18. Juli 2020 / 16:24 Uhr

Hier trainieren die Legenden: Ehemalige 96-Stars begeistern die Kinder in der SPORTBUZZER-Fußballschule

Hier trainieren die Legenden: Ehemalige 96-Stars begeistern die Kinder in der SPORTBUZZER-Fußballschule

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit Spaß am Ball: 96-Legende Steven Cherundolo trainiert die Kinder in der SPORTBUZZER-Fußballschule.
Mit Spaß am Ball: 96-Legende Steven Cherundolo trainiert die Kinder in der SPORTBUZZER-Fußballschule. © Florian Petrow
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Am Donnerstag und Freitag ist die SPORTBUZZER-Fußballschule in das Ferienprogramm gestartet! Mit dabei waren rund 40 Kinder - und gleich mehrere Legenden von Hannover 96. 

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Legenden un­ter sich. Die 96-Stars reden natürlich über gute alte Zeiten. „Mensch, als ihr 1985 aufgestiegen seid, stand ich in der Fankurve, da wart ihr Legenden für mich“, schwärmt Martin Groth (50). Das hören Karsten Surmann (60) und Bastian Hellberg (57) natürlich gern.

Steven Cherundolo (41) eiferte in seiner Kindheit den Indoor-Fußballern seiner Gegend nach, er berichtet von seinen lokalen Helden bei den San Diego Sockers. „Socken?“, fragt Surmann nach. „Keine Ahnung, warum die so heißen“, lacht Cherundolo, „ich habe später den englischen Fußball verfolgt. Liverpool, Ian Rush.“ Aber in dieser Woche ging es bei den Sportfreunden Ricklingen weniger um frühere Größen, sondern um die großen Kleinen zwischen acht und zwölf Jahren. Die wollen ihre Fußballgeschichten noch schreiben.

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In die Sportbuzzer-Fußballschule mit Karsten Surmann hat der 96-Pokalheld seine Freunde als Trainer der Kinder eingeladen. Sein langjähriger Mitstreiter und früherer 96-Spieler Ulf Winskowsky (62) ist ohnehin dabei. „Ich habe schon am Pass gesehen, dass der reingeht“, ruft er auf dem gegenüberliegenden Platz in einer der vier Gruppen, „ist der Pass schon scheiße, dann fällt auch kein Tor.“ Wie einfach – und wie wahr.

Die Begeisterung in jeder Gruppe ist riesig

Die Begeisterung ist in jeder Gruppe riesig, 44 Kinder sind dabei, jedes hat eine kurze Karriere schon hinter sich, eigene Geschichten. In der Gruppe Cherundolo steht zum Beispiel Neif im Tor. Neif kam über die International School zu Surmann, der dort die Fußball-AG leitete. „Er spielt gar nicht im Verein, ist ein guter Fußballer, aber ein noch besserer Sänger“, erzählt Surmann: „Ohne Corona wäre er auf Welttournee gegangen, die Mutter hat mir eine CD vorgespielt, ich habe Gänsehaut gekriegt.“

Die besten Bilder der SPORTBUZZER-Fußballschule mit Karsten Surmann:

Die besten Bilder der SPORTBUZZER-Fußballschule mit Karsten Surmann. Zur Galerie
Die besten Bilder der SPORTBUZZER-Fußballschule mit Karsten Surmann. ©

Die bekommt auch Hellberg, wenn er dem jungen Moritz (Jahrgang 2010) beim Kicken zusieht. „Der Junge sprüht richtig vor Begeisterung“, sagt Hellberg. Deshalb gehört der kleine Spielmacher vom VfL Eintracht auch zum Perspektivteam bei Hannover 96. Ausgebildet in der Südstadt, drei Jahre gefördert in Surmanns Fußballschule, entdeckt bei 96. So läuft die Leistungsförderung optimalerweise.

Die meisten Kinder kicken in Ricklingen, um zum Ferienstart Spaß zu haben – und dabei etwas zu lernen. Und sie lernen bei den Besten. Altin Lala trainierte die Jungs und Mädchen am Donnerstag, am Freitag kam Cherundolo, der am 31. Juli seine Urkunde für das höchste Trainer-Diplom bekommt. Cherundolo ist Fußballlehrer, einen derart professionell ausgebildeten Trainer be­kom­men die Kinder nur hier in der Fußballschule.

"Tore, Tore, Tore will ich sehen"

Cherundolo lässt spielen, passen, in Überzahl, Gleichzahl mit Ansagen, wer wann wem abspielen soll. „Wichtig ist, dass auch etwas für den Kopf dabei ist“, sagt der US-Amerikaner. Ansonsten ruft er rein: „Tore, Tore, ich will Tore sehen.“ Der frühere Verteidiger ist begeistert, als ein Junge den Ball erobert, umschaltet, sich mit Wucht durchwuselt und trifft. „Klasse, so muss Fußball sein“, lobt Cherundolo. „Darum geht es doch überall im Fußball in jedem Alter“, erklärt Cherundolo nachher, „ganz egal, wo oder wen ich trainiere: Es geht um Spaß, um Mentalität und dass man gierig danach ist, Tore zu schießen.“

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Nach dem Mittagessen gieren die Kinder schon auf Nachschlag – aber auf dem Platz. „Wer ist unser nächster Trainer?“, fragt ein Junge. Vielleicht Jörg Kretzschmar, der gestern Mittag dazustieß. „Wer ist das?“ Kret­zsche, krumme Knie, aber einer der besten Techniker, die 96 hatte. Eine Legende.