31. Juli 2020 / 08:18 Uhr

Laufen in und um Leipzig: Kleine Schritte, aber keine Hilfe für Veranstalter

Laufen in und um Leipzig: Kleine Schritte, aber keine Hilfe für Veranstalter

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Mit Abstand läuft es:  Der Comeback-Run-Hitzeschlacht am Südufer des Markkleeberger Sees stellten sich 300 Teilnehmer.
Mit Abstand läuft es:  Der Comeback-Run-Hitzeschlacht am Südufer des Markkleeberger Sees stellten sich 300 Teilnehmer. © Dirk Knofe
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„Wir brauchen jede Stimme, um den Laufsport zu retten“ - auch wenn der Laufsport in Deutschland wieder anläuft: Die Veranstalter machen sich ohne staatliche Unterstützung Sorgen um die Zukunft des Laufsports.

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Leipzig. Nach der Absage zahlreicher großer Laufveranstaltungen in Deutschland und der Welt geht es in kleinen Schritten – Corona zum Trotz – auch in der Leipziger Region wieder voran. Erste regionale Wettbewerbe wie der von den Sportfreunden Neuseenland organisierte Comeback-Run am Markkleeberger See oder der traditionelle Stundenpaarlauf der LG Exa in Lößnig (drei Termine) fanden statt. Die Teilnehmer atmeten durch: Endlich wieder im Rhythmus, wenn auch unter Einschränkungen und ohne Zuschauer.

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Doch die Angst bei den Machern der Branche läuft mit. Deshalb will die Interessengemeinschaft German Road Races (GRR) mit einer Petition an das Bundesinnenministerium die deutschen Straßenläufe vor dem Aus retten. Wegen der Corona-Krise stünden viele Veranstaltungen „auf der Kippe“. „Wir brauchen jede Stimme, um den Laufsport zu retten“, sagte der GRR-Vorsitzende Horst Milde, langjähriger Renndirektor des Berlin-Marathons. In der Petition wird ein Hilfsfonds für die Veranstalter gefordert sowie ein großzügigerer Umgang mit den Hygienevorschriften.

„Die Räume im Schloss können wir nicht nutzen“

Der nächste lokale Auftritt wartet am 7. August beim LC Auensee mit dem 40. Sommerabendlauf (Start 17.40 Uhr) – wie gehabt unter Auflagen. Die Anmeldung für das Stadtranglistenrennen erfolgt über die Firma Baer-Service. Die Teilnehmerzahl ist auf 500 begrenzt, (bisher über 170 Meldungen). Am Veranstaltungstag gibt es keine Nachmeldungen. Mitveranstalter Rudi Ulbrich, der fast 83-jährige Organisator, kündigt an: „Wir werden auch eine Siegerehrung durchführen. Dafür werden Reifen platziert, in die Urkunden und Preise hingelegt werden und die Athleten als Selbstabholer agieren.“ Der Lauf über 20 Kilometer entfällt diesmal.

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Zwei Wochen später, am 22. August, findet zum 31. Mal der 100-km-Lauf auf der August-Bebel-Kampfbahn statt, aber ohne Landesmeisterschaftswertung für Sachsen und Bayern. Bisher wollen fast 70 Teilnehmer den langen Kanten absolvieren. Über 50 km haben sich mehr als 30 Aktive und zwölf Staffeln für die 10x10 km gemeldet.

Im September gibt es grünes Licht für den 21. Sparkassen-Südraummarathon (12.9.) in Störmthal. Jörg Bauer (LFV Oberholz) erklärte: „Die Räume im Schloss können wir nicht nutzen, da wird es zu eng, um die erforderlichen Abstandsregeln einzuhalten. Der Start der Teams erfolgt auf dem Sportplatz, zeitversetzt.“ Probleme gebe es noch mit dem 25. Oberholzer Volkssportlauf, der am 27. September im Botanischen Garten stattfinden soll. Dort könnte es wegen des Publikumsverkehrs zu eng werden, eine Entscheidung steht noch aus.

Mit Peter Strauß