08. November 2019 / 14:45 Uhr

Laufrunde und Weghorst-Glück: So will Wolfsburg die Krise abwenden

Laufrunde und Weghorst-Glück: So will Wolfsburg die Krise abwenden

Andreas Pahlmann und Marcel Westermann
Peiner Allgemeine Zeitung
Jetzt gegen Leverkusen: Oliver Glasner und der VfL Wolfsburg.
Jetzt gegen Leverkusen: Oliver Glasner und der VfL Wolfsburg. © imago images/Christian Schroedter
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Sechs Spiele in Folge nicht gewonnen, zuletzt gegen Leipzig, in Dortmund und gegen Gent richtig empfindliche Niederlagen kassiert: Der VfL Wolfsburg ist nach gutem Saisonstart auf dem Weg in die Krise. Am Sonntag (15.30 Uhr) steht das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen an.

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VfL Wolfsburg gegen Bayer Leverkusen – "El Konzernico", wie der Heimklub das Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) in der Werbung augenzwinkernd nennt, ist ein Spiel, dass die Tabellenlage verändern kann. Der VfL würde sich mit drei Punkten in der oberen Hälfte festsetzen, Bayer mit einem Sieg den VfL überholen. Für den VfL wichtiger: Er muss nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen endlich mal wieder überzeugen.

Nach dem 1:3 am späten Donnerstagabend in der Europa League gegen Gent sitzt der Frust immer noch tief. Der VfL hat "die besten ersten 20 Minuten dieser Saison" (Trainer Oliver Glasner) weder in Souveränität noch in Ruhe oder gar in einen Sieg verwandeln können. Und das erste Gegentor drehte dann das Spiel. "So ein negatives Erlebnis wirft uns aus der Bahn", sagt Glasner, "das war am Anfang der Saison noch nicht der Fall." Noch beim Liga-Spiel in Leipzig habe die Mannschaft nach dem 0:1-Rückstand "eine fantastische Reaktion gezeigt", diese Fähigkeit sei "uns in den letzten Woche ein bisschen abhanden gekommen".

Und so sucht Glasner nun vor dem Leverkusen-Spiel den Weg in die Köpfe seiner Spieler. Am Freitagvormittag gab es Einzelgespräche und eine gemeinsame Laufrunde mit Trainerstab und allen Profis, lediglich Josip Brekalo (Bluterguss am Fuß) musste passen. "Wir wollen Einigkeit auch im Training zeigen", so Glasner, "und haben versucht, in Gesprächen der Sache auf den Grund zu gehen."

Die Wölfe in Noten: Das ist die Einzelkritik zum Spiel des VfL Wolfsburg gegen die KAA Gent

<b>Pavao Pervan:</b> Der Österreicher erlebte einen ruhigen Abend, weil von Gent nur selten etwas nach vorn kam, die Bemühungen aber früh unterbunden wurden. Wenn der Torhüter doch mal gefragt war, war er zur Stelle. Bei allen Toren machtlos. - Note: 3 Zur Galerie
Pavao Pervan: Der Österreicher erlebte einen ruhigen Abend, weil von Gent nur selten etwas nach vorn kam, die Bemühungen aber früh unterbunden wurden. Wenn der Torhüter doch mal gefragt war, war er zur Stelle. Bei allen Toren machtlos. - Note: 3 ©
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Was besprochen wurde, bleibt intern, aber die Themen liegen auf der Hand: Der VfL ist vorn nicht durchschlagskräftig genug, hinten zu fehlerhaft - und wird insgesamt viel zu leicht nervös. "Ich weiß nicht, was momentan in unseren Köpfen vorgeht", so Linksaußen Renato Steffen, "wir haben uns in den vergangenen Spielen immer selbst ein Bein gestellt."

Was tun? "Ich bin kein David Copperfield", sagt Glasner, "ich habe keinen Zaubertrick in petto." Aber: "Als wir miteinander gelaufen sind, hatte ich das Gefühl, dass die Köpfe langsam wieder nach oben gehen."

Einen Stimmungsaufheller gab es dazu noch aus den Niederlanden: VfL-Stürmer Wout Weghorst wurde endlich wieder für die niederländische Nationalmannschaft nominiert, steht im Oranje-Kader für die EM-Qualifikationsspiele in Nordirland (15. November) und gegen Estland (19. November). Die Niederlande führen die Gruppe C vor Deutschland und Nordirland an. VfL-Dauerbrenner Weghorst hat bislang drei Länderspiele bestritten, das letzte im Juni 2018. Als die Nachricht von der Nominierung kam, war für den Trainer deutlich sichtbar, dass das VfL-Miteinander auf jeden Fall intakt ist. "Es haben sich alle in der Kabine gefreut", so Glasner, "die Mitspieler fast mehr noch als Wout selbst."

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