12. April 2021 / 15:12 Uhr

Lehrstunde für junge Truppe: Gütersloh nutzt RB Leipzigs Fehler "eiskalt"

Lehrstunde für junge Truppe: Gütersloh nutzt RB Leipzigs Fehler "eiskalt"

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Katja Greulich
Katja Greulich sah dann doch einen großen Unterschied zwischen beiden Teams. © Christian Modla
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Das junge Zweitliga-Team von RB Leipzig musste im Spitzenspiel gegen den FSV Gütersloh einmal mehr Lehrgeld zahlen. Beim 0:2 ließen die Frauen von Coach Katja Greulich auch einen Elfmeter ungenutzt.

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Leipzig. Zwei verschiedene Halbzeiten erlebte RB Leipzigs Trainerin Katja Greulich am Sonntag in der Partie gegen den FSV Gütersloh. In einer "sehr guten ersten Hälfte" ihres Teams sah sie ein "engagiertes Spiel", mit dem sie "zufrieden" war. Die Gegentore, die in der zweiten Halbzeit fielen, entstanden aus "unglücklichen Situationen", die die Frauen aus Ostwestfalen "eiskalt" ausnutzten. Trotz der 0:2-Niederlage zeigte sich Greulich zufrieden mit der Mannschaftsleistung, auch wenn der Unterschied zwischen ihrer jungen Truppe und den erfahrenen FSV-Spielerinnen "extrem groß" war.

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Anja Mittag, die von Beginn an auf dem Platz stand, "gab dem Sturm Sicherheit", so die Trainer nach dem Abpfiff. Die Ex-Nationalspielerin, die ihre Karriere eigentlich bereits beendet hatte, lieferte einige Torchancen und die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als sie in der Schlussphase im Gütersloher Strafraum fiel. Allein der daraus folgende Strafstoß fand seinen Weg nicht ins Tor.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom 0:2 gegen Gütersloh

RB Leipzigs Damen müssen sich dem FSV Gütersloh mit 0:2 geschlagen geben. Zur Galerie
RB Leipzigs Damen müssen sich dem FSV Gütersloh mit 0:2 geschlagen geben. ©

Während Greulich nach dem Spiel lange mit ihren Spielerinnen und den Betreuern im Kreis stand und sich im Anschluss intensiv mit Anja Mittag austauschte, war die Stimmung bei Gütersloh sehr ausgelassen. Die Tabellenführung mit einem Abstand von drei Punkten auf RB gab Anlass genug für ein Teamfoto.

FSV-Coach Steffen Enge zeigte sich entsprechend entspannt und zufrieden. Er sah "hohes Tempo, eine hohe Spielkultur und engagierte Zweikämpfe in einer ausgeglichenen Zweitligapartie" sowie vor allem in den ersten zwanzig Minuten eine "sehr engagiert agierende Leipziger Mannschaft". Daher habe er seinen Spielerinnen in der Halbzeitpause mit auf den Weg gegeben, mit "frühen Attacken" den Spielaufbau bei RB zu stören. Seinem Team attestierte er eine "größere Kaltschnäuzigkeit" im Abschluss und "etwas mehr Willen" zum Tor. "Insgesamt kein unverdienter Sieg", urteilte Enge, auch wenn sich die Partie in den letzten Minuten für ihn noch einmal sehr spannend gestaltete. Denn hätte der Strafstoß von Lea Mauly den Weg ins Gütersloher Tor gefunden, hätte das Ergebnis noch kippen können, war sich Enge sicher.

Für die RB-Frauen folgt nach dem Schlagabtausch mit Gütersloh am kommenden Wochenende das nächste Spitzenspiel. Am Sonntag geht es auswärts zum Tabellendritten FC Carl Zeiss Jena, der einen Punkt hinter RB auf Platz 3 in der Zweitliga-Nordstaffel lauert.