16. November 2020 / 18:40 Uhr

Lauf-Challenge zwischen dem FSV 63 Luckenwalde II und dem FV Erkner

Lauf-Challenge zwischen dem FSV 63 Luckenwalde II und dem FV Erkner

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Rainer Stock trainiert den Landesklasse-Spitzenreiter FSV Luckenwalde II.
Rainer Stock trainiert den Landesklasse-Spitzenreiter FSV 63 Luckenwalde II. © Frank Neßler
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Landesklasse Ost: Um der staatlich verordneten Trainings- und Punktspielpause zu trotzen, treten die Fußballer von Landesklassen-Spitzenreiter FSV 63 Luckenwalde II in dieser Woche mit der Landesliga-Vertretung des FV Erkner in einen Fernwettkampf.

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Der zweite Lockdown der Corona-Pandemie trifft den Amateursport hart. Seit mittlerweile zwei Wochen herrscht in Brandenburg auf allen Sportplätzen und -anlagen mit wenigen Ausnahmen gähnende Leere.

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Die Regionalligareserve des FSV 63 Luckenwalde versucht, der staatlich verordneten Trainings- und Wettkampfpause zu trotzen. Mit dem FV Erkner aus der Fußball-Landesliga Süd haben die Nuthestädter die Durchführung einer vereinsübergreifenden Lauf-Challenge vereinbart. „Die Signale aus der Politik geben derzeit zwar wenig Anlass zur Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in einen geordneten Trainings- und Spielbetrieb. Dennoch wollen wir uns ein wenig die Grundfitness erhalten“, sagt FSV-Trainer Rainer Stock.

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Gerade weil bei Fußballern das monotone Laufen nicht die große Begeisterung entfacht, hat sich der B-Elite-Lizenz-Inhaber zusammen mit seinem Trainerkollegen Ronald Mersetzky aus Erkner ein Laufduell über die Ferne überlegt. Im Gegensatz zu den Challenges, die beide Mannschaften im Zuge des ersten Lockdowns im Frühjahr veranstaltet haben, soll der aktuelle Wettbewerb nicht teamintern bleiben. In den kommenden zwei Wochen sollen die Spieler der jeweiligen Mannschaft so viele Kilometer wie möglich laufen. Gezählt werden die gelaufenen Kilometer des gesamten Teams, sie werden dann aber auf pro Kopf heruntergerechnet.

Somit werden alle Spieler gezählt, egal, ob sie wenig oder womöglich gar nicht laufen. Am Ende siegt das Team, das pro Kopf die meisten Kilometer gelaufen ist. „Dieser Modus soll dazu beitragen, dass sich die Spieler in den beiden Teams gegenseitig anspornen, auch tatsächlich ihre Läufe zu machen“, erklärt der 35-jährige Stock. Die Mühen der Spieler sollen sodann auch nicht umsonst sein. Denn es gibt eine Siegprämie. Zu gleichen Teilen beteiligen sich beide Vereine mit einem Geldbetrag an der Challenge – die Gewinnermannschaft erhält davon zwei Drittel, das Verliererteam immerhin noch ein Drittel. Als besonderen Anreiz für die Luckenwalder Elf, die sich mit 22 Spielern an der Challenge beteiligt, verdoppelt ihr Trainerteam im Falle eines Sieges die Prämie.


Mit dem FV Erkner haben sich die Stock-Schützlinge einen ambitionierten Gegner ausgesucht. Die Randberliner belegen in der Landesliga Süd zurzeit den dritten Tabellenplatz und streben den Aufstieg in die Brandenburgliga an. Als Erkner-Coach Mersetzky in der Saison 2018/19 den MTV Wünsdorf trainierte, haben sich beide Trainer kennengelernt und bis jetzt den Kontakt zueinander gehalten. So kam es bereits in der Vorbereitung auf die Rückrunde der vergangenen Saison zu einem Testspiel beider Teams. Dieses entschied seinerzeit der Landesligist mit 3:2 für sich.

Rainer Stock: "Ich hoffe, meine Spieler nehmen die Challenge an"

Nun also wiederholen beide Vereine das Aufeinandertreffen. Doch dieses Mal reduziert sich der Wettkampf auf einen reinen Lauf-Wettbewerb. Mindestens für einen Spieler der beiden Teams wird es gleichwohl eine besondere Challenge sein. Für Edgar Budde, bis zum Sommer Stamm-Innenverteidiger bei der ersten FSV-Elf, wird es zu einer „Rückkehr“ nach Luckenwalde kommen.

„Ich hoffe, meine Spieler nehmen die Challenge an und motivieren sich gegenseitig zum Mitmachen. Viele andere Möglichkeiten haben wir zurzeit leider einfach nicht“, sagt FSV-Trainer Stock. „Wir werden dann sehen, wie die Politik für die Zeit ab Dezember entscheidet.“ Er hoffe, nicht erneut wochen- oder vielleicht sogar noch monatelang warten zu müssen, bis zumindest wieder mit dem Ball trainiert werden kann. Solange muss gelaufen werden.