23. September 2019 / 10:59 Uhr

"Lauf geht's!"-Teilnehmer erhalten letzte Motivationsschübe auf dem Weg zum Halbmarathon

"Lauf geht's!"-Teilnehmer erhalten letzte Motivationsschübe auf dem Weg zum Halbmarathon

Regina Katzer
Leipziger Volkszeitung
Jörg Matthè (l.) und Matthias Döbereiner führten Lockerungsübungen auf der Blackroll vor.
Jörg Matthè (l.) und Matthias Döbereiner führten Lockerungsübungen auf der Blackroll vor. © Regina Katzer
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Mediziner und Experten berichteten den Sportlern, die bei der LVZ-Gesundheitsaktion gemeinsam laufen, bei einem Infoabend vom "Wundermittel Bewegung" und hatten auch den einen oder anderen Tipp parat.

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Leipzig. „Laufen ist gesund, gesund laufen aber genauso wichtig“: Die Teilnehmer der LVZ-Gesundheitsaktion „Lauf geht’s!“ waren vergangenen Mittwoch ins MediClin Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) eingeladen, um sich einen Rundumblick zum Thema Bewegung zu verschaffen und letzte Motivationsschübe für den Halbmarathon am 13. Oktober zu erhaschen.

Die Riege der referierenden Mediziner und Experten führte Antje Dominok, die ärztliche Leiterin des MVZ, an. Im Fokus stand der Sport als Prävention, der vor Krankheiten wie Alzheimer schützt und die zelluläre Alterung vermindert. Das besagt unter anderem eine Langzeitstudie, die 876 Teilnehmer über 30 Jahre beobachtet hat und feststellte, dass das Hirnvolumen bei Bewegung steigt und somit das Alzheimer-Risiko um 50 Prozent sinkt. „Vokabeln prägen sich besser beim Gehen ein. So manchen Vortrag studiere ich bei Spaziergängen durchs Rosental ein“, plauderte die Ärztin aus dem Nähkästchen. Es sei nie zu spät, mit dem Sport zu beginnen. Nickende Köpfe im Auditorium, viele der Hobbysportler haben erst im April diesen Jahres das erste Mal die Laufschuhe geschnürt. Mittlerweile sind gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert, denn alle wollen am 13. Oktober beim Halbmarathon in Leipzig ins Ziel kommen.

Fünf Stunden Bewegung wöchentlich

Mit der neuen Volkskrankheit haben dennoch viele zu kämpfen: „Langes Sitzen ist so gefährlich wie rauchen“, so die Rehabilitationsmedizinerin, die sich mit gesundheitsorientiertem Krafttraining und Elektro-Muskel-Stimulation (EMS) fit hält. Aber auch den circa drei Kilometer langen Weg zur Arbeit scheut sie nicht, bei Wind und Wetter zu Fuß zu bewältigen. Muskelaufbautraining sei bis ins hohe Alter möglich und notwendig. Das Publikum war erstaunt, als Antje Dominok erzählte, dass vor ein paar Jahren ein 100-jähriger Inder in achteinhalb Stunden einen Marathon gelaufen ist. „Das Wundermittel Bewegung wirkt wie hoch dosierte Medikamente, verlängert das Leben und lindert Schmerzen. Und es macht glücklich“, so die sportaffine Chefin des MVZ.

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Um acht Stunden tägliches Sitzen auszugleichen, seien fünf Stunden Bewegung wöchentlich notwendig. Deshalb ist auch Matthias Döbereiner bei der „Lauf geht’s!“-Aktion am Start. „Ich will etwas gegen meine chronischen Rückenschmerzen tun und fitter werden“, so der 47-jährige kaufmännische Angestellte, der sich beim Info-Abend nützliche Tipps holte. Laufladen-Chef Jörg Matthé, der als Headcoach die LVZ-Laufgemeinschaft betreut, zeigte mit der Faszienrolle sogar vollen Körpereinsatz und gab wichtige Hinweise zur richtigen Handhabung bei Muskelverhärtungen nach dem Laufen. Eine Rolle mit Standardhärte sei ausreichend, um die Muskeln zu lockern, bestätigte auch Laufladen-Mitarbeiter Manuel Ulrich. Hobbyläufer Döbereiner, der durchs Laufen schon acht Kilogramm Gewicht reduziert hat, denkt über die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs nach, bevor er sich entscheidet, welche Rolle die richtige für ihn ist.

"Jetzt heißt es aufpassen"

Viele Fragen hatten die Teilnehmer auch an Carsten Schmücking, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, und seinen Kollege Enzo Hamann, leitender Oberarzt im MediClin Waldkrankenhaus Bad Düben. Christian Hennig, der als Co-Trainer bei „Lauf geht’s!“ in Wurzen agiert, hat Probleme mit dem „großen Onkel“ am rechten Fuß, und auch Läuferin Karin Pfeiffer klagte über Schmerzen, die sie vorm Halbmarathon mit einem Arzt abgeklärt haben möchte.

Ein guter Rat zuletzt von Jörg Matthé, der alle Teilnehmer am Dienstag noch einmal zur großen Trainingseinheit im Clara-Zetkin-Park erwartet: „Die meisten Verletzungen passieren im letzten Drittel. Jetzt heißt es aufpassen – keine neuen Laufschuhe mehr probieren und Achtung bei Steigerungsläufen.“

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