16. Februar 2021 / 11:48 Uhr

Lauterbach akzeptiert Gesprächs-Angebot von Flick: "Seine Kritik nehme ich sportlich"

Lauterbach akzeptiert Gesprächs-Angebot von Flick: "Seine Kritik nehme ich sportlich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach ihrer öffentlichen Auseinandersetzung wollen sich Hansi Flick (l.) und Karl Lauterbach nun zu einem Gespräch verabreden.
Nach ihrer öffentlichen Auseinandersetzung wollen sich Hansi Flick (l.) und Karl Lauterbach nun zu einem Gespräch verabreden. © IMAGO/Montage
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Nach dem Ärger zwischen Bayern-Trainer Hansi Flick und dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach wollen die beiden nun miteinander reden. Nachdem Flick dem Bundestagsabgeordneten ein Gesprächsangebot machte, antwortete Lauterbach nun im Magazin "Spiegel".

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Nach ihrem öffentlich ausgetragenen Disput scheint es nun eine Annäherung zwischen Trainer Hansi Flick vom FC Bayern München und dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach zu geben. Nach dem Remis gegen Arminia Bielefeld (3:3) machte Flick Lauterbach ein Gesprächsangebot - das dieser annehmen will. "Ich freue mich darüber", sagte der Bundestagsabgeordnete im Spiegel und erklärte: "Da Hansi Flick mir das Angebot über die Öffentlichkeit gemacht hat, antworte ich auch öffentlich."

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Flick hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bielefeld mit ungeahnter Vehemenz auf die aktuellen politischen Entwicklungen in der Corona-Krise reagiert und dabei auch Lauterbach ins Visier genommen. "Herr Lauterbach hat zu irgendwas immer einen Kommentar abzugeben", meckerte der Münchener Trainer. "So langsam kann ich die sogenannten Experten nicht mehr hören. Ich finde, die Experten und die Politik sollen mal eine Strategie entwickeln, damit man Licht im Tunnel sieht. Man muss gucken, dass man mal was Positives verkünden kann."

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Direkt im Anschluss an die Partie klang der 55-Jährige schon versöhnlicher. Es sei gut, "unter vier Augen" mit Lauterbach zu sprechen, "nicht in einer Talkshow", sagte Flick, der seine vorherigen Aussagen verteidigte: "Ich war sehr emotional, vielleicht emotionaler als normal. Aber ich habe nicht nur als Trainer des FC Bayern auf eine Frage geantwortet, sondern auch als Vater, ich habe auch zwei Enkelkinder und war früher selbstständiger Unternehmer", so Flick. Die Pandemie sei "eine wahnsinnige Belastung und Herausforderung für uns", sagte der frühere Co-Trainer der Nationalelf. "Es nagt an uns allen. Wichtig ist, gemeinsam an die Dinge heranzugehen."

Lauterbach betonte bei Twitter, Flicks Kritik "sportlich" nehmen zu wollen und pflichtete dem Bayern-Trainer bei: "Verständlicherweise liegen bei vielen derzeit Nerven blank. Aber nur zusammen können wir vor uns liegende Wochen meistern." Er habe zuvor bereits ein "versöhnliches Gespräch" mit Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gehabt, erklärte der Rheinländer. Dieser hatte Lauterbach vor einiger Zeit bereits kritisiert.