29. November 2019 / 23:30 Uhr

Legales und illegales Feuerwerk auf Lohmühle. VfB Lübeck schießt Heide 7:0 ab, Fans zünden Raketen und Bengalos

Legales und illegales Feuerwerk auf Lohmühle. VfB Lübeck schießt Heide 7:0 ab, Fans zünden Raketen und Bengalos

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Die VfB-Fans zünden vor dem Anpfiff als auch nach der Halbzeit Pyrotechnik und Feuerwerkskörper in der Pappelkurve.
Die VfB-Fans zünden vor dem Anpfiff als auch nach der Halbzeit Pyrotechnik und Feuerwerkskörper in der Pappelkurve. © Agentur 54°
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Die Yannick-Deichmann-Show: drei Tore, zwei Assists - Hobsch und Hebisch treffen doppelt

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Das war mal ein Statement des VfB Lübeck im Titelkampf – und endlich auch mal eine hübsche Kollektion für das Torverhältnis. Mit 7:0 wurde der Heider SV vor 2592 Zuschauern im Landesderby von der Lohmühle geschossen. Die Grün-Weißen zündeten ein Feuerwerk – leider taten dies aber auch die Fans im Block unter den Pappeln.

Deichmann konnte Offensivpower ausspielen

Trainer Rolf Landerl hatte sein Team ein wenig umgestellt gegenüber den letzten Spielen – erstmals stürmten Patrick Hobsch und Nicolas Hebisch nebeneinander von Beginn an, Ahmet Arslan rückte dafür in die Regisseur-Rolle hinter den Spitzen. Auf links musste Kresimir Matovina draußen bleiben, für ihn nahm Marvin Thiel den Part ein. Und den gesperrten Florian Riedel auf defensiv rechts ersetzte nicht etwa Yannick Deichmann, sondern Kapitän Daniel Halke. Deichmann konnte so seine Offensivpower auf rechts ausspielen. Und: Landerl wurde belohnt. Deichmann schoss drei Tore, Hobsch und Hebisch je zwei.

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Höchster Halbzeitstand der Geschichte?

5:0 stand es bereits zur Pause, alle Experten, die befragt wurden, konnten sich nicht an einen ähnlichen Halbzeitstand in einem Punktspiel erinnern. Sven Theißen, früher auf dem Rasen, jetzt im VfB-Marketing aktiv, kam der Sache immerhin recht nah. „Das muss gegen Flensburg 08 gewesen sein“, vermutete er. Nicht schlecht. Gemeint war das SH-Ligaspiel am 5. Oktober 2013. Das endete tatsächlich mit 8:0 – zur Pause stand’s aber erst 2:0.

Erst illegales, dann legales Feuerwerk

Zurück zum Match am Freitagabend. Vor dem Spiel gab’s eine schöne Choreografie der Fans unter den Pappeln, die am Ende aber leider mit Bengalolicht beendet wurde. Legales Feuerwerk dafür auf dem Platz. 120 Sekunden versuchten die Gäste aus Heide frech mitzuspielen, dann übernahm der VfB das Kommando. Und er wurde gütig unterstützt von einer meist zu langsamen Heider Abwehr, die zudem viel zu hoch stand. Das 1:0 durch Hobsch legten sie selbst auf, der Stürmer konnte sich dann die Ecke aussuchen, in die er den Ball schieben wollte (4.). 60 Sekunden später hätte Hebisch schon das 2:0 machen können, sein Ball aber ging weit rechts am Tor vorbei.

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Die Yannick-Deichmann-Show

Im zweiten Versuch machte er es besser. Der VfB war wieder zu schnell für die Gäste. Thiels Pass erreichte Deichmann an der Grundlinie, der legte zurück auf Hebisch: 2:0 (15.). Der VfB war nun im Flow. Hobsch legte das 3:0 nach – aufgelegt diesmal vom Heider Selcuk (21.) Und dann begann die Yannick-Deichmann-Show. Der Powermann nutzte einen Konter zum 4:0 mit links aus 16 Metern flach ins linke Eck, legte noch vor der Pause das 5:0 nach (39. – den hätte eigentlich schon Hobsch machen müssen, er zögerte aber zu lange). Den lupenreinen Deichmann-Hattrick verhinderte nur der Pausenpfiff, erst danach gelang dem 10er das 6:0. Den Assist dafür kassierte Torwart Lukas Raeder, der „Deichi“ mit einem langen Ball bedient hatte (54.). Den Schlusspunkt setzte wieder Hebisch zum 7:0 (66.) – die Vorlage kam vom überragenden Deichmann, Hebisch traf zunächst den Pfosten, im Nachschuss dann ins Tor.

Silvesterraketen nach der Halbzeitpause

Unschön und teuer: Zur zweiten Halbzeit meinten etliche Fans im Pappelblock, Silvesterraketen steigen lassen zu müssen. Das verbotene Spektakel wurde von der Haupttribüne mit einem wütenden Pfeifkonzert bedacht, Ordner marschierten auf – Vorstandssprecher Thomas Schikorra eilte zu dem Block, beruhigte die Lage.

Statistik zum Spiel:

VfB Lübeck: Raeder – Halke, Malone (57. Lippert), Grupe, Weißmann, Thiel – Deichmann, Mende (68. Bombek), Arslan – Hebisch, Hobsch (62. Fernandes).

Heider SV: Sievers – Quade, Neelsen, Hardock, Gieseler, Selcuk (46. Ehlert), Peters, Hahn, Franck (46. Kwarteng), Wansiedler, Hass (74. Wolf).

SR.: André Schönheit (Gellersen). Z.: 2592.

Tore: 1:0 Hobsch (4.), 2:0 Hebisch (15.), 3:0 Hobsch (21.), 4:0, 5:0, 6:0 Deichmann (32., 39., 54.), 7:0 Hebisch (66.).

Gelbe Karten: – /Peters, Kwarteng, Hardock, Franck,

Einzelkritik VfB Lübeck gegen den Heider SV

Lukas Raeder: Bekam nicht einen gefährlichen Ball auf seinen Kasten. In der zweiten Halbzeit wurde ihm so langweilig, dass er sogar den Assist zum 6:0 beisteuerte. Deichmann verwertete seinen langen Ball.  Zur Galerie
Lukas Raeder: Bekam nicht einen gefährlichen Ball auf seinen Kasten. In der zweiten Halbzeit wurde ihm so langweilig, dass er sogar den Assist zum 6:0 beisteuerte. Deichmann verwertete seinen langen Ball.  ©
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