24. April 2019 / 21:24 Uhr

Faschismus-Eklat in Italien: Lazio-Fans laufen mit Mussolini-Banner durch Mailand

Faschismus-Eklat in Italien: Lazio-Fans laufen mit Mussolini-Banner durch Mailand

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fans von Lazio Rom haben in Mailand für einen faschistischen Eklat gesorgt.
Fans von Lazio Rom haben in Mailand für einen faschistischen Eklat gesorgt. © dpa
Anzeige

Vor dem Pokalspiel gegen den AC Mailand sorgten die Fans des italienischen Spitzenklubs Lazio Rom für einen Eklat, weil sie ein Banner durch die Mailänder Innenstadt trugen, auf dem der frühere faschistische Diktator Benito Mussolini verherrlicht wurde.

Anzeige
Anzeige

In Italien haben die Anhänger von Lazio Rom für einen üblen Eklat gesorgt. Vor dem Pokal-Halbfinale beim AC Mailand zogen rund 60 Fans des römischen Spitzenklubs mit einem Banner durch die Mailänder Innenstadt, auf dem der frühere italienische Diktator Benito Mussolini verherrlicht wurde. Mussolini hatte Italien von 1922 bis 1943 faschistisch regiert und dabei eng mit dem nationalsozialistischen deutschen Unrechtsregime von Adolf Hitler zusammengearbeitet.

Der Mob der Lazio-Tifosi soll Medienberichten zufolge dabei faschistische Parolen gegrölt haben. Auf dem Banner standen übersetzt die Worte "Ehre für Mussolini", einige Chaoten sollen demnach auch den Nazi-Gruß gezeigt und an den auf den Tag genau vor 76 Jahren verstorbenen Faschisten erinnert haben, der in der Provinz Como von Kommunisten festgenommen und hingerichtet wurde, nachdem sein arg geschrumpfter Einflussbereich befreit worden war.

15 ehemalige Bundesliga-Talente und was aus ihnen wurde

Der SPORTBUZZER hat den Werdegang der ehemaligen Bundesliga-Talente Alen Halilović (l.), Pierre Emile Höjbjerg (m.) und Gianluca Gaudino (r.) genauer verfolgt. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER hat den Werdegang der ehemaligen Bundesliga-Talente Alen Halilović (l.), Pierre Emile Höjbjerg (m.) und Gianluca Gaudino (r.) genauer verfolgt. ©
Anzeige

Italiens Innenminister Salvini verurteilt Tat

Die Stadt Mailand sowie der italienische Innenminister Matteo Salvini verurteilten die Tat. Immer wieder sorgen rechtsextreme Anhänger der Römer in der Vergangenheit für Ärger in Italiens Stadien. Im März 2017 hatte es Affenlaute gegen den damaligen AS-Spieler Antonio Rüdiger gegeben, zu Saisonbeginn hatten sie Frauen in den vorderen Reihen ihres Blocks verunglimpft.

Die Anhänger des Hauptstadtklubs verteilten Flugblätter, auf denen sie Frauen aufforderten, sich im Olympiastadion nicht in den vorderen Reihen des Fanblocks aufzuhalten. „Die Curva Nord stellt für uns einen heiligen Raum dar“, hieß es und die ersten Reihen symbolisierten den „Schützengraben“.

ANZEIGE: 50% auf dein Präsentations-Trainingsanzug! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt