12. Februar 2021 / 16:49 Uhr

Weit über das Ziel hinaus: SV Weetzen spult bei Spendenlauf für Uhola 4502 Kilometer ab

Weit über das Ziel hinaus: SV Weetzen spult bei Spendenlauf für Uhola 4502 Kilometer ab

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auch ohne Ball flott auf den Beinen: Sebastian Bomm (rechts) stellte den teaminternen Highscore beim Spendenlauf des SV Weetzen auf.
Auch ohne Ball flott auf den Beinen: Sebastian Bomm (rechts) stellte den teaminternen Highscore beim Spendenlauf des SV Weetzen auf. © Dennis Michelmann / Facebook/SV Weetzen
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Das ist mal eine Marke: Statt der angepeilten 2000 Kilometer lief der SV Weetzen gemeinsam 4502 Kilometer für die Uhola Village Foundation, die sich in einem kenianischen Dorf engagiert. Insgesamt kamen dabei über 2000 Euro Spendengeld zusammen. Trainer Kai Kühl ist überrascht von dem beeindruckenden Endergebnis der Charity-Aktion.

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Während andere Kreisligisten sich im Januar noch im Corona-Winterschlaf befanden, haben die Kicker des SV Weetzen ihren inneren Schweinehund eindrucksvoll überwunden – und dabei einen guten Zweck erfüllt. Im Rahmen der selbst initiierten Charityaktion #LaufenFürUhola spulte die Mannschaft von Trainer Kai Kühl gemeinsam sagenhafte 4502 Kilometer ab und überbot das gesteckte Ziel von 2000 Kilometern damit um mehr als das Doppelte.

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„Ich bin schon überrascht von dem Ergebnis“, gab Kühl zu. „Die Jungs haben sich richtig ins Zeug gelegt, auch weil sie voll hinter dem Spendenzweck standen.“ Pro Kilometer gehen 50 Cent an die Uhola Village Foundation, insgesamt kamen durch den Einsatz der SV-Kicker 2251 Euro zusammen. Die Stiftung, die von der Familie des Ex-Weetzeners Jonathan Stimpfle ins Leben gerufen wurde, steckt die Einnahmen direkt in Hygiene- und Versorgungsmittel für die örtliche Schule in Uhola sowie Equipment für das Basketballteam in dem westkenianischen Dorf. „Durch den persönlichen Bezug waren alle besonders motiviert, so viel Spendengeld wie möglich zu erlaufen“, sagt Kühl.

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340,1 Kilometer sind spitze: Bomm läuft auf Platz eins

Dass sich die Spieler im persönlichen Wettbewerb gegenseitig überbieten konnten, kitzelte auch Höchstleistungen aus dem einen oder anderen heraus. Den Topwert erreichte Sebastian Bomm mit 340,1 Kilometern, David Krakowian (320) und Jan Jovers (300,6) schafften es ebenfalls auf das Siegertreppchen beim internen Streckenwettbieten. „Sebastian und David sind erfahrene Läufer, die waren diese Strecken schon vorher gewohnt“, erklärt Kühl die starke Leistung des Ü30-Duos.

"Gerade der Januar bietet sich dafür generell an"

Da die Aktion im Team so gut ankam, hält Kühl eine Wiederholung auch nach der Corona-Zwangspause für möglich. „Gerade der Januar bietet sich dafür eigentlich generell an“, findet er. „So kriegt man die Spieler in der Winterpause mit einer launigen Aktion schon ein bisschen fit und tut noch etwas Gutes dabei.“