08. Juli 2021 / 22:07 Uhr

Gladbach-Kapitän Lars Stindl spricht über DFB-Umbruch unter Flick und Olympia-Verzicht

Gladbach-Kapitän Lars Stindl spricht über DFB-Umbruch unter Flick und Olympia-Verzicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lars Stindl spricht über seine DFB-Zukunft und seine Olympia-Absage.
Lars Stindl spricht über seine DFB-Zukunft und seine Olympia-Absage. © Getty Images/IMAGO/Nordphoto (Montage)
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Lars Stindl hat sich zuversichtlich über einen möglichen Umbruch unter dem künftigen Bundestrainer Hansi Flick geäußert. "Er wird versuchen, etwas Neues hereinzubringen", sagte der Kapitän von Borussia Mönchengladbach im RND-Fußball-Podcast "Eine Halbzeit mit...". Darin sprach Stindl auch über seinen Verzicht auf das olympische Turnier in Tokio.

Lars Stindl sieht einem möglichen Umbruch in der deutschen Nationalmannschaft unter dem künftigen Bundestrainer Hansi Flick zuversichtlich entgegen. "Ich glaube, Hansi Flick hat sich das genau überlegt. Er wird seine Ideen haben, kennt viele Spieler und die Nationalmannschaft. Er wird auch versuchen, etwas Neues hereinzubringen, den Fußball, den er sich vorstellt", sagte der Kapitän von Borussia Mönchengladbach als Star-Gast in der aktuellen Folge des RND-Fußball-Podcasts "Eine Halbzeit mit..." mit TV-Kommentator Wolff Fuss und Heiko Ostendorp, Sportchef beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem auch der SPORTBUZZER angehört.

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Stindl hat unter Joachim Löw, dessen Amtszeit als Bundestrainer mit dem EM-Aus im Achtelfinale gegen England (0:2) nach 15 Jahren endete, elf Länderspiele bestritten. Auf die Frage, ob er die schon in 17 Monaten beginnende WM 2022 in Katar eher auf dem Platz oder als TV-Experte bestreiten werde, antwortete der 32-Jährige zurückhaltend: "Ich glaube, eher als TV-Experte." Er deutete jedoch an, dass er einer WM-Teilnahme als Aktiver grundsätzlich nicht abgeneigt wäre.

Das Fußball-Turnier bei den Olympischen Spielen in Tokio, die am 23. Juli offiziell eröffnet werden sollen, wird dagegen genau wie die EM ohne Stindl stattfinden. Der deutsche U21-Trainer Stefan Kuntz hatte in dieser Woche sein Aufgebot für das Turnier bekanntgegeben, in dem der Gladbacher absprachegemäß nicht auftaucht. "Es ist ein Riesenereignis, ein echt cooles Event. Aber es gibt dieses Jahr ein paar Gegebenheiten, die wir uns alle nicht gewünscht haben", meinte der Offensivspieler mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie, die in Japan aktuell noch stärker grassiert als in weiten Teilen Europas. "Wir haben uns die letzten Wochen ausgetauscht und sind zu dem Schluss gekommen, dass ich die Vorbereitung komplett bei der Borussia mache. Das ist absolut okay, und ich freue mich wirklich auf die nächsten Wochen, wenn die anderen Jungs zurückkommen, eine gute Basis zu legen für die neue Saison", so Stindl weiter.

In Mönchengladbach trifft Stindl mit Adi Hütter, dem bisherigen Coach von Eintracht Frankfurt, auf einen neuen Trainer, nachdem Marco Rose die "Fohlen" zu Borussia Dortmund verlassen hat. "Wir haben direkt auf dem Platz gesehen, was er sich vorstellt. Er versucht, die Spieler und das Umfeld kennenzulernen", schilderte der Kapitän seine ersten Eindrücke von Hütter. Mit Blick auf Ex-Coach Rose meinte er: "In den ersten Tagen sind ein paar Ähnlichkeiten zu finden - kleine Spielformen, hohe Intensität, viele Sprints."