26. März 2018 / 11:50 Uhr

Laurynas Kulikas bricht den Bann für Holstein II

Laurynas Kulikas bricht den Bann für Holstein II

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Holsteins Laurynas Kulikas (links) kommt vor Kevin Wendt (Türkspor) an den Ball und verwandelt sicher zur Störche-Führung.
Holsteins Laurynas Kulikas (links) kommt vor Kevin Wendt (Türkspor) an den Ball und verwandelt sicher zur Störche-Führung. © © 2018 Frank Peter, all rights reserved
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4:0-Sieg im Stadtderby der Fußball-Oberliga bei Inter Türkspor

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Es darf aufgeatmet werden: Erstmals ging 2018 ein kompletter Spieltag in der Fußball-Oberliga über die Bühne. Dabei tat sich Spitzenreiter Strand 08 schwerer als erwartet. Beim runderneuerten VfR Neumünster siegten die Strandpiraten mit 1:0. Erster Verfolger bleibt Holstein Kiel II. Die Jungstörche entschieden das Stadtderby deutlich mit 4:0 für sich. Tiefer in den Abstiegsstrudel rutschen der TSV Schilksee (1:1 gegen Friedrichsberg-Busdorf) und der PSV Neumünster (1:2 in Lägerdorf).

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Inter Türkspor Kiel – Holstein Kiel II 0:4

Nach großem Kampf und leidenschaftlichem Einsatz unterlag Türkspor deutlich. Allerdings stand die Partie lange auf Messers Schneide, und Holstein musste sich mächtig strecken, um die quirligen Gastgeber niederzuringen. „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Über weite Strecken haben wir Holstein Paroli geboten“, resümierte Inter-Trainer Özcan Atasoy. 70 Minuten lang kamen die 300 Zuschauer voll auf ihre Kosten. Beide Teams gingen ein hohes Tempo, schalteten bei Ballgewinn blitzschnell um und versuchten mit wenigen Spielzügen vor das Tor zu kommen. Holstein lief dabei oft ins Abseits, während Türkspor nicht zum Torabschluss kam. Ein Kunstschuss aus 22 Metern von Alban Jasari an die Latte des Holstein-Gehäuses (23.) war die einzige Inter-Chance.

Die Gäste kamen vor allem über ihre linke Seite zum Zuge. Gleich zweimal schnappte die hoch stehende Abseitsfalle der Hausherren nicht zu, so dass Felix Niebergall (33.) und Jannik Braun (35.) in Schussposition kamen. Mit letztem Einsatz konnten Alexander von Randow und Kevin Wendt Schlimmeres verhindern. Als sich Holstein das erste Mal über rechts durchsetzte und Julius Alt quer in den Strafraum passte, war Laurynas Kulikas zur Stelle und schob zum 1:0 für Holstein ein (54.). „Man hat am Jubel gesehen, dass Holstein ein Stein vom Herzen gefallen ist“, sagte Atasoy, dessen Team sich noch nicht geschlagen gab.

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Driton Gashi kam halbrechts aus zehn Metern zum Abschluss (64.), und Erdogan Cumur versuchte es mit einem tollen Drehschuss (65.) – Holstein Torwart Malte Schuchardt parierte jedoch glänzend. Als eine Hereingabe quer durch den Inter-Strafraum am rechten Pfosten ankam, markierte der freistehende Braun das 2:0 für Holstein (69.) – die Entscheidung in einem packenden Spiel. Die weiteren Tore durch Kulikas (75.) und Voss (80.) fielen gegen resignierende Gastgeber beinahe mühelos. „Es war ein umkämpftes Spiel, aber unser Sieg ist verdient. Wir waren die effektivere Mannschaft“, meinte Holstein-Coach Ole Werner.