18. Februar 2020 / 18:00 Uhr

Langeweile an der Spitze der Frauen-Bundesliga? Kellermann widerspricht

Langeweile an der Spitze der Frauen-Bundesliga? Kellermann widerspricht

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kellermann freut sich aufs Flutlichtspiel: Der VfL erwartet am Freitag Turbine Potsdam.
Kellermann freut sich aufs Flutlichtspiel: Der VfL erwartet am Freitag Turbine Potsdam.
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In der Frauenfußball-Bundesliga trifft der VfL Wolfsburg am Freitag (19.15 Uhr) auf Turbine Potsdam. Der Meister freut sich auf den Auftritt unter Flutlicht.

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Klare Sache in der Frauenfußball-Bundesliga: Das Spitzenspiel vergangene Woche entschied Tabellenführer VfL Wolfsburg bei Verfolger 1899 Hoffenheim deutlich für sich, auch beim Heimspiel-Start am Freitag im AOK-Stadion gegen Turbine Potsdam (19.15 Uhr, live auf Eurosport) ist der Meister turmhoher Favorit. Droht da die ganz große Langeweile an der Spitze? „Nein“, sagt Ralf Kellermann, sportlicher Leiter der VfL-Frauen – und liefert gute Gründe.

Der 5:2-Sieg in Hoffenheim, so Kellermann, sei kein Maßstab. Denn: „Hoffenheim ist besser als sie es an diesem Tag gezeigt haben. Unser Plus war, dass wir Erfahrung in solcher Situationen haben und auch direkt nach der Winterpause wie auf Knopfdruck da waren. Das ist ein Lernprozess, den Hoffenheim jetzt erst durchmacht – sie machen es aber insgesamt sehr gut.“

Allerdings: Für den Rest der Saison sieht Kellermann nicht unbedingt die Kraichgauerinnen als größten VfL-Rivalen, sondern die Bayern, die punktgleich mit der TSG 1899 auf Rang drei liegen. Zwei Duelle mit dem FCB gab es in dieser Saison schon, das Pokal-Achtelfinale in München gewann der VfL mit 3:1, das Liga-Spiel in Wolfsburg endete 1:1. „Das waren Duelle auf Augenhöhe“, so Kellermann. „Darum ist gefühlt immer noch der FC Bayern unser größter Verfolger, auch wenn er gerade auf Platz drei liegt.“

VfL-Frauen in Portugal - Die Bilder aus dem Trainingslager

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Schon am kommenden Wochenende wird’s darum richtig spannend, denn Hoffenheim tritt am Samstag bei der SGS Essen an – dem Team, dem eigentlich am ehesten zugetraut wurde, zur dritten Kraft hinter Bayern und Wolfsburg aufzusteigen. Der VfL legt bereits am Freitag gegen Potsdam vor – in seinem ersten Eurosport-Heimspiel der Saison. Kellermann freut: „Für uns ist das ein Derby, Potsdam ist näher als jeder andere Gegner. Wir hätten schon in der Hinrunde gern gegen Essen oder Bayern an einem Freitag unter Flutlicht gespielt, ich finde diesen Termin sehr attraktiv. Und gegen Potsdam wird es bestimmt stimmungsvoll – das sind immer besondere Spiele gewesen, außerdem bringt Turbine immer auch einige Fans mit.“

Offen ist, ob Sara Gunnarsdottir dann wieder dabei sein kann. Die Isländerin, die den VfL am Saisonende verlassen wird, hatte in Hoffenheim mit Knieproblemen passen müssen, trainierte aber in dieser Woche wieder mit der Mannschaft.

Turbine Potsdam gegen Wolfsburg - Die Bilder des Hinspiels

v.l.: Anna Gasper (Potsdam, 7), Lena Goeßling (Lena Goessling, Wolfsburg, 28),, 1.FFC Turbine Potsdam - VfL Wolfsburg, Fußball, Frauen, Bundesliga, Saison 2019/2020, Potsdam, 21.09.2019, Foto: Jan Kuppert Zur Galerie
v.l.: Anna Gasper (Potsdam, 7), Lena Goeßling (Lena Goessling, Wolfsburg, 28),, 1.FFC Turbine Potsdam - VfL Wolfsburg, Fußball, Frauen, Bundesliga, Saison 2019/2020, Potsdam, 21.09.2019, Foto: Jan Kuppert © Jan Kuppert
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Derweil sind die Viertelfinal-Spiele in der Champions League der Frauen zeitgenau terminiert. Der VfL Wolfsburg tritt am Mittwoch, 25. März, um 20.30 Uhr bei Glasgow City an, das Rückspiel findet eine Woche später um 18 Uhr im AOK-Stadion statt. Der zweite deutsche Vertreter, FC Bayern, bekommt es mit Titelverteidiger Olympique Lyon zu tun – das Hinspiel steigt am 25. März um 18 Uhr in Frankreich, das Rückspiel am 1. April um 20 Ihr in München. Sport1 plant Live-Übertragungen von allen vier Spielen mit deutscher Beteiligung.

Der Sieger des Duells Wolfsburg gegen Glasgow bekommt es dann im Halbfinale mit dem Sieger des Spanien-Gipfels FC Barcelona gegen Atletico Madrid zu tun. Bayern oder Lyon würden gegen Paris St.Germain oder die Arsenal Ladies spielen. Das Finale steigt am 24. Mai in Wien.

In der Bundesliga steht für den VfL nach dem Freitag-Heimspiel gegen Potsdam noch die Partie in Jena an (1. März), dann ist Länderspiel-Pause, ehe es am 21. März (17 Uhr) mit dem DFB-Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten FSV Gütersloh weitergeht. Die Partie in Gütersloh findet ebenso wie das Spiel vier Tage später in Glasgow auf Kunstrasen statt. Nach Länderspielen, Pokal und Champions League geht es für Wolfsburg dann am 29. März in der Liga weiter – mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln.