14. Januar 2021 / 07:50 Uhr

Lausitzer Füchse stecken in einer Niederlagenserie

Lausitzer Füchse stecken in einer Niederlagenserie

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Coach Corey Neilson kann ergebnistechnisch durchaus zufrieden sein.
Mit den aktuellen Ergebnissen kann Füchse-Trainer Corey Neilson nicht zufrieden sein. © Thomas Heide
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In den letzten beiden Auswärtsspielen gibt es für die Lausitzer Füchse eine Bilanz von 2:10-Toren zu verzeichnen. Ausgangspunkt: Das aus der Hand gegebene Heimspiel gegen Heilbronn.

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Weißwasser. Mit einem Sieg, dem dritten in Folge, waren die Lausitzer Füchse in das Jahr 2021 gestartet. Dem jedoch folgten nun schon drei Niederlagen in Serie. Zunächst gewannen die Heilbronner Falken nach einem umkämpften Match in Weißwasser mit 5:4 nach Penaltyschießen. Dann setzte es in Freiburg ein 1:6 und am Dienstag in Heilbronn ein 1:4.

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Obwohl die Ostsachsen beim Heimspiel gegen die Falken bis kurz vor Ende der zweiten Periode mit 4:2 führten, reichte es nicht zum Sieg. Eine lange doppelte und folgend die einfache Überzahl nutzten die Baden-Württemberger zum Ausgleich. Nach torlosem Schlussabschnitt bewiesen die Gäste im Penaltyschießen die besseren Nerven. „Wir haben ein ordentliches Match abgeliefert und viel investiert. Wahrscheinlich waren es ein paar Fehler zu viel“, resümierte Trainer Corey Neilson. Und auch Ondrej Pozivil, der nach zweimonatiger Handverletzungspause sein Comeback feierte, war nicht unzufrieden: „Ich meine, dass wir uns zuletzt von Spiel zu Spiel verbessert haben. Wir stehen füreinander ein, setzen die Taktik inzwischen ordentlich um und sind auf einem guten Weg.“

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Der fand resultatsmäßig keine Fortsetzung, obwohl die Füchse sowohl in Freiburg als auch in Heilbronn zumindest gleichwertig, phasenweise sogar besser waren. 2:10 Tore aus den beiden Auswärtspartien verdeutlichen aber, wo es momentan klemmt. „Wir haben viel versucht und hart gearbeitet, aber es fehlte die Kreativität. Und wenn wir mal Torchancen hatten, dann waren die Torhüter der Gegner sehr gut“, sah es Coach Neilson. Aus jeder Menge Scheibenbesitz wurden zu wenig hochkarätige Tormöglichkeiten produziert. Und wenn die Pucks Richtung gegnerisches Gehäuse gebracht wurden, fehlten der Mann im Slot und der nötige Killerinstinkt.

Zwei weitere Probleme begleiten die Oberlausitzer – und das schon eine ganze Weile: In Über- und Unterzahl läuft es suboptimal. Nur Bayreuth und Dresden spielen ein harmloseres Powerplay als die Weißwasseraner. Die wiederum sind das fünftschlechteste Team im Penaltykilling. In Heilbronn wurde das mehr als deutlich. Praktisch drei der vier Gegentore kassierte man bei Spielernachteil. Mal selbst in Überzahl wurde kaum in die Aufstellung gefunden, geschweige denn besondere Gefahr entfacht. „Unsere erfahrenen Spieler hassen es, zu verlieren. Ich hasse es auch. Deshalb ging es bei den Falken dann auch mal zur Sache“, erklärte Corey Neilson die etwas ruppige Gangart seiner Schützlinge in den letzten 20 Minuten. Vielleicht lässt sich der Frust ja in positive Energie umwandeln. Denn mit dem Sachsenderby am Freitag in Crimmitschau und dem ESV Kaufbeuren, der Sonntag im Fuchsbau antritt (17 Uhr), warten erneut unangenehme Gegner. Sebastian Matthieu