30. März 2021 / 10:01 Uhr

Lausitzer Füchse können Meisterrunde abhaken und baggern drei Dresdner an

Lausitzer Füchse können Meisterrunde abhaken und baggern drei Dresdner an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Lausitzer Füchse (gelb) und die Dresdner Eislöwen kämpfen regelmäßig um Punkte. Jetzt haben die Weißwasseraner auch noch drei Akteure des Kontrahenten auf dem Wunschzettel stehen.
Die Lausitzer Füchse (gelb) und die Dresdner Eislöwen kämpfen regelmäßig um Punkte. Jetzt haben die Weißwasseraner auch noch drei Akteure des Kontrahenten auf dem Wunschzettel stehen. © Matthias Rietschel
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Die Lausitzer Füchse haben die letzten zwei Partien in der DEL2 verloren und besitzen keine realistische Chance mehr, die Meisterrunde zu erreichen. Sie planen bereits die neue Saison und wollen drei Akteure der Dresdner Eislöwen nach Weißwasser locken.

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Weißwasser. Nach den beiden Niederlagen am Wochenende ist für die Lausitzer Füchse der Traum vom Erreichen der Meisterrunde ausgeträumt. Erst verloren die Weißwasseraner am Freitag in Freiburg mit 4:5. Am Sonntag folgte eine 3:5-Heimpleite gegen die Heilbronner Falken. Zweimal verkauften sich die Ostsachsen sehr achtbar. Zweimal gelang es aber nicht, die engen Begegnungen auf die eigene Seite zu ziehen.

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Powerplay-Quote peinlich

Im Breisgau verhinderten das eine zu schlechte Chancenverwertung, ein dürftiges Powerplay und ein paar grobe Abwehrschnitzer zuviel. Daheim gegen Heilbronn war das Überzahlspiel der Unterländer so gut, dass trotz des ansonsten passablen Penaltykillings der Oberlausitzer drei von viermal Unterzahl in Gegentreffern mündeten. „Es war fast wie ein Play-off-Spiel. Da kommt es auf die Special Teams an und deshalb haben die Falken heute die Oberhand behalten“, zog EHC-Trainer Chris Straube sein Fazit – ohne anzumerken: „Bei fünf gegen fünf waren wir besser.“

Schon nach dem 4:5 in Freiburg hatte sich der neue Oberfuchs positiv über sein Team geäußert, dass wirklich gut kämpfte, dem aber vor allem auf den Ausländerpositionen und bei den erfahrenen Deutschen die erforderliche Klasse fehlt. Der Tausch von Robert Farmer zu Jonathon Martin – noch auf Geheiß von Ex-Coach Corey Neilson vollzogen, hatte die Mannschaft nicht verbessert. Rylan Schwartz hatte zuletzt auch kein Torjäger-Potenzial und so verwundert es auch nicht, dass die Füchse der Zweitligist mit den wenigsten eigenen Toren sind. Das wiederum liegt natürlich auch an der unterirdischen Powerplayquote, die mit 14,1 Prozent Überzahlerfolgen die schlechteste der DEL2 ist.

Sucht man nach den positiven Aspekten der Schlussphase der diesjährigen Hauptrunde, dann ist da in erster Linie die Entwicklung der jüngeren Spieler zu nennen. Lars Reuß, Korbinian Geibel, Tim Detig, Ludwig Nirschl, Luis Rentsch oder auch Moritz Raab, alle erst 20 Jahre oder jünger, haben sich zu festen Größen gemausert, die Verantwortung übernehmen und auch für Gefahr sorgen können. Ganz zu schweigen vom noch immer 17-Jährigen Bennet Roßmy, der sicher schon jetzt in dem einen oder anderen Scoutingreport für höhere Ligen vermerkt sein dürfte.

Dresdner Trio umworben

Derweil sickerte durch, dass die Weißwasseraner bei den Planungen für die kommende Spielzeit auch drei Akteure aus dem Kader der Dresdner Eislöwen auf dem Wunschzettel stehen haben: Steve Hanusch, Toni Ritter und Jordan Knackstedt. Auf Nachfrage erklärte Geschäftsführer Dirk Rohrbach dazu: „Wir haben mit den Spielern gesprochen und unser grundsätzliches Interesse hinterlegt. Steve Hanusch und Toni Ritter sind Weißwasseraner und damit für uns natürlich sehr interessant, weil wir wieder mehr auf einheimische Spieler setzen wollen. Jordan Knackstedt ist mit seinen Scoringqualitäten für jede Mannschaft eine Bereicherung. Aber wir müssen abwarten, wohin die personelle Entwicklung in Dresden geht.“

Zunächst jedoch steht für die Blau-Gelben der „Oster-Dreier“ an. Donnerstag reisen die Füchse nach Ravensburg, ehe sie am Samstag Kaufbeuren empfangen und sich am Montag zum letzten Sachsenderby im Sahnpark mit dem ETC Crimmitschau duellieren.

Sebastian Matthieu