicher, dass es beim gemeinsamen Training „gut knallen wird“.