05. Mai 2021 / 21:07 Uhr

Lausitzer Füchse besinnen sich auf ihre Wurzeln

Lausitzer Füchse besinnen sich auf ihre Wurzeln

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Chris Straube möchte, dass die Lausitzer Füchse wieder mit Herz und vor allem erfolgreicher Eishockey spielen. 
Trainer Chris Straube möchte, dass die Lausitzer Füchse wieder mit Herz und vor allem erfolgreicher Eishockey spielen. © Imago/Blatterspiel
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Die Weißwasseraner setzen wieder mehr auf Leute aus der Region. Die Rückkehr von Steve Hanusch und Toni Ritter, die bis 2006 bei den Lausitzer Füchsen ausgebildeten wurden und auch Trainer Chris Straube spiegeln diese Philosophie wieder.

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Weißwasser. In den letzten beiden Jahren hatte sich Weißwassers Geschäftsführer Dirk Rohrbach aus der Zusammenstellung der Füchse-Mannschaft weitestgehend herausgehalten und Trainer Corey Neilson das Feld überlassen. Trotz beachtlicher Budgets und einer Reihe individuell guter Spieler blieb der Erfolg höchst überschaubar: Die Blau-Gelben verpassten jeweils die Meisterrunde. Und irgendwie ähnelten sich Spielweise und Saisonverläufe.

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Im Februar war dann das Kapitel Neilson bei den Ostsachsen beendet und Co-Trainer Chris Straube wurde zum Headcoach befördert. Ihm assistierte fortan André Mücke. Zwar schaffte das neue Duo die sportliche Wende nicht mehr. Die Leistungssteigerungen bei einzelnen Spielern und der verbesserte Teamgeist waren aber nicht zu verkennen.

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„Seit der Übernahme durch Chris Straube und André Mücke ging ein emotionaler Ruck durch die Mannschaft. Die Kommunikation und auch das Teamverhalten waren deutlich positiv. Beide haben eine weitere Chance verdient, mit dem neuen Kader zu zeigen, dass das Zusammenspiel zwischen den jungen und den erfahrenen Akteuren weiterhin Früchte trägt und sie mit einem neuformierten Team die Saison erfolgreich gestalten können“, erklärte Rohrbach die Weiterbeschäftigung der sportlichen Leitung.



Auf Weißwasseraner Identitäten setzen

Und nicht nur das: Der Oberfuchs bringt sich nun auch wieder selbst in die Mannschaftszusammenstellung ein. Seinem Credo, wieder deutlicher auf Weißwasseraner Identitäten zu setzen, wird auch die Trainerentscheidung gerecht. Chris Straube geht in sein neuntes Jahr in der Lausitz; nach fünf Jahren als Spieler und nun auch schon drei im Traineramt.

„Ich war noch nie so lange bei einem Verein. Ich kenne die Gegend, das Umfeld, die Tradition. Ich weiß, wie wichtig den Fans ihr Club ist“, sagt der Deutsch-Kanadier, der inzwischen sogar seinen Hauptwohnsitz in der Oberlausitz anmeldete. Und Co-Trainer Mücke ist ein echtes Weißwasseraner Urgestein, das bis 2018 die Schlittschuhe für seinen Heimatclub schnürte und anschließend direkt als Coach in den Füchse-Nachwuchs wechselte.

Sprungbrett für höhere Aufgaben

Die ersten beiden Neuverpflichtungen, Steve Hanusch und Toni Ritter von den Dresdner Eislöwen, wurden bis 2006 in Weißwasser ausgebildet und kehren nun als gestandene Zweitligacracks mit DEL-Erfahrung in die Heimat zurück. Dennoch sehen sich die Füchse weiter als Ausbildungsverein. „Unser Club kann und wird für junge Spieler wie auch für die Ausländer das Sprungbrett für höhere Aufgaben sein. Das hat sich herumgesprochen. In Weißwasser kann man sich in einem sehr guten Umfeld komplett auf den Sport konzentrieren“, weiß Trainer Straube.

Und so überrascht auch die Vergabe der ersten beiden (von vier möglichen) Ausländerstellen nicht. Nach Jahren, in denen fast durchweg die nordamerikanische Schiene bedient wurde, kommen diesmal zwei junge Finnen in den Fuchsbau: Arttu Rämö (23) und Roope Mäkitalo (22) wechseln vom finnischen Zweitligameister Ketterä nach Weißwasser. „Die beiden harmonieren sehr gut. Deshalb haben wir sie auch gemeinsam geholt. Besonders ihre Kreativität und ihr Passspiel waren ein wichtiger Faktor für ihre Verpflichtung, da wir uns dadurch auch eine Verbesserung beim Powerplay versprechen“ erklärte Trainer Chris Straube.

Es zeichnet sich ab, dass die Ostsachsen wieder mit einer sehr jungen Mannschaft an den Start gehen werden. Doch das soll kein Handicap sein. Für Coach Straube steht jedenfalls fest: „Zwei Dinge müssen diesmal grundlegend besser werden – das Powerplay und die Disziplin. Ich denke, dass es dann schon für die Play-offs reichen könnte.“

von Sebastian Matthieu

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