04. November 2021 / 20:40 Uhr

Last-Minute-Tor von Hauge: Frankfurt schlägt Piräus und erreicht K.o.-Phase der Europa League

Last-Minute-Tor von Hauge: Frankfurt schlägt Piräus und erreicht K.o.-Phase der Europa League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dank Jens Petter Hauge durfte Eintracht Frankfurt am Donnerstag spät jubeln.
Dank Jens Petter Hauge durfte Eintracht Frankfurt am Donnerstag spät jubeln. © IMAGO/HMB-Media
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Die in der Bundesliga strauchelnde Mannschaft von Eintracht Frankfurt bleibt in der Europa League weiter auf Kurs. Bei Olympiakos Piräus erkämpfte sich die Glasner-Elf dank Jens Petter Hauge einen späten Sieg – und machte damit auch die K.-o.-Phase perfekt.

Last-Minute-Jubel in Griechenland: Eintracht Frankfurt hat mit einem 2:1 (1:1)-Sieg bei Olympiakos Piräus am 4. Spieltag der Europa League die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde erreicht. Dank des Treffers von Jens Petter Hauge (90.+1) in der Nachspielzeit überwintert der Bundesliga-15. sicher in Europa. Die Mannschaft von Oliver Glasner war keineswegs die bessere Mannschaft und geriet durch einen Gegentreffer von Youssef El Arabi (12.) in Rückstand. Daichi Kamada (17.) gelang mit seinem Treffer jedoch ein schneller Konter. Die SGE ist damit von den ersten beiden Plätzen der Gruppe D nicht mehr zu verdrängen. Mit zehn Punkten führt die Eintracht die Gruppe nun deutlich vor Piräus (6) an und hat damit beste Chancen, als Erster sogar direkt ins Achtelfinale einzuziehen. Der Zweite muss in einer Zwischenrunde gegen einen Gruppendritten der Champions League antreten. Dieses Runde hat die SGE nun bereits sicher erreicht.

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"Es fühlt sich toll an", sagte Glasner. nach Abpfiff. "Wir sind sehr, sehr froh, dass wir gegen einen guten Gegner in diesem Hexenkessel gewonnen und unser erstes Ziel – das Überwintern in der Europa League – so früh erreicht haben. Jetzt gilt es, diesen Schwung mitzunehmen." Sportvorstand Markus Krösche ergänzte im Hessischen Rundfunk: "Wir haben den Kampf angenommen und sind sehr zufrieden, dass wir unser erstes Ziel erreicht haben. Der Sieg war nicht unverdient."

Frankfurt musste kurzfristig auf Erik Durm verzichten. Der Mittelfeldspieler fiel für die Partie wegen Magen-Darm-Problemen aus. Glasner setzte in der Innenverteidigung zudem überraschend auf Makoto Hasebe anstelle von Martin Hinteregger, der das Spiel auf der Bank begann. Die Ausfälle der Leistungsträger Filip Kostic (Achillessehnenprobleme) und Ajdin Hrustic (Knöchelblessur) standen schon vor Abflug nach Griechenland fest.

Zum Glück fehlte den Frankfurtern nicht auch noch Kevin Trapp. Er gehört zu den wenigen Eintracht-Profis, die konstant ihre Leistung bringen. Seit Wochen befindet sich der Keeper in Topform - und stellte dies auch gegen Piräus unter Beweis. Beim 0:1 durch El-Arabi (11.) war der Nationaltorhüter aber machtlos. Nach einer Hereingabe von Henry Onyekuru kam der Torschütze frei zum Abschluss und verlud Trapp. Die Antwort der Hessen ließ allerdings nicht allzu lange auf sich warten. Nach einem Traumpass des in dieser Saison glücklosen Rafael Borré schloss Kamada im Strafraum eiskalt zum 1:1 (17.) ab und hatte dabei glück, dass der Ball vom linken Pfosten ins Tor sprang.

Danach benötigte die SGE im Hexenkessel von Piräus jedoch Trapp und Fortune: Gleich zweimal vor der Pause rettete die Nummer eins der Frankfurter mit Weltklasse-Paraden das Remis in die Kabine: Georgios Masouras scheiterte mit seinem Flachschuss allein vor Trapp, der den Ball mit einem Blitz-Reflex um den Pfosten lenkte (36.), danach blieb Trapp auch Sieger gegen Mady Camara, der aus spitzem Winkel im deutschen Keeper seinen Meister fand.

Von Frankfurt kam in der zweiten Halbzeit viel zu wenig - und die Gastgeber übernahmen wie schon vor der Pause immer mehr Spielanteile. Die dickste Chance hatte Onyekuru (57.), der mit seinem Abschluss nach Pass von El-Arabi im Strafraum knapp das Tor verpasste. Trapp wäre machtlos gewesen. Die Eintracht kam nicht wirklich ins Spiel, was Glasner sichtlich aufregte. Weil er einen auf ihn zukommenden Ball an der Seitenlinie wutentbrannt wegschlug, sah der Ex-Wolfsburger die Gelbe Karte (68.). Eine Initialzündung für sein Team sollte daraus jedoch nicht resultieren – sondern nur eine laue Torchance von Jesper Lindström. Seine Direktabnahme aus 18 Metern sollte kein Problem für Piräus-Torwart Tomas Vaclik sein (69.). Das Spiel plätscherte danach weiter vor sich hin – bis zur Nachspielzeit, als sich Hauge im Strafraum-Gewühl nach Pass von Lindström durchsetzte (90.+1).