12. Januar 2022 / 21:06 Uhr

Lausitzer Füchse nach dem Sachsenderby in Crimmitschau arg deprimiert

Lausitzer Füchse nach dem Sachsenderby in Crimmitschau arg deprimiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hunter Garlent (l.) kommt hier gegen Crimmitschaus Gregory Kreutzer nicht an den Puck.
Hunter Garlent (l.) kommt hier gegen Crimmitschaus Gregory Kreutzer nicht an den Puck. © Thomas Heide
Anzeige

Das war nichts: Die Weißwasseraner Eishockey-Cracks haben nach dem 2:5 in Crimmitschau einiges aufzuarbeiten.

Crimmitschau/Weißwasser. Das Zugucken dürfte Dirk Rohrbach am Dienstag schwergefallen sein. Der Geschäftsführer der Lausitzer Füchse war mit nach Crimmitschau gereist, um sich das Derby der Eispiraten gegen die Weißwasseraner vor Ort anzusehen. Zugleich analysierte der 49-Jährige in den Drittelpausen und nach Spielschluss das Match für die SpradeTV-Zuschauer. Das, was die Ostsachsen boten, war erschreckend schwach. Am Ende waren die Blau-Gelben mit der 2:5-Pleite noch gut bedient.

Anzeige

Lediglich Keeper Leon Hungerecker zeigte Normalform und bewahrte seine Farben vor einer viel deutlicheren Klatsche. Schon in der ersten Pause mahnte Rohrbach mehr Laufbereitschaft und ein konsequenteres Zweikampfverhalten an. Da stand es bereits 2:0 für die Crimmitischauer, denen die beiden Treffer auf dem Silbertablett serviert worden waren.

Mehr zum Sport

Was Rohrbach garantiert nicht ahnte, war, dass seine Füchse im Mittelabschnitt noch dürftiger auftraten. Nach 40 Minuten lautete die Torschussstatistik 28:5 (!) für Crimmitschau, der Spielstand (nur) 4:0. Sicher, die Oberlausitzer mussten „ohne acht“ antreten. Das Lineup reichte so gerade für drei Blöcke. Nach einem ungeahndeten Check gegen den Kopf musste Steve Hanusch Mitte der zweiten Periode auch noch mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch vorzeitig in die Kabine. Allerdings fehlten den Westsachsen mit Mathieu Lemay und Scott Timmins die Top-Scorer – was in dieser Partie nie zu merken war. Erst als die Rot-Weißen im Schlussabschnitt einen Gang zurückschalteten und Torhüter Luka Gracnar, offenbar „eingefroren“, zwei eher harmlose Schüsse passieren ließ, wurde das Ergebnis freundlicher. Das 5:2 war ein Tor ins verwaiste EHC-Gehäuse.


Eine durchaus plausible Erklärung für den schlechten Auftritt ist die, dass der Kanada-Top-Sturm (Garlent und Quenneville) mit regelmäßig um die 30 Minuten Eiszeit pro Spiel, Einsätzen in jeder Über- und fast jeder Unterzahl, einfach mit den Kräften am Ende ist. Doch Zeit zur Regeneration bleibt kaum. Am Freitag reisen die Füchse zum vierten Auswärtsspiel in Folge nach Landshut, ehe am Sonntag ab 17 Uhr Bayreuth im Fuchsbau gastiert – dann wohl wieder vor Zuschauern. Sebastian Matthieu