13. Oktober 2021 / 09:54 Uhr

Lausitzer Füchse mit dem Saisonstart hochzufrieden

Lausitzer Füchse mit dem Saisonstart hochzufrieden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gegen Bad Tölz konnte Hunter Garlent (l.) noch mit Toni Ritter jubeln. In Selb musste der Goldhelm der Lausitzer verletzt raus.
Gegen Bad Tölz konnte Hunter Garlent (l.) noch mit Toni Ritter jubeln. In Selb musste der Goldhelm der Lausitzer verletzt raus. © T. Heide
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Start nach Maß: Mit den Erfolgen gegen Bad Tölz und Selb gelang den Lausitzer Füchsen mal wieder ein Sechs-Punkte-Wochenende. Damit holte die Mannschaft insgesamt drei Siege aus den bisherigen vier Saisonspielen.

Weißwasser. Seit der Doppelrunde 28. Februar/1. März 2020 mussten die Lausitzer Füchse auf ein sogenanntes Sechs-Punkte-Wochenende warten – mithin länger als eine komplette Spielzeit. Nun war es endlich wieder so weit: Mit einem 4:1 daheim gegen Bad Tölz und einem 6:3 auswärts bei den Selber Wölfen wurden zwei glatte Siege eingefahren. Mit drei Spielgewinnen aus den bisherigen vier Saisonspielen ist der Schluss auf einen geglückten Auftakt in die Hauptrunde 2021/22 durchaus zulässig. Was aber auch beachtlich ist: Die Mannschaft präsentiert sich – anders als in den beiden Jahren zuvor – als Einheit und nicht mehr als Ensemble aus Einzelkönnern.

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Freitag gegen Crimmitschau

Und auch in puncto Disziplin ist der EHC auf besseren Pfaden als dereinst unterwegs. Sammelten die Blau-Gelben vor Jahresfrist die meisten Strafzeiten aller Zweitligisten, so sind sie aktuell das „bravste Team“. Und alle acht Unterzahlspiele, die die Cracks von Trainer Chris Straube bisher absolvieren mussten, wurden schadlos überstanden. Natürlich ist die Spielzeit noch jung und auch in Weißwasser nicht alles Gold was glänzt. Der erste Eindruck aber ist ein guter und die Resultate sind dem Selbstvertrauen sicher nicht abträglich. Dazu kommt, dass die Weißwasseraner ihrem Coach Straube offenbar auf’s Wort parieren. Der nämlich hatte nach diversen Breaks, die seine Schützlinge vor Wochenfrist Dresden und Bad Nauheim gestatteten, angekündigt: „Um erfolgreich zu sein, müssen wir vor allem die Anzahl der Konter, die wir den Gegnern am ersten Wochenende gaben, verringern. Das war einer der Schwerpunkte im Training unter der Woche.“

Weder gegen Bad Tölz noch in Selb ließen die Blau-Gelben diesmal derartige Turnovers zu. Mit einem starken Leon Hungerecker im Tor wurden die Druckphasen der Kontrahenten fast durchweg schadlos überstanden. Und offensiv sorgten diesmal nicht nur die Reihen mit den Kontingentspielern für Zählbares. „Es ist immer gut und auch wichtig, wenn auch die jungen Leute aus den hinteren Reihen scoren“, kommentierte Chris Straube die Treffer von Luis Müller und Luis Rentsch beim 6:3 in Selb.

Die Partie beim Aufsteiger hielt den größten Aufreger bereits nach fünfeinhalb Minuten parat, als Top-Scorer Hunter Garlent nach einem verspäteten Check von Nick Walters heftig in der Bande einschlug und sichtbar benommen sowie stark blutend vom Eis musste. Zumindest in der Porzellanstadt kehrte der Kanadier nicht mehr aufs Eis zurück. Ob Garlent am kommende Wochenende, wenn die Füchse erst Crimmitschau empfangen (Freitag, 19.30 Uhr) und dann zum ESV Kaufbeuren reisen (Sonntag, 17 Uhr), wieder mitwirken kann, wird sich erst nach noch ausstehenden Untersuchungen in dieser Woche entscheiden.

Sebastian Matthieu