28. November 2019 / 09:49 Uhr

Lausitzer Füchse lassen Betreuer und Fans rätseln

Lausitzer Füchse lassen Betreuer und Fans rätseln

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Trainer Corey Neilson kann sich in manchen Tagen nur wundern.
Trainer Corey Neilson kann sich in manchen Tagen nur wundern. © Gunnar Schulze
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Das Eishockey-Team aus Weißwasser spielt erst stark und verliert, dann spielt es schwach und gewinnt. Wie kann das sein?

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Weißwasser. Die Frage, was sich bei den Lausitzer Füchsen nach der Länderspielpause im Vergleich zu der Zeit davor geändert hat, ist nur schwer zu beantworten. Zwar boten die Weißwasseraner in Kassel eine ihrer bisher besten Saisonleistungen, gingen aber als 0:1-Verlierer vom Eis. Zwei Tage später gegen die Bayreuth Tigers schienen die Blau-Gelben zumindest temporär von allen guten Geistern verlassen, holten sich mit einem 5:3 jedoch die drei Punkte.

„Bei uns war es nun schon öfter so, dass die Resultate nicht zur Leistung gepasst haben. Insofern freuen wir uns doch einfach über den Sieg gegen Bayreuth, in deren Reihen ja auch viele gute Spieler stehen“, wiegelte EHC-Stürmer Robert Farmer Nachfragen danach, warum sich die Lausitzer immer wieder selbst das Leben schwer machen und die Defensive entblößen, ab. Dagegen wurde Trainer Corey Neilson recht deutlich: „Es ist schön, endlich wieder gewonnen zu haben. Aber das war heute unsere schlechteste Leistung seit langem. Zum Glück haben wir die nötigen Tore geschossen. Doch Bayreuth hat es uns sehr schwer gemacht. Unser Torhüter war überragend. Er hat den Weg zum Sieg, den wir gefunden haben, geebnet. Ich mag ja unsere Kids, aber die haben heute agiert, als sei es ihr erstes Spiel gewesen. Diesmal haben es die älteren gerissen.“

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Tatsächlich avancierten die wenigen etwas erfahreneren Cracks zu den Sieggaranten. Vor allem die Kontingentspieler stachen heraus: Je zwei Tore schossen Darcy Murphy und Robert Farmer. Mike Hammond legte dreimal auf und Keeper Mac Carruth fischte hinten gefühlte 20 Chancen weg. Den fünften Treffer besorgte Top-Torschütze Jordan George mit feiner Einzelleistung. Vermutlich aber hätten die fünf Buden, die die Füchse zustande brachten, gar nicht gereicht, wenn nicht der Weißwasseraner Schlussmann einmal mehr über sich hinaus gewachsen wäre. Angesichts der vielen Lücken im Abwehrverhalten der Neilson-Schützlinge kommt immer wieder der Name Joel Keussen ins Gespräch. Seit dem 6:2 gegen Crimmitschau fehlt der 28-Jährige – und eine Rückkehr ist noch nicht absehbar. Dem Vernehmen nach hat sich Keussen beim Hanteltraining eine Rückenverletzung zugezogen, die schwerwiegender sei, als zunächst angenommen.

Das ließ Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel des Nummer-eins-Defenders ins Kraut schießen. „Joel Keussen ist ein Fuchs mit Herz und Seele – und bleibt es auch“, stellte die offizielle EHC-Homepage in der Wochenendvorschau klar. Und der Akteur mit der Rückennummer sieben war auch im Fuchsbau anwesend. Vielleicht gibt schon das nächste Wochenende mehr Aufschluss über die Ausfalldauer von Keussen und Fortschritte im Füchse-Spiel. Denn dann warten zwei dicke Brocken auf die Ostsachsen: Erst gastiert am Freitag ab 19.30 Uhr der amtierende DEL2-Champion in Weißwasser. Dann geht es am Sonntag zu dem „Dauerfavoriten“ aus Bietigheim.

Sebastian Matthieu

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