15. Januar 2020 / 08:47 Uhr

Lausitzer Füchse wieder in der Erfolgsspur

Lausitzer Füchse wieder in der Erfolgsspur

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Coach Corey Neilson kann ergebnistechnisch durchaus zufrieden sein.
Corey Neilson arbeitet hart mit seiner Mannschaft. „Ich bin sehr froh, dass wir am Wochenende zwei wirklich gute Spiele abgeliefert haben. In Dresden beim Open Air waren wir auch besser. Aber da hat das Resultat noch nicht gestimmt“, so der Füchse-Trainer. © Thomas Heide
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Am Wochenende haben die Lausitzer Füchse zwei gute Spiele abgeliefert. Füchse-Trainer Corey Neilson arbeitete mit der Mannschaft vor allem in den Bereichen Athletik und Torabschluss.

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Weißwasser. Mit einer klaren Ansage hatte sich EHC-Geschäftsführer Dirk Rohrbach vor der vergangenen Doppelrunde gemeldet: „Wir werden am Wochenende die Punkte holen, die wir zuletzt liegengelassen haben. Wir brauchen alle Punkte, schon die am Freitag!“ So ganz konnte das Füchse-Team die Vorgabe des „Oberfuchses“ dann doch nicht erfüllen. Zwar wurde in Kaufbeuren mit 4:2 gesiegt. Daheim gegen Heilbronn reichte es trotz temporär drückender Überlegenheit aber nur zu einem 4:3 nach Verlängerung.

So holten die Ostsachsen aber immerhin fünf der sechs möglichen Punkte. Tabellarisch hatte das noch keine Auswirkungen. Weißwasser belegt nach wie vor Rang elf und damit den ersten Abstiegsrundenplatz. „Ich bin sehr froh, dass wir am Wochenende zwei wirklich gute Spiele abgeliefert haben. In Dresden beim Open Air waren wir auch besser. Aber da hat das Resultat noch nicht gestimmt“, resümierte Füchse-Trainer Corey Neilson, der unter der Woche vor allem in den Bereichen Athletik und Torabschluss gearbeitet hatte.

Lausitzer Goalie zur Stelle

Vor allem letzteres zeigte Wirkung. Mit viel mehr Geradlinigkeit suchten den Blau-Gelben den Weg zum gegnerischen Tor. Zudem waren beim Spielaufbau, im Defensivverhalten, der Einsatzbereitschaft und Disziplin deutliche Verbesserungen nicht zu verkennen. Und hätte im Tor der Heilbronner Falken nicht der an diesem Tage überragende Matthias Nemec gestanden, dann wären die Oberlausitzer sicher als klarer Sieger vom Eis gegangen. So aber entschärfte der Goalie des Tabellenzweiten gleich mehrere Hochkaräter, während zwei gekonnt ins Tor abgefälschte Scheiben und ein 35 Sekunden vor Spielende mit zusätzlichem Angreifer erzielter Treffer den Gästen doch noch einen Zähler retteten.

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Eric Mik komplettiert Füchse

„Wir haben hier nicht zwei Punkte verloren. Ich muss neidlos anerkennen, dass wir einen Punkt gewonnen haben. Zwei Drittel lang waren wir sicher nicht die bessere Mannschaft“, räumte Falken-Trainer Alexander Mellitzer ein. Ein Füchse-Neuzugang war mit seinem Heimdebüt dagegen sehr zufrieden: „Es war mein erster Wechsel auf dem Weißwasseraner Eis, ich habe mein erstes Tor für uns geschossen – und das noch gegen meinen Ex-Club aus Heilbronn. Perfekt!“, frohlockte Brad Ross, der zum dritten Mal für die Neilson-Schützlinge auflief.

Und auch ein Rückkehrer hatte allen Grund zur Freude: Eric Mik. Der 19-Jährige spielte für Deutschland bei der Eishockey-U20-Weltmeisterschaft. Als er die Lausitzer Mitte Dezember verließ, waren die noch ein Playoff-Aspirant und lagen auf Tabellenplatz neun. Neun Spiele später kehrte der Verteidiger zurück. Da war der EHC Elfter und hatte fünf Partien am Stück verloren. Auf die Frage, ob es Zufall gewesen sei, dass die Füchse nun wieder mit dem Abwehrmann gleich zwei Siege holen konnten, lachte dieser: „Ich könnte ja jetzt nein sagen… Aber im Ernst – ich probiere, so viel wie möglich positive Energie in die Mannschaft zu bringen und in der Kabine für eine gute Stimmung zu sorgen. Ich will den Erfolg, für mich und mein Team!“

jur