22. Juli 2019 / 06:00 Uhr

Gladbach-Profi Lars Stindl über seinen Comeback-Plan, das DFB-Team und die Transfers des BVB

Gladbach-Profi Lars Stindl über seinen Comeback-Plan, das DFB-Team und die Transfers des BVB

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lars Stindl steht bei Borussia Mönchengladbach bis 2021 unter Vertrag.
Lars Stindl steht bei Borussia Mönchengladbach bis 2021 unter Vertrag. © imago/Team 2
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Lars Stindl arbeitet nach einem Schienbeinbruch fieberhaft an seinem Comeback. Im SPORTBUZZER-Interview spricht er über seine Fortschritte, die mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft und den Titelkampf in der Bundesliga.

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Noch kämpft Lars Stindl mit den Folgen eines Schienbeinbruchs - doch der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach brennt auf sein Comeback. Wie der 30-Jährige fit werden will, wie der erste Eindruck von seinem neuen Trainer Marco Rose ist und wen er im Titelkampf der Bundesliga ganz oben sieht, verrät der elfmalige Nationalspieler im SPORTBUZZER-Interview. Zudem wirft Stindl einen Blick auf das DFB-Team und seine Pläne für die Zukunft.

SPORTBUZZER: Herr Stindl, wann wollen Sie wieder ins Mannschaftstraining einsteigen?

Lars Stindl (30): Ich bin aktuell noch in der Reha und mache individuelles Training. Es läuft ganz gut, wir machen gute Fortschritte. Es braucht aber alles noch ein bisschen. Wenn ich mich bereit fühle, werde ich ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Sie haben schon die WM wegen einer Verletzung verpasst. Wie sehr werfen Verletzungen Sie mental zurück?

Im vergangenen Jahr war es extrem. Ich hatte in der ganzen Karriere viel Glück und nur wenige Verletzungen. Die beiden schweren Verletzungen waren nicht einfach zu verarbeiten. Aber jetzt bin ich an einem Punkt, wo der Reiz sehr groß ist, bald wieder in der Bundesliga zu spielen.

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Sie haben 2017 mit Deutschland den Confed Cup gewonnen. Sehen Sie sich noch in der Nationalmannschaft?

Ich will mich erst mal auf Borussia konzentrieren. Natürlich war es letztes Jahr eine große Chance, mal bei einer Weltmeisterschaft mit dabei zu sein. Aber das ist jetzt vorbei, damit beschäftige ich mich nicht mehr. Alles andere kann ich nicht beeinflussen.

Hat Bundestrainer Joachim Löw ein Gespräch mit Ihnen gesucht?

Nein, wir haben uns nicht unterhalten.

Wie sehen Sie die Nationalmannschaft für die Zukunft aufgestellt?

Sehr gut. Wir haben viele gute Spieler in Deutschland. Sie haben gerade zuletzt wieder unter Beweis gestellt, dass wir viel Qualität haben. Sie haben die Vorfreude auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr schon jetzt geweckt.

SPORTBUZZER-Mitarbeiter Rene Wenzel (l.) traf Lars Stindl zum Interview
SPORTBUZZER-Mitarbeiter Rene Wenzel (l.) traf Lars Stindl zum Interview ©
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In Mönchengladbach haben Sie mit Marco Rose einen neuen Trainer. Wie ist Ihr Eindruck von ihm?

Sehr positiv. Natürlich fehlt für mich ein bisschen der Eindruck vom Training und von den Abläufen. Aber das Miteinander oder auch die Teamsitzungen sind sehr interessant.

Wie sehen Sie den Titelkampf in der Bundesliga?

Dortmund hat bisher eine gute Transferpolitik betrieben. Insgesamt tut es der Liga und den Fans gut, dass sie sich die Meisterschaft jetzt als Ziel gesetzt haben. Ich glaube aber auch, dass es Bayern München auf lange Sicht guttun wird. Wir können uns auf ein spannendes Meisterschaftsrennen freuen.

Sie erwähnen nur den BVB und die Bayern. Sehen Sie keine andere Mannschaft ganz oben?

Abstreiten möchte ich es nicht. Aber grundsätzlich sind es die beiden Teams, die den deutschen Fußball in den letzten Jahren geprägt haben.

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Sie besitzen in Gladbach einen Vertrag bis 2021 – dann sind Sie 32 Jahre alt. Möchten Sie noch einmal für einen anderen Verein spielen?

Ich bin sehr glücklich hier, das ist ein besonderer Verein. Es waren bisher bis auf die zwei schweren Verletzungen vier gute Jahre. Ich hatte schon so viele Erlebnisse hier und freue mich auf die beiden nächsten Jahre. Vielleicht darf ich noch ein paar Jährchen hierbleiben. Mal schauen, was der Verein so vorhat.

War das Ausland nie eine Option?

Ich habe mich immer wohlgefühlt in der Bundesliga. Die Atmosphäre, die Gegebenheiten oder auch die Mannschaften haben mich in Deutschland immer mehr gereizt. Ich habe es nie bereut, es nicht mal mit dem Ausland versucht zu haben. Ich habe bisher alles richtig gemacht und bin glücklich, wie es bisher verlaufen ist.

Sind Sie der Typ, der sich nach Deutschland noch die USA als Fußballer vorstellen kann?

Aktuell eher weniger. Erst mal ist es kein Thema. Ich fühle mich so wohl in Gladbach und kann mir vorstellen, bis zum Ende meiner Karriere hierzubleiben. Aber ausschließen kann man aktuell nichts mehr.

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