21. Mai 2020 / 18:21 Uhr

Laubegaster melden einen prominenten Neuzugang

Laubegaster melden einen prominenten Neuzugang

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Ex-Dynamo Sascha Schönfeld wird Nachwuchschef und Co-Trainer beim Landesliga-Aufsteiger Dresden-Laubgegast.
Ex-Dynamo Sascha Schönfeld wird Nachwuchschef und Co-Trainer beim Landesliga-Aufsteiger Dresden-Laubgegast. © Steffen Manig
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Sascha Schönfeld übernimmt im Dresdner Osten den Posten des Nachwuchschefs beim FV Laubegast und will zudem als Co-Trainer der 1. Mannschaft arbeiten. Ein neuer Chefcoach für den Aufsteiger in die Sachsenliga wird indes noch gesucht.

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Dresden. Die Rückkehr des FV Dresden 06 Laubegast in die Fußball-Landesliga sorgt für Aufbruchstimmung im Stadion an der Steirischen Straße. Sportchef Andreas Haupt, der zuletzt auch als Trainer tätig war, hat mit Sascha Schönfeld einen neuen Nachwuchschef für die Ostdresdner gefunden. Schönfeld (46) als Spieler u. a. für Dynamo Dresden, den DSC und den FV Nord (Borea) aktiv, wird zugleich Co-Trainer der ersten Männer-Mannschaft. Eine Personalie, die durchaus eine gewisse Brisanz beinhaltet, denn Schönfeld stand bis 30. Juni 2019 beim Stadtrivalen SG Striesen als Co-Trainer unter Vertrag. Die Striesener spielen bekanntlich in der kommenden Saison ebenfalls in der 6. Liga. „Ich werde mich zukünftig wieder ausnahmslos meinen Aufgaben als sportlicher Leiter widmen, denn die Doppelfunktion kann ich zeitlich auf Dauer nicht stemmen“, sagt Haupt und kündigte an: „Wir werden daher zeitnah auch noch einen neuen Cheftrainer präsentieren.“

Es wäre bereits der vierte Trainerwechsel in der Landesliga vor der Saison 2020/21. Nach Kickers Markkleeberg und Handwerk Rabenstein steht überraschenderweise auch beim LSV Neustadt/Spree ein Stühle rücken an. Karsten Haasler wird nach mehr zehn Jahren auf der Trainerbank keinen neuen Vertrag unterschreiben. Gerüchten, wonach Neustadt sich aus der Landesliga zurückziehen wird, widersprach der Verein auf seiner Facebook-Seite: „Wir spielen 2020/21 wieder in der Landesliga Sachsen.“

Mehrere Szenarien für Sachsenliga denkbar

Bei Einheit Kamenz kämpft derweil Präsident Thorsten Edelmann um den Meistertitel. Der Verband hatte nach dem Abbruch der Saison erklärt, es werde keine Titelvergabe und keine Absteiger geben. Auf den möglichen Oberliga-Aufstieg verzichtete Einheit, „aber den Meistertitel sehen wir nicht als solitäres Ergebnis einer Teilzeit-Saison. Wir sehen in diesem Titel den Lohn für mehr als fünf Jahre harte Arbeit einer Amateurmannschaft“, so Edelmann. „Dass der Maßstab für den Staffelsieger nun die Quotienten-Regelung ist, stellt eine Anpassung des Regelwerks dar, um unterschiedliche Anzahl von Spielen „maßstabsgerecht“ auszugleichen. Das sich daraus zwingend das Versagen des Titels ergeben muss, halte ich für nicht gerechtfertigt.“

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Die Quotienten-Regelung könnte übrigens dazu führen, dass 2020/21 insgesamt 22 Mannschaften in der Sachsenliga an den Start gehen, da in der Landesklasse West und Ost jeweils zwei Vereine aufstiegsberechtigt sind. Zusammen mit den beiden Staffelsiegern aus Nord und Mitte sowie dem aktuellen 16er Feld wären das 22 Teams im nächsten Spieljahr. „42 Punktspiele in einer Saison sind nicht realisierbar“, sagt Thomas Hentschel, Trainer von Budissa Bautzen. Wie der SPORTBUZZER erfuhr, prüft der Sächsische Fußball-Verband verschiedene Szenarien, zumal die kommende Meisterschaft möglicherweise erst im September oder Oktober beginnt. So könnte nur eine einfache Runde ausgetragen werden (21 Spieltage) oder nach der ersten Halbserie eine Meister- und eine Abstiegsrunde gespielt werden.