19. Februar 2017 / 15:42 Uhr

Last-Minute-Tor rettet Lok Leipzig einen Punkt gegen Neugersdorf

Last-Minute-Tor rettet Lok Leipzig einen Punkt gegen Neugersdorf

Robert Nößler
Leipziger Volkszeitung
Der 1. FC Lok Leipzig trennte sich vom FC Oberlausitz Neugersdorf 2:2-Unentschieden. 
Der 1. FC Lok Leipzig trennte sich vom FC Oberlausitz Neugersdorf 2:2-Unentschieden.  © Dirk Knofe
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Daniel Becker rettet den Messestädtern mit seinem Treffer in der Nachspielzeit das Unentschieden. 

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Leipzig. Fast wie der FC Bayern: Mit einem Last-minute-Tor hat der 1. FC Lok am Sonntag einen Punkt im ersten Spiel des Jahres geholt. Gegen den Tabellennachbarn FC Oberlausitz Neugersdorf traf Daniel Becker mit einem abgefälschten Freistoß in der 94. Minute zum glücklichen 2:2 (0:1) für die Gastgeber. Zuvor hatte es vor 2671 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion lange Zeit nach einer Heimniederlage für die Probstheidaer ausgesehen. Zweimal musste Lok einem Rückstand hinterherlaufen. „Ich glaube nach dem Aufwand, den wir betrieben haben, war der Punkt verdient. Das Spiel hat keinen Sieger verdient, wir waren auf Augenhöhe“, analysierte Coach Heiko Scholz später.

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Der Coach hatte vor dem Spiel umstellen müssen. Für Marcel Trojandt, der am Donnerstag im Training umgeknickt war, stand Pascal Ibold in der Startelf. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste. Oliver Merkel brachte die Neugersdorfer bereits in der sechsten Minute mit 1:0 in Führung. Der Mittelfeldspieler schnappte sich den Ball im Strafraum und versenkte ihn links unten im Netz. Die Blau-Gelben hatten die Kugel zuvor nicht aus der Gefahrenzone bekommen.

Von dem frühen Schock erholten sich die Probstheidaer nur langsam. Fahrig und mit zu vielen Fehlern im Spielaufbau blieb Lok im ersten Durchgang klare Chancen schuldig. Die Neugersdorfer störten den Spielaufbau früh. Bis auf einen Volleyschuss von Maik Georgi (32.) blieben die Hausherren im Angriff harmlos. Lok-Spieler Robert Zickert analysierte später: „Nach zehn Wochen Pause ist es normal, wenn man schwer ins Spiel findet. Wir haben einen Punkt gewonnen.

1. FC Lok Leipzig - FC Oberlausitz Neugersdorf  (2-2) (Dirk Knofe) (27) Zur Galerie
1. FC Lok Leipzig - FC Oberlausitz Neugersdorf (2-2) (Dirk Knofe) (27) © Dirk Knofe

Die zweite Hälfte begann wieder mit einem schnellen Tor, diesmal durften die Lok-Fans jubeln. Über Felix Brügmann, der zur Pause für Paul Schinke eingewechselt wurde, und Maik Georgi kam der Ball zu Stürmer Djamal Ziane. Der zog aus spitzem Winkel zum 1:1 ab (51.). Der Treffer gab dem Lok-Spiel Selbstvertrauen, doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Erneut war es Merkel, der den Ball aus 15 Metern per Direktabnahme im Kasten von Julien Latendresse-Levesque versenkte (64.).

Mit einem Doppelwechsel – Andy Wendschuch und Paul Maurer kamen für Gottschick und Georgi (73.) in die Partie – versuchte Heiko Scholz, das Blatt noch zu wenden. Doch die Angriffsbemühungen blieben zunächst wirkungslos. Das Oberlausitzer Abwehrbollwerk stand sicher, ehe Becker in der vierten Minute der Nachspielzeit überraschend zuschlug. „Bitter den Ausgleich zu bekommen, zwei Mann in der Mauer werden angeschossen“, sagte der Oberlausitzer Ronald Wolf ernüchtert. Djamal Ziane hingegen fand: „So einen tiefen Ball bekommst gegen so eine Abwehr nur ein bis zweimal im Spiel. Das 2:2 war verdient. Am Ende dachte ich mir: Bayerndusel."

Mit dem Remis machen beide Klubs einen Sprung um zwei Plätze nach vorn, Lok rangiert nun auf Platz acht der Tabelle, weiter direkt hinter Neugersdorf. Nächste Woche Freitag kommt der SV Babelsberg ins Plache-Stadion.

Tore: 0:1 Merkel (6.), 1:1 Ziane (51.), 1:2 Merkel (64.), 2:2 Becker (90.+4)

1. FC Lok Leipzig: Latendresse-Levesque – Heßler, Ibold, Zickert, Surma – Hanne – Georgi (73. Maurer), Becker, Schinke (46. Brügmann), Gottschick (73. Wendschuch) – Ziane

FC Oberlausitz Neugersdorf: Flückinger – Wolf, Matula, Penc – Kunze, Petrick, Loucka, Krahl – Merkel (79. Gerstmann), Jordi Vidal (90. Berg), Dittrich (69. Marek)

Zuschauer: 2671 im Bruno-Plache-Stadion