13. Februar 2019 / 16:34 Uhr

Lea Friedrich startet bei der WM: Das ist schon eine kleine Überraschung

Lea Friedrich startet bei der WM: Das ist schon eine kleine Überraschung

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Ausnahmetalent Lea Sophie Friedrich (19) aus Dassow
Ausnahmetalent Lea Sophie Friedrich (19) aus Dassow © foto: PRIVAT
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Der nächste große Karriereschritt für Lea Sophie Friedrich: Das Ausnahmetalent aus Dassow ist für die Bahnrad-Weltmeisterschaft Ende Februar im polnischen Pruszkow nominiert worden. Zurzeit bereitet sich die 19-Jährige mit dem Nationalteam in Frankfurt/Oder auf den Saisonhöhepunkt vor.

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Der nächste große Karriereschritt für Lea Sophie Friedrich: Die Dassowerin ist vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Mittwoch für die Bahnrad-Weltmeisterschaften im polnischen Pruszkow nominiert worden (27. Februar bis 3. März). „Das ist schon eine kleine Überraschung. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf“, sagt die 19-Jährige, die sich zurzeit mit der Nationalmannschaft in Frankfurt/Oder auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet.

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Lea Friedrich hatte im Vorjahr bei der Junioren-WM vier Goldmedaillen abgeräumt und sich im Januar mit guten Leistungen beim Weltcup in Hongkong für einen WM-Start empfohlen. Insgesamt wurden vom BDR neun Frauen und 15 Männer für die Titelkämpfe in der kleinen Stadt nahe Warschau benannt. „Es ist noch nicht klar, welche Disziplinen ich fahre“, sagt Sprintspezialistin Lea Friedrich, die für die 500 Meter, den Teamsprint und Sprint infrage kommt. Beim Weltcup in Hongkong hatte sie mit Emma Hinze (Cottbus) im Teamsprint eine Medaille als Vierte nur knapp verpasst.

„Für mich ist es wichtig, Erfahrung zu sammeln. Aber natürlich möchte ich das Beste daraus machen und in Polen die bestmögliche Platzierung einfahren“, sagt die Mecklenburgerin, die beim SV Dassow bei Trainer Ingo Eichberg ihre schon jetzt beeindruckende Karriere begann. Das nächste ganz große Ziel für Mecklenburg-Vorpommerns Sportlerin des Jahres 2018 sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Mehr über Lea Friedrich

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, Priorität hat jetzt die WM-Vorbereitung. „Das Training ist viel intensiver und umfangreicher als im Juniorenbereich“, erklärt Lea Friedrich, die der Sportfördergruppe der Bundespolizei in Kienbaum angehört. Auch in den Wettkämpfen seien die Unterschiede „riesengroß. Die Frauen fahren taktisch in einer ganz anderen Liga. Man muss nicht nur physisch gut drauf sein, sondern auch ein bisschen mit dem Kopf fahren. Das ist die große Aufgabe im Frauenbereich, da habe ich auf jeden Fall noch Luft nach oben“, meint Lea Friedrich, die nach dem Weltcup nur kurz zu Hause in Dassow vorbeischauen konnte. Seit zehn Tagen schuftet sie in Frankfurt/Oder auf dem Rad und im Kraftraum, bevor am kommenden Donnerstag mit der Abfahrt nach Pruszkow das WM-Abenteuer beginnt.