22. Februar 2019 / 12:04 Uhr

Lauter Ritterhuder Jungs

Lauter Ritterhuder Jungs

Tobias Dohr
Weser-Kurier
Wieder voll dabei: Fabian Middelsdorf (rechts) will seinen Teil dazu beitragen, dass die Ritterhuder Fußballer wieder zu einer echten Einheit werden.
Wieder voll dabei: Fabian Middelsdorf (rechts) will seinen Teil dazu beitragen, dass die Ritterhuder Fußballer wieder zu einer echten Einheit werden. © Tobias Dohr
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Landesligist freut sich sich über die Rückkehr einiger alter Bekannter

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Die Marschrichtung nach dem Rücktritt von Trainer Julian Geils im vergangenen Herbst war klar umrissen: Beim Fußball-Landesligisten TuSG Ritterhude sollte es künftig vor allem wieder um die Stärkung der vereinseigenen Identifikation gehen. Genau aus diesem Grund hatte Spartenvorstand Volker Guttmann bereits im November angekündigt, im Spielerkader noch einmal nachjustieren zu wollen. Gut eine Woche vor dem Start der Rest-Rückrunde lässt sich eindeutig sagen: Sie haben Wort gehalten bei der TuSG.

Phil Knauth, Pascal Kranz, Benjamin Samorski und Paul Ihongbe haben den Verein im Winter verlassen. Zugegeben ist den Hammestädtern da viel fußballerische Qualität abhandengekommen. Auf der anderen Seite waren es auch allesamt Spieler, die sich – so war es hinter vorgehaltener Hand immer mal wieder aus dem Umfeld des Vereins zu vernehmen – nie zu 100 Prozent mit der TuSG Ritterhude und deren Werten identifizieren wollten oder konnten. Ersatz haben die Ritterhuder aber auch gefunden. Und dieser Ersatz erfüllt genau das Kriterium, das Spartenvorstand Volker Guttmann sich für zukünftige Neuzugänge vermehrt gewünscht hatte: eine Ritterhuder Vergangenheit.

Drei Rückkehrer und zwei Neuzugänge (die eigentlich aber auch Rückkehrer sind) – so lassen sich die „alten Neuen“ zusammenfassen. Da wäre zum einen das Trio Niklas Tröger, Nikolai Lehbrink und Fabian Middelsdorf. Alle drei fehlten zuletzt aus unterschiedlichen Gründen. Tröger weilte auf Auslandsreise in Australien, Middelsdorf studierte auswärts, Nikolai Lehbrink laborierte längere Zeit an einer Schambeinentzündung. Nun sind alle wieder da – und das Trio weiß ganz genau, welche Tugenden bei der TuSG gefragt sind.

Zwei junge Urgesteine

Mit Julian Deppe und Can Kur haben sich zudem zwei ganz junge Akteure dem Team von Neu-Trainer Torsten Just angeschlossen, die das wohl erfolgreichste Kapitel der Ritterhuder Fußballjugend mitgeprägt haben. Beide spielten einst in jener U14, die sich sensationell für die Landesliga qualifizierte. Zuletzt liefen Deppe und Kur für den SC Borgfeld in der Regionalliga Nord auf, nun haben sie vorzeitig den Weg zurück in die Hamme-Gemeinde gefunden, was Volker Guttmann besonders stolz macht: „Das sind echte Ritterhuder Jungs. Wir hoffen, dass dadurch wieder etwas in die Mannschaft kommt, was zuletzt ein wenig gefehlt hat.“

Trainer Torsten Just hat das Gefühl, dass genau dieser Effekt bereits eingetreten ist: „Es ist nach den hektischen Tagen im Dezember Ruhe eingekehrt im Kader.“ Und genau das sei entscheidend, wollen die Ritterhuder in den kommenden Monaten noch ein paar Erfolge feiern. „Es ist ganz wichtig, dass die Jungs wieder untereinander Vertrauen gewinnen. Erst Recht, wenn man sich spielerisch entwickeln will“, sagt Just, der zuletzt mit Trainingsbeteiligung und Einsatzbereitschaft absolut zufrieden war und sich zudem „Maßnahmen für die Teamverantwortlichkeit“ eines jeden einzelnen überlegt hat. „Das war zuerst ungewohnt für einige, aber mittlerweile kommt das gut an, habe ich das Gefühl“, sagt Just. Keine Frage: Nach einer absolut unwürdigen Hinrunde sind sie derzeit bei der TuSG vor allem darum bemüht, die Reihen auf eine möglichst harmonische Art und Weise zu schließen. Die zurückgekehrten Ritterhuder Jungs könnten diesbezüglich einen wichtigen Beitrag leisten.

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