14. April 2022 / 14:00 Uhr

Lange Verletztenliste: TV Jahn Duderstadt plagen Personalsorgen

Lange Verletztenliste: TV Jahn Duderstadt plagen Personalsorgen

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Marcus Wuttke und seinem personell dezimierten Team stehen anstrengende Wochen bevor.
Marcus Wuttke und seinem personell dezimierten Team stehen anstrengende Wochen bevor. © Helge Schneemann
Anzeige

Akute Personalsorgen plagen den TV Jahn Duderstadt. Die Verantwortlichen sind daher kurzfristig auf der Suche nach Verstärkung – und die wird dringend benötigt. Denn der Eichsfelder Handball-Oberligist steht vor einem Mammutprogramm von zehn Spielen in 28 Tagen.

Die Verletztenliste, die Trainer Marcus Wuttke vorträgt, ist lang: Til Winkler hat sich im Heimspiel gegen den MTV Großenheidorn eine Handwurzelknochen-Fraktur zugezogen. In zwei Wochen soll ein CT darüber Aufschluss geben, ob operiert werden muss, berichtet Wuttke. Es ist offen, ob Winkler in dieser Saison noch aufs Spielfeld zurückkehren kann.

Anzeige

Lasse König hat sich bereits vor rund sechs Wochen am Handgelenk verletzt. Der Heilungsprozess laufe jedoch nicht so positiv, wie erhofft, erklärt Wuttke: „Er wird noch ein paar Wochen brauchen, um wieder einsteigen zu können.“ Gleiches gilt für Stjepan Knezic, der sich in der letzten Trainingseinheit vor dem Großenheidorn-Spiel am Sprunggelenk verletzt hat. Zwar nähert sich Knezic langsam wieder der Belastung an, wann er wieder eingesetzt werden kann, vermag Wuttke allerdings nicht zu sagen.

Zudem fällt Valentin Grolig seit Monaten mit Kniebeschwerden aus und wird den Duderstädtern auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen. Immerhin: Kreisläufer Tomislav Buhinicek, der im Spiel gegen Großenheidorn umgeknickt ist, wird wohl nach Ostern wieder trainieren können.

Anzeige

So oder so: Wuttke steht für das kommende Heimspiel gegen den MTV Vorsfelde (Sonnabend, 23. April, 17.30 Uhr), aber auch in den Wochen danach, nur ein sehr ausgedünnter Kader zur Verfügung. Als etatmäßige Rückraumspieler kann der Jahn-Coach derzeit nur auf Justin Brand und Jannik Burgdorf zurückgreifen.

Aufgrund zahlreicher Nachholspiele müssen die Eichsfelder nach dem Vorsfelde-Spiel bis zum 21. Mai weitere neun Pflichtspiele absolvieren. Wuttke macht klar: „Die vier Wochen, die jetzt kommen, werden wir so nicht schaffen. Die Gefahr ist sowieso erhöht, dass bei so vielen Spielen weitere Verletzungen hinzukommen.“ Soll heißen: Es besteht akuter Handlungsbedarf.

Mehr vom Sport in der Region

Er arbeite mit seinem Team momentan daran, „die Situation irgendwie zu lösen“, sagt Ekkehard Loest. Die Suche nach neuen Spielern sei zwar nicht einfach, da Akteure, die jetzt noch bei anderen Vereinen unter Vertrag stünden, in der Kürze der Zeit nicht für die Eichsfelder spielberechtigt sein können, erklärt der Vorsitzende des TV Jahn. „Aber wir werden uns natürlich bemühen.“

Letztlich, so Loest, müsse die wirtschaftliche Situation und die Situation der Spieler passen. Die Lage sei nicht einfach, ergänzt Loest, aber ihm und allen Verantwortlichen beim TV Jahn sei wichtig, „dass wir die Saison ordentlich zu Ende spielen und auch die Rahmenbedingungen für die neue Saison schaffen“.