18. Juli 2021 / 13:57 Uhr

EM-Achte! Lara Siemer kämpft sich in die europäische Spitze

EM-Achte! Lara Siemer kämpft sich in die europäische Spitze

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dynamisch: Lara Siemer (Zweite von links) beim EM-Hürdenlau. 
Dynamisch: Lara Siemer (Zweite von links) beim EM-Hürdenlau.  © privat
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Bei der U20-Europameisterschaft in Tallinn kämpfte sich Lara Siemer (Rukeli Trollmann Isernhagen) im 24-köpfigen Feld des Siebenkampfes auf den achten Rang. Damit ist sie endgültig in der europäischen Spitze angekommen. "Dass Lara nach ihrer langen Verletzungspause im vergangenen Herbst unter die Top 8 in Europa kommt, ist schon grandios", sagte Vater und Trainer Berno Wittkopf.

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Lara Siemer (Rukeli Trollmann Isernhagen) ist in der europäischen Spitze angekommen. Bei der U20-Europameisterschaft in Tallinn kämpfte sich die Athletin aus Hemmingen-Harkenbleck im 24-köpfigen Feld des Siebenkampfs mit 5592 Punkten auf den achten Rang. Mit Marie Dehning (Celle/5778) und Serina Riedel (Zeulenroda/5730) auf den Rängen drei und vier zeigten die drei Deutschen im Feld ihre Mehrkampf-Größe.

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„Das hier ist keine 2. Liga. Die Gegnerinnen sind alle europäische Spitze. Dass Lara nach ihrer langen Verletzungspause im vergangenen Herbst unter die Top 8 in Europa kommt, ist schon grandios“, sagte Vater und Trainer Berno Wittkopf. Die internationale Feuertaufe war geglückt.

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Persönliche Bestzeit im 800-Meter-Lauf

Und fast wäre es sogar noch Platz sechs geworden. Im abschließenden 800-Meter-Lauf hatte Siemer den Mut, gemeinsam mit Dehning dem Feld davonzurennen. Zwar fehlte am Ende etwas Kraft, doch mit ihren 2:24,18 Minuten, immerhin persönliche Bestzeit, rückte Siemer noch fast an die beiden vor ihr im Gesamtranking liegenden Mehrkämpferinnen auf. Zu der Finnin Neea Käyhkö (6./5598) fehlten nur sechs, zu der Britin Abigall Pawlett (7./5593) sogar nur ein Punkt – Bruchteile von Sekunden im 800-Meter-Rennen.

Nach dem frühen Start am ersten Tag um 10 Uhr im 100-Meter-Hürdensprint (14,56) und dem 1,69-Meter-Hochsprung drehte Siemer auf. Ihre 12,34 Meter im Kugelstoß waren die fünftbeste Leistung aller Siebenkämpferinnen. Noch besser war der Abschluss. Mit 24,43 Sekunden über 200 Meter war sie Drittbeste im Feld.

Einiges Manko: der Speerwurf

Auf Rang sechs der Gesamtwertung startete Siemer in den zweiten Tag – und glänzte mit Saisonbestleistung im Weitsprung. 5,86 Meter hatte sie nach ihrer Verletzung noch nicht wieder erreicht. Dennoch gab es bei den Rivalinnen zu viele Sechs-Meter-Sprünge. Siemer fiel auf Rang sieben ab. Einziges Manko war der Speerwurf. Mit dem Gegenwind im Stadion hatten viele Probleme – Siemer besonders. 38,09 Meter im ersten Versuch waren kaum das, was sie erwartet hatte.

„Leider konnte ihr der Bundestrainer auch nicht helfen. Statt vieler Worte hätten drei gereicht. Wirf hier flacher! Mehr muss man während des Wettkampfs nicht sagen“, sagte Wittkopf. Doch auf der Tribüne war er als Zuschauer machtlos. Siemer konnte im letzten Versuch nur noch auf 39,10 Meter kommen – rund siebeneinhalb Meter weniger als bei ihrem Superwurf vor wenigen Wochen bei der Landesmeisterschaft in Göttingen.