16. Februar 2022 / 09:51 Uhr

Lausitzer Füchse nun auch noch in der Corona-Mangel

Lausitzer Füchse nun auch noch in der Corona-Mangel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auch Füchse-Coach Petteri Väkiparta hat es erwischt.
Auch Füchse-Coach Petteri Väkiparta hat es erwischt. © imago images
Anzeige

Mehrere Spieler, Trainer und der Geschäftsführer der Lausitzer Füchse befinden sich derzeit in Quarantäne. Die letzten Spiele der Sachsen waren auch eher durchwachsen. Zwar konnte man überraschend hoch mit 7:1 gegen Kaufbeuren gewinnen, doch folgten dann eine 1:2-Niederlage gegen Crimmitschau und ein 2:4 gegen Frankfurt.

Weißwasser. Den Lausitzer Füchsen bleibt aktuell wenig bis nichts erspart. Ausgerechnet jetzt, da der Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt in die entscheidende Phase geht, hat sich das lästige, die gesamte Gesellschaft beherrschende Coronavirus auch im Fuchsbau breitgemacht. Nach positiven Schnelltests letzten Donnerstag und sofort veranlassten PCR-Tests stand fest, dass beide Trainer, der Mannschaftsbetreuer Stefan Wohlschlager, mit Richie Mueller, Steve Hanusch, Jakub Kania, Toni Ritter und Stéphane Döring fünf Feldspieler, Ersatztorhüter Nils Velm und auch Geschäftsführer Dirk Rohrbach dem Arbeitsplatz bis auf Weiteres fernbleiben müssen.

Anzeige

Um zumindest drei Reihen aufbieten zu können, wurde Marius Stöber nachlizenziert. Das Füchse-Eigengewächs hatte zuletzt am 18. März 2018 in der Relegation gegen Bayreuth das EHC-Dress getragen. Nach Differenzen mit dem damaligen Coach Corey Neilson wechselte der Angreifer nach Selb. Über die Stationen Halle und Niesky kehrte der erst 26-Jährige letzten Sommer nach Weißwasser zurück, um fortan in der U23 des Eissport Weißwasser zu spielen und eine Trainerlaufbahn einzuschlagen. Am Freitag gegen Kaufbeuren stand der Stürmer nicht nur im Lineup. Er erzielte beim überraschend klaren 7:1-Heimerfolg gleich noch den ersten Treffer.

Besonders rührend: Auch Stöbers Bruder Lukas Pfriem war mit von der Partie – als Linienrichter. Der sicherte nach dem 1:0 den Puck und übergab ihn an den Torschützen. „Es hat mich emotional fast überwältigt. Das kam ja insgesamt alles sehr plötzlich. Früh war ich noch aushilfsmäßig beim Training. Dann folgte die schnelle Lizenzierung – alles eher notdürftig. Anschließend hatte ich über den Tag die Gelegenheit, mich auf den Abend vorzubereiten. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den Jungs, die mich warm empfangen und mir immer ein gutes Feedback gegeben haben. Der Sieg am Ende war dann natürlich richtig cool“, beschrieb Marius Stöber sein Comeback.

Vorentscheidung im Kampf um Platz zehn

Zu mehr Zählbarem reichte es für die Ostsachsen dann aber nicht mehr. Der dezimierte EHC bot den praktisch in Bestbesetzung antretenden Crimmitschauern und Frankfurtern gut und energisch die Stirn. Zweimal wurde allerdings der Start in die Begegnungen verschlafen. Die Eispiraten gingen noch in der ersten Spielminute in Führung, retteten ein ganz knappes 2:1 ins Ziel. Die Löwen aus Hessen lagen nach 20 Minuten gar 3:0 vorn. Doch auch hier bissen sich die Füchse zurück. So benötigten die neuen Tabellenführer ein empty-net-goal (Schuss ins leere Gehäuse), um sich (mit 4:2) durchzusetzen. An der Bande stand übrigens Torwarttrainer Sakari Lindfors. Ihm assistierten die Verletzten Jens Baxmann und Clarke Breitkreuz.

Anzeige

Letztgenannter bestritt auch die Pressekonferenzen. „Mit nur 15 Feldspielern ist es schwer, in so kurzen Abständen in die Spiele zu finden. Der Charakter der Mannschaft ist toll. Auch nach dem 0:3 haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Da sind zum Beispiel zwei 19-Jährige aus Berlin, die inzwischen mehrfach nachgewiesen haben, dass sie in diese Liga gehören. Leider haben wir den Weg zum Ausgleich nicht mehr gefunden. Aber wir haben uns richtig gut angetrieben. Gegen ein starkes Team, das mit vier guten Reihen angetreten ist, haben wir richtig hart dagegengehalten“, fasste der reguläre Füchse-Kapitän Breitkreuz zusammen.

Aber die Punkte fehlen eben. So werden die folgenden Spiele gegen Landshut (Donnerstag), in Bayreuth (Sonnabend) und daheim gegen Kassel (Montag) wohl die Vorentscheidung im Kampf um Platz zehn bringen.

Sebastian Matthieu

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.